Landkreis Gießen

WappenDeutschlandkarte
Wappen des Landkreises GießenDeutschlandkarte, Position des Landkreises Gießen hervorgehoben

Koordinaten: 50° 34′ N, 8° 43′ O

Basisdaten
Bestandszeitraum:1832–
Bundesland:Hessen
Regierungsbezirk:Gießen
Verwaltungssitz:Gießen
Fläche:854,56 km2
Einwohner:271.667 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte:318 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen:GI
Kreisschlüssel:06 5 31
Kreisgliederung:18 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Riversplatz 1–9
35394 Gießen
Website:www.lkgi.de
Landrätin:Anita Schneider (SPD)
Lage des Landkreises Gießen in Hessen
KasselLandkreis KasselWerra-Meißner-KreisSchwalm-Eder-KreisLandkreis Waldeck-FrankenbergLandkreis Hersfeld-RotenburgLandkreis FuldaVogelsbergkreisLandkreis Marburg-BiedenkopfLahn-Dill-KreisLandkreis Limburg-WeilburgLandkreis GießenMain-Kinzig-KreisWetteraukreisRheingau-Taunus-KreisHochtaunuskreisWiesbadenMain-Taunus-KreisLandkreis Groß-GerauFrankfurt am MainOffenbach am MainLandkreis OffenbachDarmstadtLandkreis Darmstadt-DieburgLandkreis BergstraßeLandkreis BergstraßeOdenwaldkreisBaden-WürttembergRheinland-PfalzBayernNordrhein-WestfalenNiedersachsenThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Gießen liegt im mittelhessischen Regierungsbezirk Gießen. Er trug von seiner Gründung 1832 bis Ende 1938 die Bezeichnung Kreis Gießen.

Geografie

Lage

Der Landkreis Gießen erstreckt sich in seinen Hauptorten vom Gießener Becken bis zur nördlichen Wetterau im Süden. Den flächenmäßig größten Anteil nimmt demgegenüber jedoch der Vordere Vogelsberg in der Osthälfte ein, ganz im Osten liegen Teile des Vogelsberges. Nordwestlich des Gießener Beckens reichen überdies Teile des Gladenbacher Berglandes in Form des Krofdorf-Königsberger-Forstes mit dem weithin sichtbaren Dünsberg ins Kreisgebiet. Südwestlich reichen Teile des Landkreises in den östlichen Hintertaunus hinein.

Die Lahn betritt im Norden bei Odenhausen das Kreisgebiet, fließt dann nach Süden durch die Stadt Gießen. Hier wendet sie sich nach Westen, um nur wenige Kilometer westlich den Landkreis wieder zu verlassen.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzt, im Norden beginnend im Uhrzeigersinn, an die Landkreise Marburg-Biedenkopf, Vogelsbergkreis, Wetteraukreis und Lahn-Dill-Kreis.

(c) Stefan Flöper / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Ehemaliges Landratsamt an der Ostanlage

Geschichte

Territorialgeschichte

Das heutige Kreisgebiet war vor 1800 in zahlreiche Herrschaftsgebiete aufgeteilt, wovon die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und verschiedene Solmsische Grafschaften den größten Anteil hatten. Kleinere Teile gehörten zum Herzogtum Nassau. Mit der Mediatisierung 1806 kamen die solmsischen Gebiete an das neu gegründete Großherzogtum Hessen, die nassauischen Gebiete 1815 durch den Wiener Kongress an den preußischen Kreis Wetzlar. 1821 entstand der Landratsbezirk Gießen innerhalb der Provinz Oberhessen.

Durch Verordnung vom 20. August 1832 wurde aus einem Teil des Landratsbezirks der Kreis Gießen gebildet, der anfänglich aus der Stadt Gießen sowie den Orten Allendorf an der Lahn, Bieber, Fellingshausen, Frankenbach, Großen-Linden, Hermannstein, Heuchelheim, Kleinlinden, Königsberg, Krumbach, Naunheim, Rodheim an der Bieber, Waldgirmes und Wieseck bestand.[2] Am 1. Juli 1837 wechselten 25 Gemeinden aus dem Kreis Grünberg in den Kreis Gießen.[3]

Mit dem Gesetz zur Neuorganisation der Verwaltung vom 31. Juli 1848 wurden alle Kreise und Landratsbezirke im Großherzogtum Hessen abgeschafft und durch insgesamt zehn (ab 1850 elf) Regierungsbezirke ersetzt. Die Regierungsbezirke wurden 1852 wieder aufgehoben; gleichzeitig wurde wieder ein Kreis Gießen gebildet, nunmehr bestehend aus der Stadt Gießen, den Landgerichtsbezirken Gießen und Lich sowie den Orten Grüningen, Dorf-Güll und Holzheim aus dem Landgerichtsbezirk Hungen.[4]

Nach dem Deutschen Krieg wurde im Friedensvertrag vom 3. September 1866 zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen vereinbart, dass die Gemeinden Bieber, Fellingshausen, Frankenbach, Hermannstein, Königsberg, Krumbach, Naunheim, Rodheim an der Bieber und Waldgirmes des Kreises Gießen an Preußen fielen. Im Gegenzug wechselte die Gemeinde Treis an der Lumda aus dem ehemals kurhessischen und nunmehr preußischen Kreis Marburg in den Kreis Gießen.

Am 1. Juli 1874 wurde der Kreis Gießen um große Teile der beiden aufgelösten Kreise Grünberg und Nidda vergrößert.[5]

Bei der Auflösung des Kreises Schotten am 1. November 1938 kamen die Gemeinden Freienseen, Gonterskirchen, Klein-Eichen, Lardenbach, Laubach, Ruppertsburg und Wetterfeld zum Kreis Gießen hinzu. Gleichzeitig schied die Stadt Gießen aus dem Kreis aus und wurde kreisfrei. Am 1. April 1939 schieden auch die Gemeinden Kleinlinden und Wieseck aus dem Landkreis Gießen aus und wurden in die Stadt Gießen eingegliedert.[6]

Im Rahmen der hessischen Gebietsreform wurden im Landkreis Gießen ab 1970 zahlreiche Gemeinden fusioniert. Außerdem wurden auch die Außengrenzen des Landkreises mehrfach geändert:

  • Am 1. April 1967 wurde die Gemeinde Kinzenbach aus dem damaligen Landkreis Wetzlar nach Heuchelheim eingemeindet.
  • Am 1. Oktober 1971 wurden die Gemeinden Allendorf an der Lahn und Rödgen in die kreisfreie Stadt Gießen eingemeindet.
  • Am 31. Dezember 1971 wurde die Gemeinde Ober-Hörgern nach Münzenberg im damaligen Landkreis Friedberg eingemeindet. Am gleichen Tag wurden die Gemeinden Altenhain und Lehnheim aus dem damaligen Landkreis Alsfeld nach Laubach bzw. Grünberg im Landkreis Gießen eingemeindet. Außerdem wurden Odenhausen und Salzböden aus dem damaligen Landkreis Wetzlar nach Lollar im Landkreis Gießen eingemeindet.
  • Am 1. Juli 1974 wechselte die Gemeinde Braunstein aus dem aufgelösten Landkreis Marburg in den Landkreis Gießen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 1977 wurde der Landkreis Gießen aufgelöst:[7][8]:381

  • Der größte Teils des Landkreises wurde mit dem Dillkreis (Sitz in Dillenburg) und einem großen Teil des Landkreises Wetzlar zum neuen Lahn-Dill-Kreis mit Sitz in der kreisfreien Stadt Lahn vereinigt.[8]:383 u. 387
  • Die Gemeinde Heuchelheim wurde zusammen mit der kreisfreien Stadt Gießen, der Stadt Wetzlar und weiteren Gemeinden des aufgelösten Landkreises Wetzlar Teil der neuen Stadt Lahn.

Wegen heftiger Proteste seitens der Bevölkerung wurde die Gebietsreform 1979 teilweise wieder rückgängig gemacht. Mit Wirkung vom 1. August 1979 wurde die Stadt Lahn wieder aufgelöst, und das Lahn-Dill-Gebiet wurde neu geordnet.[8]:381 Dabei wurde ein neuer, größerer Landkreis Gießen gebildet, bestehend aus dem gesamten alten Landkreis Gießen, der Stadt Gießen sowie einer Reihe von Orten, die bis 1977 zum Landkreis Wetzlar gehört hatten. Dies waren

Der Lahn-Dill-Kreis wurde verkleinert weitergeführt und die ebenfalls wieder gebildete Stadt Wetzlar dessen Kreisstadt. Seither umfasst der Landkreis Gießen insgesamt 18 Städte und Gemeinden. Die nunmehr kreisangehörige Stadt Gießen erhielt den Rang einer Sonderstatusstadt.

2009 zog das Landratsamt von der Gießener Innenstadt (Ostanlage 33–45) an den Stadtrand. Dafür wurden Gebäude der ehemaligen Waldkaserne und späteren Rivers Barracks der US Army in der sogenannten Automeile an der Licher Straße angemietet, in denen nun ein Großteil der Kreisverwaltung arbeitet.[9]

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungspyramide für den Kreis Gießen (Datenquelle: Zensus 2011[10].)
JahrEinwohnerQuelle
1852045.369[11]
1900081.916[6]
1910094.026[6]
1925099.408[6]
1933069.708[6]
1939069.114[6]
1950104.832[6]
1960101.200[6]
1969116.000[6]
1980231.511[6]
1990240.136[6]
2000253.587[12]
2010255.546[13]
2015260.406[14]
2019269.167[15]

Leitende Beamte

Seit der Gründung 1821 (von 1977 bis 1979 als großer Lahn-Dill-Kreis) waren folgende Personen Landräte, Kreisräte oder Kreisdirektoren:[16]

Landräte (Landratsbezirk Gießen)
  • Justus Joseph Ludwig von Zangen (1821–1826)
  • Christian Knorr (1826–1827)
  • Wilhelm Georg Ludwig Ouvrier (1827–1832)
Kreisräte (Kreis Gießen)

Von 1848 bis 1852 gab es im Großherzogtum Hessen keine Kreise, sondern größere Regierungsbezirke, siehe: Regierungsbezirk Gießen

Kreisdirektoren (Kreis Gießen)
Landräte (Landkreis Gießen)
  • Hugo Ernst Karl Lotz ([1936] 1939–1944)
  • Wilhelm Reeb (1944–1945)
  • Theodor Weber (1945)
  • Joseph Wagenbach (CDU) 1. Juni 1945 – 30. Juni 1946
  • Karl Benner (SPD) 2. Juli 1946 – 30. Juni 1948
  • Johannes Nowara alias „Neumann“ (CDU) – mit gefälschter Identität 16. Juni 1948 – 27. August 1948
  • Alfred Dingeldey (CDU) 27. August 1948 – 15. Januar 1949
  • Hans Bone von Schwerin (CDU) 7. April 1949 – 6. April 1961
  • Georg Maraun (SPD) 7. April 1961 – 4. Mai 1967
  • Ernst Türk (SPD) 5. Mai 1967 – 16. Juni 1977
  • Karl Rehrmann (CDU) 17. Juni 1977 – 31. Juli 1979
  • Ernst Klingelhöfer (FWG) 1. August 1979 – 20. Januar 1986
  • Rüdiger Veit (SPD) 21. Januar 1986 – 20. Januar 1998
  • Willi Marx (SPD) 21. Januar 1998 – 20. Januar 2010
  • Anita Schneider (SPD) seit 21. Januar 2010

Politik

Kreistag

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[18] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[19][20][21]

Diagrammdarstellung von Wahlergebnis und Sitzverteilung
Wahl des Gießener Kreistags 2021
Wahlbeteiligung: 51,9 %
 %
30
20
10
0
25,3
21,3
21,0
11,1
7,5
5,3
5,0
1,9
1,6
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+1,1
+10,5
−7,5
+0,4
−6,9
+0,2
+0,4
+1,9
+1,6
−1,7
Sitzverteilung im Kreistag 2021
Insgesamt 81 Sitze
Wahlvorschläge%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands28,52333,52735,62938,531
CDUChristlich Demokratische Union Deutschlands24,41929,22434,62835,228
AfDAlternative für Deutschland14,412
GRÜNEBündnis 90/Die Grünen10,80916,71309,00708,507
FWFreie Wähler Hessen10,70911,10911,71009,708
FDPFreie Demokratische Partei05,10403,50305,30404,904
DIE LINKE.DIE LINKE.04,60402,50203,803
PIRATENPiratenpartei Deutschland01,70102,002
Linkes BündnisLinkes Bündnis Gießen00,901
REPDie Republikaner03,203
Gesamt100,081100,0[22]81100,081100,081
Wahlbeteiligung in %49,948,044,844,8

Seit den Kreistagswahlen 2021 regiert eine Mehrheitskoalition aus CDU, GRÜNE und FW.

Zum Kreistagsvorsitzenden wurde Claus Spandau (CDU) gewählt.

Landrätin

Landrätin des Landkreises Gießen ist Anita Schneider (SPD). Ihr Vorgänger, Willi Marx (SPD), hatte das Amt seit 1997 bekleidet. Hauptamtliche Erster Beigeordnete ist seit Juni 2015 Christiane Schmahl (Grüne). Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter ist seit Januar 2017 Hans-Peter Stock (Freie Wähler).

In der Direktwahl am 7. Juni 2009 trat Siegfried Fricke (CDU) damaliger hauptamtlicher Kreisbeigeordneter als Landrats-Kandidat gegen Anita Schneider (SPD) an, die die Wahl im ersten Wahlgang für sich entscheiden konnte: Von 80.232 gültigen Stimmen entfielen 44.002 (54,8 %) auf Schneider und 36.230 (45,2 %) auf Fricke. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 42 Prozent. Am 21. Januar 2010 trat Anita Schneider ihr Amt an.[23]

Bei der Direktwahl am 14. Juni 2015 wurde die Landrätin mit 62,1 % im ersten Wahlgang im Amt bestätigt.[24] Ebenfalls verteidigte Sie ihr Amt am 24. Oktober 2021 in einer Stichwahl mit 66,4 %.[25]

Wappen, Flagge und Banner

Wappen des Landkreises Gießen
Blasonierung: „Schild geteilt, oben in Silber ein rotes Balkendreieck, unten in Blau ein silbernes Antoniterkreuz.“

Im Mai 1952 wurde dem Landkreis Gießen durch den Hessischen Minister des Innern die Führung eines Wappens und einer Flagge mit Wappenbild genehmigt.[26] Die Genehmigung wurde im Januar 1980 wiederholt, unter Verweis auf Wappen und Flagge, die von dem früheren Landkreis Gießen bis zum 1. Januar 1977 geführt wurden.[27]

Wappenbegründung: Das Balkendreieck steht für die im Kreis Gießen typischen Fachwerkhäuser. Es symbolisiert aber auch das Zusammenspiel von Landkreis und aufstrebenden Gemeinden auf dem Fundament der kommunalen Selbstverwaltung. In Grünberg befand sich ein Antoniterkloster, mit dessen Einkünften die 1607 gegründete Universität Gießen dotiert wurde. Daher führt der Kreis Gießen das Antoniuskreuz im Wappen.

Flaggenbeschreibung: „Auf der weißen Mittelbahn des rot-weiß-roten Flaggentuches das Wappen des Landkreises Gießen.“

Seit 2013 besitzt der Landkreis Gießen ein Logo. Hierin sollen die Stärken der Region grafisch wiedergegeben werden. Der hohe Freizeitwert wird mit Bauwerken aus dem Mittelalter und der bewaldeten hessischen Mittelgebirgslandschaft mit seinen Flüssen unterstrichen. Weiterhin werden die grafischen Elemente durch die Worte Hessens Mitte – Wissen, Wirtschaft und Kultur ergänzt.

Patenschaft

1962 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus dem Landkreis Bärn übernommen.

Wirtschaft und Verkehr

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Gießen Platz 172 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ für die Zukunft.[28] In der Ausgabe von 2019 verbesserte er sich auf Platz 110 von 401.[29]

Verkehr

Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 5 (FrankfurtKassel), 480 (Reiskirchener Dreieck–Wetzlar; noch nicht durchgängig befahrbar) und die 485 (Gießen–Langgöns). Die A 45 Hanau–Gießen–Dortmund quert das Kreisgebiet im Südwesten. Mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen erschließen das Kreisgebiet, darunter die B 3 (Gießen–Marburg), die B 49, B 429 und die B 457.

Per Eisenbahn ist der Landkreis Gießen an die den Kreis in Nord-Süd-Richtung durchquerende Hauptachse der Main-Weser-Bahn von Frankfurt nach Kassel angebunden. Der IC hält alle zwei Stunden in Gießen. Hier zweigen insgesamt vier weitere das Kreisgebiet erschließende Strecken ab. Von Gießen in Richtung Osten führt die Vogelsbergbahn über Buseck, Reiskirchen, Grünberg nach Fulda. Von Gießen nach Südosten zweigt die Lahn-Kinzig-Bahn über Pohlheim, Lich und Hungen nach Gelnhausen ab. Nach Nordwesten verkehren Regionalexpresszüge über Wetzlar, Herborn, Dillenburg in Richtung Siegen. Auf gleicher Trasse bis Wetzlar fahren weitere Züge des Regionalverkehrs durch das untere Lahntal über Weilburg, Limburg an der Lahn nach Koblenz. Die Verkehrsleistungen erbringen verschiedene Verkehrsunternehmen, die im Auftrag des Rhein-Main-Verkehrsverbundes fahren.

Gegenwärtige Gütertarifpunkte der Eisenbahnen sind: Buseck (Holz und Gase); Gießen/Europaviertel (Mineralölprodukte); Gießen/Gbf./und Privatgleisanschluss (Stammholz) sowie Staufenberg-Mainzlar an der Lumdatalbahn (Schüttgut). Der Privatanschluss im Bahnhof Lollar über Gleis 13 wird erhalten, aber ggw. nicht bedient.

Gemeinden

Einwohner am 31. Dezember 2020[30]

Städte

NiederdorfeldenBiebertalWettenbergLollarStaufenberg (Hessen)Allendorf (Lumda)Rabenau (Hessen)Heuchelheim an der LahnGießenBuseckGrünberg (Hessen)FernwaldLinden (Hessen)LanggönsPohlheimReiskirchenLichHungenLaubachWetteraukreisVogelsbergkreisLandkreis Limburg-WeilburgLandkreis Limburg-WeilburgLandkreis Marburg-BiedenkopfLahn-Dill-KreisGemeinden im Landkreis
Über dieses Bild
  1. Allendorf (Lumda) (4.034)
  2. Gießen, Universitätsstadt, Stadt mit Sonderstatus und Kreisstadt (90.131)
  3. Grünberg (13.706)
  4. Hungen (12.642)
  5. Laubach (9.604)
  6. Lich (13.880)
  7. Linden [Sitz: Leihgestern] (13.111)
  8. Lollar (10.399)
  9. Pohlheim [Sitz: Watzenborn-Steinberg] (18.049)
  10. Staufenberg (8.448)

Weitere Gemeinden

  1. Biebertal [Sitz: Rodheim-Bieber] (10.055)
  2. Buseck [Sitz: Großen-Buseck] (12.973)
  3. Fernwald [Sitz: Steinbach] (7.046)
  4. Heuchelheim a. d. Lahn (7.891)
  5. Langgöns [Sitz: Lang-Göns] (11.690)
  6. Rabenau [Sitz: Londorf] (5.060)
  7. Reiskirchen (10.329)
  8. Wettenberg [Sitz: Krofdorf-Gleiberg] (12.619)

Ehemalige Gemeinden

Die folgende Liste enthält alle ehemaligen Gemeinden des Landkreises Gießen seit 1867 und die Daten ihrer Eingemeindungen:[31][32][6]

Gemeindeeingemeindet
nach
Datum der
Eingemeindung
AlbachFernwald31. Dezember 1971
Allendorf an der LahnGießen1. Oktober 1971
AllertshausenRabenau31. Dezember 1971
Alten-BuseckBuseck1. Januar 1977
AnnerodFernwald31. Dezember 1971
ArnsburgLich1. Januar 1977
BellersheimHungen1. Januar 1977
BeltershainGrünberg31. Dezember 1970
BersrodReiskirchen1. Januar 1977
BettenhausenLich31. Dezember 1971
BeuernBuseck1. Januar 1977
BirklarLich31. Dezember 1970
Braunstein1Allendorf (Lumda)1. Januar 1977
BurkhardsfeldenReiskirchen1. April 1972
ClimbachAllendorf (Lumda)31. Dezember 1971
DaubringenStaufenberg1. Juli 1974
Dorf-GüllPohlheim31. Dezember 1970
EberstadtLich1. Februar 1971
EttingshausenReiskirchen1. Januar 1977
FreienseenLaubach1. April 1972
GarbenteichPohlheim31. Dezember 1970
GeilshausenRabenau31. Dezember 1971
GöbelnrodGrünberg31. Dezember 1970
GonterskirchenLaubach31. Dezember 1970
Großen-BuseckBuseck1. Januar 1977
Großen-LindenLinden1. Januar 1977
GrüningenPohlheim31. Dezember 1970
HarbachGrünberg1. Februar 1971
HattenrodReiskirchen31. Dezember 1970
HausenPohlheim31. Dezember 1970
HolzheimPohlheim31. Dezember 1970
InheidenHungen1. Januar 1977
KesselbachRabenau1. Oktober 1970
Klein-EichenGrünberg31. Dezember 1970
KleinlindenGießen1. April 1939
LangdHungen31. Dezember 1970
LangsdorfLich1. Januar 1977
LardenbachGrünberg1. Februar 1971
LauterLaubach31. Dezember 1970
LeihgesternLinden1. Januar 1977
LindenstruthReiskirchen1. Januar 1977
LondorfRabenau1. Oktober 1970
LumdaGrünberg31. Dezember 1970
MainzlarStaufenberg1. Juli 1974
MünsterLaubach31. Dezember 1970
MuschenheimLich31. Dezember 1970
Nieder-BessingenLich31. Dezember 1970
NonnenrothHungen31. Dezember 1971
ObbornhofenHungen1. Januar 1977
Ober-BessingenLich31. Dezember 1970
Ober-HörgernMünzenberg31. Dezember 1971
OdenhausenRabenau31. Dezember 1971
OppenrodGroßen-Buseck1. Oktober 1971
QueckbornGrünberg31. Dezember 1970
RabertshausenHungen31. Dezember 1970
ReinhardshainGrünberg1. April 1972
RödgenGießen1. Oktober 1971
Rodheim a. d. HorloffHungen31. Dezember 1971
RöthgesLaubach31. Dezember 1970
RüddingshausenRabenau31. Dezember 1971
RuppertsburgLaubach31. Dezember 1970
RuttershausenLollar31. Dezember 1971
SaasenReiskirchen31. Dezember 1970
StangenrodGrünberg31. Dezember 1970
SteinbachFernwald31. Dezember 1971
SteinheimHungen31. Dezember 1970
StockhausenGrünberg31. Dezember 1970
Trais-HorloffHungen31. Dezember 1970
Treis an der LumdaStaufenberg1. Juli 1974
TroheGroßen-Buseck1. Oktober 1971
UtpheHungen31. Dezember 1970
VillingenHungen1. Januar 1977
Watzenborn-SteinbergPohlheim31. Dezember 1970
WeickartshainGrünberg31. Dezember 1970
WeitershainGrünberg31. Dezember 1970
WetterfeldLaubach31. Dezember 1970
WieseckGießen1. April 1939
WinnerodReiskirchen31. Dezember 1970
1 Seit dem 1. Juli 1974 im Landkreis Gießen

Kfz-Kennzeichen

Am 15. Januar 1980 wurde dem Landkreis das bereits seit dem 1. Juli 1956 für den ehemaligen Landkreis Gießen gültige Unterscheidungszeichen GI zugewiesen. Während der Zugehörigkeit des heutigen Kreisgebietes zum damaligen Lahn-Dill-Kreis wurde das Kfz-Kennzeichen L verwendet (Vgl. Lahn (Stadt)#Kraftfahrzeug-Kennzeichen seit 1990).

Weblinks

Commons: Landkreis Gießen – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Großherzoglich-Hessisches Regierungsblatt 1832: Bildung des Kreises Gießen
  3. Ulrich Reuling: Verwaltungs-Einteilung 1821-1955. (PDF) In: Geschichtlicher Atlas von Hessen. Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS), S. 173, abgerufen am 19. März 2016.
  4. Verordnung, die Eintheilung des Großherzogtums in Kreise Betreffend vom 12. Mai 1852. In: Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1852 Nr. 30. S. 224–229 (Online bei der Bayerischen Staatsbibliothek digital [PDF]).
  5. Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. Nr. 28. Darmstadt 12. Juni 1874, S. 247 (Digitalisat).
  6. a b c d e f g h i j k l Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Kreis Gießen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen (GVBl. II 330–28) vom 13. Mai 1974. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 17, S. 237 ff., § 29 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  8. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1.
  9. Landkreis-Adresse jetzt offiziell „Riversplatz 1–9“. In: Gießener Allgemeine Zeitung. 21. Juli 2009.
  10. Datenbank Zensus 2011, Kreis Gießen, Alter + Geschlecht
  11. Philipp Alexander Ferdinand Walther: Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit. Darmstadt 1854, S. 375 (Digitalisat [abgerufen am 6. Juni 2015]).
  12. Hessisches Statistisches Landesamt
  13. Bevölkerung in den Verwaltungsbezirken am 30.09.2010 und Bevölkerungsvorgänge im 3. Vierteljahr 2010. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original am 10. Mai 2011; abgerufen am 31. Mai 2019.
  14. Bevölkerung in den Verwaltungsbezirken am 30.06.2015 und Bevölkerungsveränderung im 2. Quartal 2015. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original am 24. März 2016; abgerufen am 31. Mai 2019.
  15. Hessisches Statistisches Landesamt https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/Statistischer_Bericht_Bevoelkerung_Bevoelkerungsvorgaenge_Gemeinden_30062019_17102019.xlsx
  16. Landkreis Gießen: Landräte 1821–1945 (Memento vom 1. Februar 2012 im Internet Archive) (PDF; 5 MB) und Ahnengalerie der Landräte ab 1945@1@2Vorlage:Toter Link/www.lkgi.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) , abgerufen am 19. Dezember 2011.
  17. Versetzung in den Ruhestand vom 15. September 1842. In: Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt Nr. 32 vom 30. September 1842, S. 428.
  18. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2016 und 2011
  19. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2011 und 2006
  20. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2006 und 2001
  21. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2001 und 1997
  22. WIR küssen die Behörden wach! errang 2011 keinen Sitz, aber 0,6 % der Stimmen.
  23. Es bleibt dabei: Anita Schneider wird Landrätin. In: Gießener Allgemeine. 12. Juni 2009.
  24. Landratswahlen im Landkreis Gießen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2019.
  25. Anita Schneider bleibt Landrätin im Kreis Gießen. 24. Oktober 2021, abgerufen am 25. Oktober 2021.
  26. Genehmigung zur Führung eines Wappens und einer Flagge an den Landkreis Gießen, Regierungsbezirk Darmstadt vom 8. Mai 1952. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1952 Nr. 21, S. 376, Punkt 517 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,2 MB]).
  27. Genehmigung eines Wappens und einer Flagge des Landkreises Gießen vom 14. Januar 1980. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1980 Nr. 5, S. 212, Punkt 135 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 7,2 MB]).
  28. Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original; abgerufen am 23. März 2018.
  29. PROGNOS Zukunftsatlas. Handelsblatt, abgerufen am 10. Dezember 2019.
  30. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  31. Landkreis Gießen. Historisches Ortslexikon. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  32. Gemeindeverzeichnis 1900: Kreis Gießen

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