Westelijke Eilanden

Westelijke Eilanden
Provinz Noord-Holland
GemeindeFlagge der Gemeinde Amsterdam Amsterdam
Fläche
 – Land
 – Wasser
0,22 km2
0,15 km2
0,07 km2
Einwohner2.920 (1. Jan. 2022[1])
Koordinaten52° 23′ N, 4° 53′ O
Bedeutender VerkehrswegS100
Vorwahl020
Frühere Lagerhäuser auf dem Prinseneiland

Die Westelijke Eilanden (deutsch Westliche Inseln)[2] sind ein Wohnquartier (ndl. buurt) im Westen der Amsterdamer Innenstadt und bestehen aus drei Inseln. Im Jahr 2022 hatte das Quartier 2.920 Einwohner.[1] Die Inseln liegen westlich des Amsterdamer Hauptbahnhofs und werden begrenzt von der Zeeheldenbuurt im Norden, Haarlemmerbuurt West im Süden, Planciusbuurt Noord im Westen und der buurt Westerdokseiland im Osten.

Geschichte

Prinseneiland: Drieharingenbrug

Zu den Westelijke Eilanden, die westlich des Westerdokseiland liegen, gehören die Inseln Bickerseiland, benannt nach dem damaligen Bürgermeister Johan Bicker, Prinseneiland und Realeneiland. Der Name Reaeleneiland stammt von dem früheren Besitzer Reynier Reael.

Die ersten Pläne zum Bau der Inseln stammen aus 1610.[3] Zwischen 1614 und 1615 wurden die Inseln angelegt mit den Namen Vooreiland, Middeneiland und Achtereiland. Der Zweck der Inseln war in erster Linie für Schiffswerften, Herringfischerei und Betriebe zur Herstellung von Teer gedacht.

Um 1615 hatte sich Johan Bicker auf dem Bickerseiland als Schiffsbauer niedergelassen und 1631 war er Eigentümer der Insel. Um 1660 stand auf der Insel eine hölzerne Kirche, die Eilandskerk (wörtlich: Inselkirche). Sie wurde 1736 durch eine steinerne Kirche ersetzt. 1939 wurde sie geschlossen und 1960 abgebrochen.

Reynier Jansz Reael (1588–1648) war einer der wichtigsten Eigentümer von Realeneiland. Gegen die Interessen der Stadt Amsterdam ließ er keine Werften aber Wohnhäuser bauen.[4] Später kamen Lagerhäuser (Pakhuizen) für Hering, Wein, Tabak, Salz, Teer und Getreide dazu.

1623 kam es nach einer jahrelangen Auseinandersetzung mit der Stadt Amsterdam zum Verkauf der ersten Baugrundstücke auf dem Prinseneiland.[5] Um 1819 gab es circa 940 Lagerhäuser in Amsterdam, wovon 126 auf den Westelijke Eilanden.[6]

Nach dem 18. Jahrhundert wurden noch zahlreiche Schiffswerften und Betriebe für Schiffszubehör gebaut.[7] Die drei Inseln sind seit 2011 Wohnviertel. Die früheren Lagerhäuser sind renoviert und in Appartements aufgeteilt.

Literatur

  • Philip Snijder, Sonntagsgeld (Roman über eine späte Kindheit auf Bickerseiland in den 1960er Jahren.). Claassen, November 2008. ISBN 978-35-4600-434-3
  • Herman Souer, De Westelijke en Oostelijke Eilanden. Uniepers, Juli 2006. ISBN 978-90-6825-310-8
  • Jaap-Evert Abrahamse, De grote uitleg van Amsterdam. Stadsontwikkeling in de zeventiende eeuw. Seite 44, 93, 94, 281. Uitgeverij Toth, Februar 2011. ISBN 978-90-6868-491-9

Weblinks

Commons: Westelijke Eilanden (Amsterdam) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Kerncijfers wijken en buurten 2022. In: StatLine. CBS, 2. September 2022, abgerufen am 16. Oktober 2022.
  2. Kunsteilanden Amsterdam Geschichte der Westelijke Eilanden, abgerufen am 19. Januar 2013 (niederländisch)
  3. Vgl. hierzu: J.E. Abrahamse, De grote uitleg van Amsterdam. Seite 44
  4. Vgl. hierzu: J.E. Abrahamse, J.E., De grote uitleg van Amsterdam. Seite 93–94
  5. Vgl. hierzu: J.E. Abrahamse, De grote uitleg van Amsterdam. Seite 281
  6. Informationen über die Lagerhäuser. Geschichte der Westelijke Eilanden. Mit Fotos. Niederländisch, abgerufen am 15. Juni 2011
  7. Geschichte vom Westerdok. Mit Informationen über die Westelijke Eilanden. Niederländisch, abgerufen am 15. Juni 2011

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Prinseneiland 2.jpg
Prinseneiland ("Prince's Island") in Amsterdam.
Prinseneiland 4.jpg
Viewing south towards Prinseneiland ("Prince's Island") in Amsterdam. The photo was taken from the bridge to Realeneiland.
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