Star Trek

Star Trek (deutsch etwa: Sternenreise, Sternentreck) ist ein US-amerikanisches Science-Fiction-Franchise der Paramount Pictures. Es basiert auf der von Gene Roddenberry erdachten Fernsehserie Raumschiff Enterprise, die unter dem Titel Star Trek in den USA von 1966 bis 1969 ausgestrahlt wurde. Das Franchise umfasst acht Realfilmserien und mehrere animierte mit zusammen über 900 Episoden, einem Hörspiel sowie 13 Kinofilme und einen VoD-Film. Die zum Franchise gehörenden Comics[1] und Romane und Kurzgeschichten gehören überwiegend nicht zum Kanon.
Raumschiff Enterprise, Die Enterprise und die ersten sechs Kinofilme spielen im 23. Jahrhundert. Einen Neubeginn für Star Trek im Fernsehen stellte die ab 1987 ausgestrahlte und hinsichtlich der Zuschauerzahlen erfolgreichste Serie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert dar, die im 24. Jahrhundert spielt. Basierend auf ihrem Erfolg entstanden die Ablegerserien Star Trek: Deep Space Nine und Star Trek: Raumschiff Voyager sowie vier weitere Kinofilme, die im selben Jahrhundert angesiedelt sind. 2001 folgte die im 22. Jahrhundert spielende Prequel-Serie Star Trek: Enterprise. Ein Reboot stellte der 2009 erschienene, elfte Kinofilm Star Trek dar. Er bildete den Auftakt zu weiteren Filmen, die im 23. Jahrhundert, allerdings in einer neuen Zeitleiste spielen. 2017 startete die Fernsehserie Star Trek: Discovery, die wieder in der ursprünglichen Zeitleiste im 23. Jahrhundert spielt. 2020 begannen die Serien Star Trek: Picard und Star Trek: Lower Decks, 2021 Star Trek: Prodigy; alle drei spielen im 24. Jahrhundert. 2022 kam die Serie Star Trek: Strange New Worlds hinzu, die wiederum im 23. Jahrhundert spielt. 2025 kamen die Kinderserie Star Trek: Scouts und das Hörspiel Star Trek: Khan hinzu.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen meistens Besatzungsmitglieder eines oftmals Enterprise genannten Raumschiffs oder einer Raumstation. Sie gehören überwiegend zur „Vereinigten Föderation der Planeten“, einer Allianz von Völkern der Milchstraße. Erzählt wird von ihrer Begegnung mit fremden Lebensformen und astrophysikalischen Phänomenen. Dabei werden soziale, politische, philosophische und ethische Probleme thematisiert.
Zu den wichtigsten Auszeichnungen für die Serien und Filme gehören 33 Emmy Awards, ein Oscar und mehrere Hugo Awards. In den 1990er Jahren erreichte die durch Das nächste Jahrhundert ausgelöste Begeisterungswelle ihren Höhepunkt. Fans nahmen verstärkt an Conventions teil und organisierten sich in Fanklubs. Es entstanden Fan-Fiction-Geschichten, Merchandising-Produkte wie etwa Spiele und Modellbausätze, aber auch Wikis wie Memory Alpha. Star Trek wurde in den 1990ern zur lukrativsten Einnahmequelle für Paramount Pictures.[2]
Überblick über Serien und Filme
Serien
| Nr. | Deutscher Fernsehtitel (Engl. Originaltitel)3 | Serienform | Kürzel | US-Erstveröff. | Jahre der Handlung | Episoden (Staffeln) | Showrunner |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Raumschiff Enterprise (Star Trek) | Realfilm | TOS | 1966–1969 | 2265–2269 | 791 (3) | – |
| 2 | Die Enterprise (Star Trek: The Animated Series) | Zeichentrick | TAS | 1973–1974 | 2269–2270 | 22 (2) | − |
| 3 | Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert (Star Trek: The Next Generation) | Realfilm | TNG | 1987–1994 | 2364–2370 | 178 (7) | Gene Roddenberry (Folge 1.01–1.18), Maurice Hurley (Folge 1.19–2.22), Michael Wagner (Folge 3.01–3.04), Michael Piller (Folge 3.05–6.26), Jeri Taylor (Staffel 7) |
| 4 | Star Trek: Deep Space Nine | Realfilm | DS9 | 1993–1999 | 2369–2375 | 176 (7) | Michael Piller (Staffel 1–2), Ira Steven Behr (Staffel 3–7) |
| 5 | Star Trek: Raumschiff Voyager (Star Trek: Voyager) | Realfilm | VOY | 1995–2001 | 2371–2378 | 172 (7) | Michael Piller (Staffel 1), Jeri Taylor (Staffel 1–4), Brannon Braga (Staffel 5–6), Kenneth Biller (Staffel 7) |
| 6 | Star Trek: Enterprise2 | Realfilm | ENT | 2001–2005 | 2151–2155 | 98 (4) | Brannon Braga (Staffel 1–4), Manny Coto (Staffel 4) |
| 7 | Star Trek: Discovery | Realfilm | DSC | 2017–2024 | 2256–2258 3188–3191 | 65 (5) | Gretchen J. Berg (Staffel 1), Aaron Harberts (Staffel 1), Alex Kurtzman (ab Staffel 2), Michelle Paradise (ab Staffel 3) |
| 8 | Star Trek: Short Treks[3] | teils Realfilm, teils Animation | ST | 2018–2020 | Verschiedene | 10 (2) | Alex Kurtzman Heather Kadin Akiva Goldsman Frank Siracusa John Weber Eugene Roddenberry Trevor Roth |
| 9 | Star Trek: Picard | Realfilm | PIC | 2020–2023 | 2024 2399–2402 | 30 (3) | Michael Chabon (Staffel 1), Akiva Goldsman (ab Staffel 2), Terry Matalas (ab Staffel 2) |
| 10 | Star Trek: Lower Decks | Animation, Comedy | LD | 2020–2024 | 2380–2382 | 50 (5) | Mike McMahan |
| 11 | Star Trek: Prodigy | Animation, Kinderserie | PRO | 2021–2024 | 2383–2385 | 40 (2) | Kevin Hageman, Dan Hageman |
| 12 | Star Trek: Strange New Worlds | Realfilm | SNW | seit 2022 | 2259– | 20+ (2+) | Akiva Goldsman |
| 13 | Star Trek: Very Short Treks[4] | Animation, Parodie | VST | 2023 | Verschiedene4 | 5 (1) | |
| 14 | Star Trek: Scouts[5][6][7] | Animation, Kinderserie | SCO[8] | seit 2025 | N. N. | 20 (1)[9] | |
| 15 | Star Trek: Starfleet Academy (in Arbeit) | Realfilm | SFA | 2026 | 32. Jahrhundert | 10+ (1+) | Alex Kurzman, Noga Landau |
1 Der 1964/1965 produzierte und erst 1988 erstausgestrahlte Pilotfilm Der Käfig zählt nicht mit zu den drei Staffeln von Raumschiff Enterprise.
2 Nach der zweiten Staffel wurde die Serie Enterprise in Star Trek: Enterprise umbenannt.
3 Der englische Originaltitel ist in Klammern angegeben, sofern er vom deutschen Fernsehtitel abweicht, und entspricht anderenfalls dem deutschen Fernsehtitel.
4Die Serie Star Trek: Very Short Treks ist eine nicht kanonische Serie
Filme
| Nr. | Deutscher Titel | Englischer Originaltitel | Filmjahr | Jahre der Handlung | Besatzung und Hauptfiguren | Zeitleiste | Regie | Drehbuch |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kinofilme | ||||||||
| I | Star Trek: Der Film | Star Trek: The Motion Picture | 1979 | 2273 | Besatzung der Serie | Hauptzeitleiste | Robert Wise | Harold Livingston |
| II | Star Trek II: Der Zorn des Khan | Star Trek II: The Wrath of Khan | 1982 | 2285 | Nicholas Meyer | Jack B. Sowards | ||
| III | Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock | Star Trek III: The Search for Spock | 1984 | 2285 | Leonard Nimoy | Harve Bennett | ||
| IV | Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart | Star Trek IV: The Voyage Home | 1986 | 2286, 1986 | Harve Bennett, S. Meerson, P. Krikes, N. Meyer | |||
| V | Star Trek V: Am Rande des Universums | Star Trek V: The Final Frontier | 1989 | 2287 | William Shatner | David Loughery | ||
| VI | Star Trek VI: Das unentdeckte Land | Star Trek VI: The Undiscovered Country | 1991 | 2293 | Nicholas Meyer | Nicholas Meyer, Denny Martin Flinn | ||
| VII | Star Trek: Treffen der Generationen | Star Trek: Generations | 1994 | 2371, 2293 | Besatzung der Serie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert | David Carson | Ronald D. Moore, Brannon Braga | |
| VIII | Star Trek: Der erste Kontakt | Star Trek: First Contact | 1996 | 2373, 2063 | Jonathan Frakes | |||
| IX | Star Trek: Der Aufstand | Star Trek: Insurrection | 1998 | 2375 | Michael Piller | |||
| X | Star Trek: Nemesis | Star Trek: Nemesis | 2002 | 2379 | Stuart Baird | John Logan | ||
| XI | Star Trek | Star Trek | 2009 | 2233–2258 (Kelvin-Zeitlinie), 2387 | Besatzung der Serie | Kelvinzeitlinie | J. J. Abrams | Alex Kurtzman, Roberto Orci |
| XII | Star Trek Into Darkness | Star Trek Into Darkness | 2013 | 2259–2260 (Kelvin-Zeitlinie) | Alex Kurtzman, R. Orci, D. Lindelof | |||
| XIII | Star Trek Beyond | Star Trek Beyond | 2016 | 2263 (Kelvin-Zeitlinie) | Justin Lin | Simon Pegg, D. Jung, R. Orci, J. D. Payne, P. McKay | ||
| VoD-Filme | ||||||||
| XIV | Star Trek: Sektion 31 | Star Trek: Section 31 | 2025 | Frühes 24. Jahrhundert | Imperatorin Philippa Georgiou aus Star Trek: Discovery | Hauptzeitleiste, Spiegeluniversum | Olatunde Osunsanmi | Craig Sweeny, Bo Yeon Kim, Erika Lippoldt |
Sonstige Produktionen
| Titel | Filmjahr | Hintergrund |
|---|---|---|
| Der Käfig (The Cage) | 1965/1986 | abgelehnter Pilotfilm der Originalserie, erst 1986 veröffentlicht |
| The Young Hunter - A Klingon Folktale | 2003 | Pilotfolge der nicht realisierten Serie Star Trek: Fables and Folklore[10] |
| Star Trek Logs | 2020 | Instagram-Serie, die Bilder und Logbücher verschiedener Serien kombiniert[11] |
Hörspiel
2025 wurde das erste Hörspiel veröffentlicht, unter dem Namen Star Trek: Khan. Es erzählt die Geschichte zwischen der originalen Serie und dem zweiten Kinofilm.[12][13]
Inhalt und Handlung
→ Siehe auch: Völker und Gruppierungen im Star-Trek-Universum, Orte im Star-Trek-Universum, Zeitleisten von Star Trek, Raumschiffe und Raumstationen im Star-Trek-Universum, Star-Trek-Technologie
Der Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry war ein Fürsprecher egalitärer Politik und benutzte die Serien häufig, um seine Vision einer auf diesen Prinzipien basierenden zukünftigen Gesellschaft zu vermitteln. Star Trek beschreibt eine utopische Zukunft, in der die Menschheit enorme soziale und technische Fortschritte erzielt hat. Erzählt werden die Geschichten von Schiffsmannschaften und Mitreisenden auf Raumschiffen und -stationen der wissenschaftlichen und militärischen Sternenflotte. Die Menschheit hat die meisten der heutigen Probleme, wie etwa soziale Ungleichheit, Rassismus, Intoleranz, Armut und Krieg, überwunden. Auch Kapitalismus und Geldfunktion existieren nicht mehr.[14] Die Menschheit ist zu einer globalen Einheit herangewachsen und besiedelt über die Erde hinaus weitere Planeten. Dabei verfolgt sie das Prinzip der friedlichen Koexistenz mit anderen Lebensformen. Die intelligenten Lebewesen im Star-Trek-Universum unterscheiden sich in Bezug auf ihre Ethik und Gesellschaftsform. Zu den in Star Trek gezeigten kosmischen und astrophysikalischen Objekten gehören Singularitäten, Räume, die absolut leer sind, Wurmlöcher und Nebel aus Dunkler Materie. Auch reale und derzeit bekannte Objekte sind Teil des Star-Trek-Universums; so gibt es immer wieder Erwähnungen von Andromeda und M33 sowie von Rigel und Wolf 359. Besonders ab dem 24. Jahrhundert ist die „Oberste Direktive“ der wichtigste politische Grundsatz der Föderation. Sie enthält ein verbindliches Nichteinmischungsprinzip in die internen Angelegenheiten anderer Zivilisationen, ganz besonders, solange diese noch keine Warp-Technologie entwickelt haben, selbst wenn dies unter besten Absichten geschähe.
21. Jahrhundert

Der in der Zeit zurückgereiste Jean-Luc Picard und seine Crew wollen im Jahr 2024 eine Abweichung im historischen Verlauf verhindern. Dabei sichern sie den Start einer Weltraummission unter Beteiligung von Renée Picard, deren Gelingen für die weitere Entwicklung der Menschheit von Bedeutung ist. Der Genetiker Adam Soong versucht, den Ablauf dieser Mission zu stören. Gleichzeitig kommt es zur Verschmelzung von Agnes Jurati mit der Borg-Königin, aus der ein neuer Zweig des Kollektivs hervorgeht. (→ Star Trek: Picard)
Im Jahr 2053 endet der Dritte Weltkrieg, durch den mehrere Hundert Millionen Menschen gestorben und etliche Staatsregierungen verschwunden sind. Zehn Jahre später, am 5. April 2063,[15] gelingt es den Menschen mit dem ersten Überlicht-Raumschiff mit in den Weltraum zu starten, was dazu führt, dass sie erstmals Kontakt mit Außerirdischen (den Vulkaniern) haben (→ Der erste Kontakt). In den folgenden Jahrzehnten entwickeln die Menschen den Warp-Antrieb für noch höhere Geschwindigkeiten weiter.
22. Jahrhundert
In der Mitte des 22. Jahrhunderts kooperieren die Menschen im Hinblick auf die Erforschung des Weltraums mit den Vulkaniern. Als Mittel für die Erforschung des Alls, aber auch zur Verteidigung, dient den Menschen die Sternenflotte. Diese entsendet das Warp-5-Raumschiff Enterprise NX-01 unter dem Kommando von Captain Jonathan Archer. Die Besatzung kommt dabei in Kontakt mit intelligenten Spezies wie den Klingonen, Romulanern, den Suliban und betritt dabei auch besiedelte Planeten. Im Jahr 2153 greift die Spezies Xindi die Erde an und tötet Millionen Menschen. Die Enterprise kann dem Treiben der Xindi schließlich ein Ende bereiten. (→ Star Trek: Enterprise)
In den 50er Jahren des 22. Jahrhunderts findet der Krieg zwischen der Erde (unterstützt von einer Koalition von Vulkaniern, Andorianern und Tellariten) und dem Romulanischen Imperium statt. Als Resultat dieses Krieges wird eine neutrale Zone zwischen der Erde (später der Föderation) und dem Romulanischen Imperium vereinbart. (→ Star Trek: Enterprise, Raumschiff Enterprise)
2161 gründen Menschen, Vulkanier, Andorianer und Tellariten die Vereinigte Föderation der Planeten - mit dem gemeinsamen Ziel friedlicher Koexistenz, darunter Handel, Forschung und Wissenschaft - in die später auch andere Kulturen aufgenommen werden. Sie handelt politisch nach dem Grundsatz der Multilateralität. Raumschiffe der Sternenflotte erhalten meist Namen von Staaten, Städten, Flüssen, Persönlichkeiten und historischen Schiffen wie z. B. Enterprise, Constitution, Yamato oder Akagi. Die Milchstraße ist bei Star Trek kartografisch in die vier Quadranten eingeteilt. Das Sonnensystem befindet sich auf der Grenze zwischen Alpha- und Beta-Quadrant.
23. Jahrhundert
Im Jahr 2254 empfängt die U.S.S. Enterprise NCC-1701 unter dem Kommando von Captain Christopher Pike ein Notsignal vom Planeten Talos IV. Dieses Notsignal stellt sich als Falle der Talosianer heraus (→ Der Käfig).
2256 versucht der Klingone T’Kuvma die rivalisierenden klingonischen Häuser zu einen, um einen Zerfall des Klingonischen Imperiums zu verhindern. Um dies zu erreichen, zettelt er einen Krieg mit der Föderation an. Die U.S.S. Discovery mit der Offizierin Michael Burnham und unter dem Kommando des ungewöhnlichen Captain Gabriel Lorca spielt bei der Lösung des Krieges eine gewichtige Rolle. Schließlich schafft es die Discovery, den Krieg zu beenden. Da Captain Pikes Enterprise stark beschädigt ist, übernimmt er das Kommando über die Discovery, um die Herkunft von geheimnisvollen Signalen zu lösen. Man findet heraus, dass die Signale einen Weg aufzeigen, um die künstliche Intelligenz „Control“ daran zu hindern, jegliches Leben im Universum zu vernichten. Am Ende kann das Universum gerettet werden, indem die Discovery mit für Control wichtigen und nicht löschbaren Daten in die ferne Zukunft flüchtet. Auf dem Weg dorthin kann Control bereits vernichtet werden. (→ Star Trek: Discovery)
2259 lebt Pike zurückgezogen auf der Erde. Admiral Robert April, Pikes Vorgänger als Captain der Enterprise, kann ihn überzeugen, wieder das Kommando über die Enterprise zu übernehmen und Pike bricht mit der Enterprise zu neuen Missionen auf. Obwohl der Krieg mit dem Klingonischen Imperium zu Ende ist, gibt es immer wieder Konflikte, z. B. mit der Gorn-Hegemonie und den Orionern. (→ Star Trek: Strange New Worlds)
2265 entsendet die Föderation die Enterprise auf eine 5-Jahres-Mission zur Erforschung des Alls. Das Kommando hat Captain James T. Kirk. Sein Wissenschafts- und Erster Offizier ist der halb menschliche, halb vulkanische Commander Spock, der bereits zuvor unter Captain Pike diente. In den fünf Jahren gibt es mehrere Konflikte mit dem Romulanischen Sternenimperium und dem Klingonischen Imperium. Während der Mission entdeckt die Crew auch den gentechnisch erzeugten Übermenschen Khan, der für die „Eugenischen Kriege“ am Ende des 20. Jahrhunderts mitverantwortlich ist. Da sich Khan und seine Mannschaft als Bedrohung für die Enterprise erweisen, setzt Kirk sie auf dem Planeten Ceti Alpha V aus. (→ Raumschiff Enterprise, Die Enterprise)
2273 setzt die Föderation die Enterprise ein, um die Bedrohung der Erde abzuwenden, die von einer gigantisch großen, durch das All treibenden Wolke ausgeht. Die Enterprise-Crew kann den Auftrag unter dem Kommando des zum Admiral beförderten Kirk erfolgreich durchführen. (→ Star Trek: Der Film)
2285 will Khan sich an Kirk rächen und bemächtigt sich der von der Föderation entwickelten „Genesistechnologie“, die Terraforming ermöglicht. Spock kann die Enterprise retten, setzt sich dabei aber einer tödlichen Dosis Radioaktivität aus. (→ Star Trek II – Der Zorn des Khan)
Es stellt sich heraus, dass Spock vor seinem Tod seinen Geist in Schiffsarzt Dr. McCoy übertragen hat. Um Spocks durch „Genesis“ wiederbelebten Körper zurückzuholen und mit seinem Geist wiederzuvereinen, will Kirk zum Planeten Genesis fliegen. Das Sternenflottenkommando verbietet es ihm. Daraufhin stiehlt er zusammen mit seiner Mannschaft die Enterprise aus dem Raumdock. Auf dem Weg nach Genesis wird die Enterprise von Klingonen angegriffen. Die Crew zerstört die Enterprise per Selbstzerstörung und kann sich eines klingonischen Raumschiffes bemächtigen. Schließlich findet sie Spocks regenerierten Körper. (→ Star Trek III – Auf der Suche nach Mr. Spock)
Nachdem Spocks Körper mit seiner Seele wiedervereint ist, wird die Erde von einer fremden Raumsonde bedroht, die mit Buckelwalen kommunizieren will, die zu dieser Zeit ausgestorben sind. Daraufhin begibt sich Kirks Crew auf dem gekaperten klingonischen Schiff mittels Zeitsprung ins Jahr 1986. Es gelingt ihr, zwei Buckelwale ins Jahr 2286 zu holen und somit die Erde zu retten. Als „Bestrafung“ für das Stehlen der Enterprise aus dem Raumdock wird Kirk zum Captain degradiert und erhält das Kommando über das neu gebaute Raumschiff und Folgemodell Enterprise-A. (→ Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart)
Auf diesem Raumschiff ist Kirk mit seiner Crew im Jahr 2287 unterwegs, um eine Geiselnahme zu beenden. Diese stellt sich als Falle des von seinem Volk ausgestoßenen, weil emotionalen Vulkaniers Sybok heraus, de sich der Enterprise bemächtigt. Damit fliegt er zum Planeten „Sha Ka Ree“, auf dem er Gott vermutet, aber schließlich erkennen muss, dass er sich darin geirrt hat. (→ Star Trek V – Am Rande des Universums)
Vier Jahre danach werden Kirk und McCoy Opfer einer Verschwörung, die die Friedensgespräche zwischen der Föderation und den Klingonen zu sabotieren versucht. Durch Ermittlungen kann die Enterprise-Crew dem Treiben ein Ende bereiten und geht anschließend in Rente. (→ Star Trek VI – Das unentdeckte Land)
2293 nimmt Kirk als Gast am Jungfernflug der Enterprise-B teil, die in einem erscheinenden Energieband namens Nexus zerstört zu werden droht. Als es Kirk durch technische Modifikationen schafft, der Enterprise zur Flucht zu verhelfen, wird der Schiffsteil, in dem er sich aufhält, zerstört und Kirk zum Anschein aller getötet. Tatsächlich gerät er dabei jedoch in den Nexus, einen zeitlosen Ort voller Glückseligkeit. (→ Star Trek: Treffen der Generationen)
24. Jahrhundert
In der ersten Hälfte des 24. Jahrhunderts wird ein Friedensvertrag zwischen dem Klingonischen Reich und der Föderation ausgehandelt.
2324 wird Philippa Georgiou von Sektion 31 rekrutiert, einer geheimen Abteilung der Sternenflotte. Unter dem Decknamen „Madame du Franc“ arbeitet sie auf der Raumstation Baraam mit einem Team von Agenten zusammen, um die Superwaffe Godsend zu finden und unschädlich zu machen. Dabei trifft sie auf San, den sie im Spiegeluniversum als Kind versklavt hatte und der nun Rache sucht. San versucht, die Godsend einzusetzen, um das Prime-Universum zu vernichten. In der finalen Auseinandersetzung gelingt es Georgiou und ihrem Team, die Waffe durch ein Wurmloch zu neutralisieren. San kommt dabei ums Leben, und Sektion 31 setzt ihre geheimen Operationen fort.[16] (→ Star Trek: Section 31)
Im Jahr 2355 kommt es im Maxia-Zeta-System zur von den Ferengi sogenannten Schlacht von Maxia, als die U.S.S. Stargazer unter Captain Picard ein getarntes Ferengi-Schiff zerstört, nachdem sie unbemerkt in den Raum der Ferengi eingedrungen war. (→ Das nächste Jahrhundert)
Im Jahr 2364 stellt die Föderation das neue Sternenflottenraumschiff Enterprise (D) in Dienst. Das von Captain Picard kommandierte Raumschiff ist wesentlich größer und erfüllt ebenfalls den Auftrag, fremde Welten, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen zu entdecken. Zu solchen Lebensformen gehören auch die Borg – Lebewesen-Maschinen-Hybriden, deren Selbstverständnis es ist, andere Kulturen in ihr Kollektiv zu assimilieren und sich so weiterzuentwickeln. Auf der ersten Mission findet der erste Kontakt mit einem Q statt, dieser stellt die Besatzung der Enterprise stellvertretend für die Menschheit vor Gericht.[17] Im selben Jahr findet der offizielle erste Kontakt mit den Ferengi statt.[18] 2366 planen die Borg, die Erde anzugreifen. Zahlreiche Föderationsraumschiffe werden zerstört und Picard wird vorübergehend assimiliert. Jedoch kann die Enterprise das Borgschiff letztlich besiegen (→ Das nächste Jahrhundert: In den Händen der Borg und Angriffsziel Erde). Im Rahmen ihrer Mission nimmt die Crew auch eine vermittelnde und unterstützende Funktion in Konflikten zwischen anderen Kulturen ein. (→ Das nächste Jahrhundert)
Zu den Kulturen des 24. Jahrhunderts gehören auch die Bajoraner, die jahrzehntelang unter der gewaltsamen Unterdrückung durch die Cardassianer litten. Sie nehmen sie die Hilfe der Föderation an und übernehmen 2369 zusammen mit Sternenflotten-Offizieren die Raumstation ihrer ehemaligen Besatzer. Kommandant der in Deep Space Nine umbenannten Raumstation ist der Sternenflottenoffizier Benjamin Sisko. Die Station befindet sich im Alpha-Quadranten, in der Nähe eines Wurmloches, das eine Abkürzung in den weit entfernten Gamma-Quadranten ermöglicht. Die Station wird von verschiedenen Spezies besucht und ist mitunter in politische und religiöse Machtkämpfe involviert. Nach ihrem Erstkontakt mit dem im Gamma-Quadranten beheimateten und von den formwandelnden Gründern angeführten Dominion werden die Völker des Alpha-Quadranten einem Krieg ausgesetzt. Zu Verteidigungszwecken erhält Sisko das Kommando über das Kriegsraumschiff Defiant. (→ Star Trek: Deep Space Nine)
2371 wird das neue Föderationsraumschiff Voyager unter Captain Kathryn Janeway in eine 70.000 Lichtjahre entfernte Gegend des Delta-Quadranten verschlagen und ist gezwungen, eine lange Heimreise anzutreten. Auf ihrem Flug in Richtung Erde wird die Crew wiederholt mit unbekannten, teils bedrohlichen Spezies konfrontiert. Nach über sechs Jahren Flugzeit, gelingt der Voyager letztendlich die Heimkehr zur Erde. (→ Raumschiff Voyager)
Ebenfalls 2371 nimmt der Wissenschaftler Dr. Soran die Vernichtung von Planeten und deren Bewohnern in Kauf, um in den Nexus zu gelangen, weshalb Picard und die Crew der Enterprise ihn davon abzuhalten versuchen. Dabei kommt es zur Zerstörung der Antriebssektion des Schiffes und zur Notlandung seiner Untertassensektion, die die Crew in der Folge aufgeben muss. Gezwungenermaßen in den Nexus gelangt, bittet Picard den dort befindlichen Kirk dazu, ihm zu helfen, Soran rückwirkend aufzuhalten. Gemeinsam können sie ihn besiegen, dabei stirbt allerdings Kirk. (→ Star Trek: Treffen der Generationen)
2373 eskaliert der Konflikt zwischen der Föderation und dem Dominion, dem sich nun auch die Cardassianer, später auch die Bren, angeschlossen haben, und ein interstellarer Krieg bricht aus. Die Sternenflotte erleidet große Verluste und Klingonen sowie das romulanische Sternenimperium treten schließlich auf Föderationsseite in den Krieg ein. (→ Star Trek: Deep Space Nine)
Im Jahr 2373 kommt es zu einer erneuten Konfrontation der Föderation mit den Borg. Dabei folgt die von Picard und seiner Mannschaft übernommene, neu in Dienst gestellte Enterprise-E einem Borg-Schiff auf dessen Zeitreise in das Jahr des ersten Kontakts der Menschen mit Vulkaniern. Die Crew schafft es, die Borg davon abzuhalten, den ersten Kontakt und somit die Entdeckung des Alls durch die Menschheit zu verhindern. (→ Der erste Kontakt)
2375 kämpft Picard mit seiner Mannschaft gegen die Son’a, die die verjüngende Wirkung der Ringe eines Planeten für sich nutzbar machen wollen und dazu dessen Bewohner, die Ba’ku, gewaltsam umsiedeln wollen. (→ Star Trek: Der Aufstand)
Im selben Jahr, nach mehreren Hundert Millionen Todesopfern auf beiden Seiten des Dominion-Krieges, und der Erkenntnis, dass eine geheim operierende Sektion der Föderation (Sektion 31) für einen beabsichtigten Genozid an den Gründern (Wechselbalgern) verantwortlich ist, endet der Krieg. (→ Star Trek: Deep Space Nine)
2379 stellt sich Picard mit seiner Crew und der Enterprise-E gegen Shinzon, einen Klon Picards, der mit einer Superwaffe sämtliches Leben auf der Erde vernichten möchte. (→ Star Trek: Nemesis)
In den 2380er Jahren wird bekannt, dass eine Supernova bevorsteht, die Romulus und die umliegenden Planetensysteme zerstören wird. Die Föderation beschließt ein groß angelegtes Hilfsprogramm und baut eine Flotte von Raumschiffen, mit deren Hilfe 900 Millionen Romulaner umgesiedelt werden sollen. Das Kommando über diese Flotte übernimmt der zum Admiral beförderte Jean-Luc Picard.(→ Star Trek: Picard)
2380 begibt sich die U.S.S. Cerritos mit mehreren jungen Ensigns unter dem Kommando von Captain Freeman auf die Reise. Zu ihren Aufgaben gehören „Zweitkontakte“ mit außerirdischen Spezies. Bei einem Angriff der Pakleds kommt der Cerritos die U.S.S. Titan unter Captain William T. Riker zur Hilfe. 2381 muss Freeman vor der Admiralität antreten, weil Admiral Buenamigo die bemannte California-Klasse durch die neue automatisierte Texas-Klasse ersetzen will. Während eines Wettkampfes zwischen der Cerritos und der Aledo zeigt sich, dass die KI der Texas-Klasse außer Kontrolle gerät und Buenamigo tötet. Am Ende schließen sich zahlreiche California-Schiffe zusammen, besiegen die Aledo und sichern so ihren Platz innerhalb der Sternenflotte. Im selben Jahr wird Mariner (von der Cerritos) von Locarno gefangen, der mit einem gestohlenen Genesis-Gerät eine eigene Flotte aufbauen will. Sie täuscht ihre Loyalität vor, stiehlt das Gerät zurück und flieht, während Locarno sie jagt. Die Cerritos-Crew widersetzt sich Befehlen, sucht Verbündete und eilt ihr zu Hilfe. (→ Star Trek: Lower Decks)
2383 flüchten fünf außerirdische Kinder, darunter ein Tellarit, eine Brikar, eine Vau'N'Akat und ein Meduser, mithilfe des gestrandeten und verlassenen experimentellen Föderationsraumschiffes U.S.S. Protostar von der Tars-Lamora-Gefängnis-Kolonie im Delta-Quadranten. Mithilfe des Kathryn-Janeway-Hologramms machen sie sich auf den Weg, das Universum und die Föderation zu entdecken. Doch Vau'N'Akat hatte eine Waffe, das lebende Konstrukt, auf das Schiff geschmuggelt. Die Crew zerstört die Protostar, um das lebende Konstrukt – eine Waffe, die Föderationsschiffe gegeneinander aufhetzen sollte – unschädlich zu machen. Die Crew überlebt und wird von Admiral Janeway in die Sternenflotte aufgenommen. 2384 bringen die zuvor genannten fünf Kinder an Bord der Voyager-A unter der Führung von Admiral Kathryn Janeway und der Hilfe von Wesley Crusher die Protostar zurück in den Fördertionraum und machen das lebende Konstrukt unschädlich. (→ Star Trek: Prodigy)
2385 greifen jedoch außer Kontrolle geratene Androiden den Mars an und zerstören die im Orbit befindliche Rettungsflotte. Als Konsequenz werden sämtliche künstlichen Lebensformen in der Föderation verboten. Ebenso werden alle weiteren Bemühungen zur Evakuierung von Romulanern eingestellt. Picard quittiert aus Protest seinen Dienst bei der Sternenflotte. Kathryn Janeway konnte trotz des Verbotes von Forschungsmissionen zusammen mit den frisch beförderten Kindern eine Mission beginnen auf der neuen U.S.S. Protostar.(→ Star Trek: Picard, →Star Trek: Short Treks "Kinder vom Mars", → Star Trek: Prodigy)
2387 unternimmt der nach wie vor lebende Spock, mittlerweile Botschafter der Föderation, einen letzten Versuch, durch die Erzeugung eines Schwarzen Lochs die romulanische Supernova aufzuhalten. Er kann aber die Zerstörung von Romulus nicht verhindern. Getrieben von Rache für den dadurch erlittenen Tod seiner Familie, greift der Romulaner Nero mit seinem Raumschiff jenes von Spock an, wobei die Kraft des Schwarzen Loches sie aber in die Vergangenheit wirft. Weil Nero in seiner neuen Aufenthaltszeit, dem Jahr 2233, seine Rache fortsetzt, greift er zunächst das Föderationsraumschiff U.S.S. Kelvin an, durch dessen Zerstörung ein alternativer Verlauf der darauffolgenden Historie geschaffen wird. Dieses entstandene Paralleluniversum wird als „Kelvin-Zeitlinie“ bezeichnet. (→ Star Trek (2009))
2399 lebt Jean-Luc Picard zurückgezogen auf seinem Weingut in Frankreich. Dort trifft er Dahj, die sich als Android aus Fleisch und Blut und als Tochter des 2379 getöteten Data erweist. Nachdem Dahj von Attentätern getötet wird, erfährt Picard, dass sie noch eine Schwester namens Soji hat. Um sie zu retten, sucht Picard mit einer kleinen Crew auf dem Raumschiff La Sirena nach ihr. Nach Sojis Rettung begeben sie sich auf ihren Heimatplaneten, auf dem eine Kolonie von Androiden lebt. Es stellt sich heraus, dass der Angriff auf den Mars von der romulanischen Geheimorganisation Zhat Vash geplant wurde. Der Zhat Vash will alles künstliche Leben vernichten, da seine Mitglieder Aufzeichnungen einer uralten Zivilisation gefunden haben, die von künstlichen Lebensformen vernichtet wurden und sie nun der Meinung sind, dass sich dies wiederholen würde. (→ Star Trek: Picard)
25. Jahrhundert
Im Jahr 2401 wird zunächst eine alternative Realität sichtbar, die von Q geschaffen wurde, in der die Erde als „Konföderation“ eine dominierende Machtstellung einnimmt. Nach der Korrektur der Ereignisse in der Vergangenheit wird die ursprüngliche Zeitlinie wiederhergestellt. In dieser präsentiert sich das durch Jurati geprägte Borg-Kollektiv als neue, kooperationsbereite Formation. Q, der die Geschehnisse ausgelöst hat, stirbt und verabschiedet sich von Picard.(→ Star Trek: Picard) Im selben Jahr erhält Jean-Luc Picard einen Notruf von Beverly Crusher, die von der Gestaltwandlerin Vadic und deren Crew verfolgt wird. Gemeinsam mit William Riker begibt er sich auf die USS Titan-A, wo er erfährt, dass Beverly einen Sohn namens Jack hat, der auch sein Kind ist. Hinter Vadics Angriff steht eine Gruppe abtrünniger Changelings, die mit der Borg-Königin zusammenarbeitet.
Am Frontier Day, an dem die USS Enterprise-F außer Dienst gestellt wird, übernimmt die Borg-Königin mithilfe von Jacks genetischer Besonderheit die Kontrolle über junge Sternenflottenoffiziere. Die alte Besatzung der Enterprise-D vereint sich erneut und kann durch Picards Verbindung zu Jack die Assimilation beenden und die Föderation retten. Die USS Titan-A wird anschließend in USS Enterprise-G umbenannt. Jack tritt in die Sternenflotte ein und wird Teil der neuen Besatzung, während Seven of Nine das Kommando über das Schiff übernimmt.[19] (→ Star Trek: Picard)
32. Jahrhundert
Nach den Temporalen Kriegen wurde nach dem 29. Jahrhundert jede Zeitreisetechnologie vernichtet und verboten. Nachdem Burnham als auch die Discovery aus dem 23. Jahrhundert in die ferne Zukunft gereist sind, treffen sie sich 3189 wieder. Die Besatzung lernt, dass die Föderation aufgrund einer Katastrophe namens „Der Brand“ zerfallen und stark geschrumpft ist. Viele Welten sind nicht mehr Mitglied – selbst die Erde ist kein Mitglied mehr und nicht mehr Hauptquartier der Sternenflotte. Keiner weiß, ob „Der Brand“ ein Angriff war oder ein Naturphänomen. Aufgrund des Brandes sind alle Schiffe mit aktiven Warpantrieben explodiert, und es war daher nicht mehr möglich, die verschiedenen Mitgliedswelten mit Raumschiffen zu erreichen. Schließlich kann die Ursache gefunden werden, und es beginnt der Wiederaufbau der Föderation. 3190 wird die Föderation durch eine Bedrohung namens Dunkelmaterie-Anomalie erschüttert, die ganze Sternensysteme vernichtet. Die Discovery unter Captain Burnham untersucht die Ursache und stößt auf die jenseits der Milchstraße lebende Spezies 10-C. Nach ersten Konflikten erkennt 10-C die Folgen ihres Handelns und ziehen ihre Technologie zurück.[20] In den Jahren 3191–3192 begibt sich die Discovery auf eine Suche nach einer uralten Technologie, die die Grundlage für die Entstehung vieler humanoider Spezies gelegt haben soll. Verschiedene Gruppen wetteifern darum, diese Macht in ihre Hände zu bekommen. Burnham und ihre Crew können das Rätsel lösen, zerstören die Technologie jedoch, damit sie nicht missbraucht wird.[21] (→ Star Trek: Discovery)
Kelvin-Zeitlinie ab 2233
Der 2233 beginnende, alternative Geschichtsverlauf wird als Kelvin-Zeitlinie bezeichnet.[22][23] Im Jahr 2233 wird das Raumschiff Kelvin vom Romulaner Nero angegriffen. George Kirk bringt die Kelvin auf Kollisionskurs mit Neros Raumschiff, um es außer Gefecht zu setzen. Mit seinem Kamikaze-Flug rettet er auch seine schwangere Frau, die später den gemeinsamen Sohn James T. Kirk gebärt. 2258 wird der mittlerweile 25 Jahre alte James T. Kirk zum Captain der Enterprise NCC-1701 ernannt. Mit Hilfe seiner Crew und des aus der Zukunft stammenden, alten Spock kämpft er gegen den immer noch rachsüchtigen Nero. Dieser beabsichtigt, nachdem er die vulkanische Heimatwelt zerstört hat, auch die Erde zu zerstören. Dank der Enterprise-Crew scheitert Nero und stirbt. (→ Star Trek (2009))
Im Folgejahr, 2259, kämpft Kirk mit seiner Crew gegen Khan, den der Oberbefehlshaber der Sternenflotte politisch instrumentalisiert hat. Nach diesem Erfolg bekommen Kirk und seine Mannschaft den Auftrag zu ihrer ersten mehrjährigen Mission zur Erkundung des Alls. (→ Star Trek Into Darkness)
2263 kämpft die Enterprise-Crew erfolgreich gegen einen rachsüchtigen, ehemaligen Captain eines Föderationsraumschiffes, der die Erde und die Föderation mit einer Biowaffe angreifen will. Dabei wird die Enterprise zerstört; das Nachfolgeschiff Enterprise NCC-1701-A wird gebaut (→ Star Trek Beyond).
Hauptfiguren
Die Tabelle nennt die Hauptfiguren der Fernsehserien und ordnet sie den Funktionsbereichen zu, die sie innerhalb der Raumschiffs- bzw. Raumstationsbesatzung der Fernsehserie und ggf. der zugehörigen Kinofilme im Wesentlichen innehaben. Ausnahmen wie zum Beispiel vorübergehende Funktionswechsel sind nicht berücksichtigt. Die Hintergrundfarben verdeutlichen darüber hinaus, ob es sich um eine menschliche (grün), eine außerirdische (rot), eine künstliche (grau) oder um eine halb menschliche und halb nichtmenschliche (orange) Lebensform handelt.
* wiederkehrende Nebenfigur
Entstehungsgeschichte
Ursprüngliche Fernsehserie
Die Idee zu einer Science-Fiction-Serie hatte Gene Roddenberry in den frühen 1960er Jahren. In seinem ursprünglichen Pitch vom 11. März 1964 schrieb er: „Star Trek ist ein Wagon-Train-Konzept – aufgebaut um Figuren, die zu Welten reisen, die ‚ähnlich‘ wie unsere eigene sind.“[24] Die Serie solle in einer „positiven Zukunft“ spielen – eine Bemerkung, die im Zusammenhang mit dem Kalten Krieg, der vorangegangenen Kubakrise und einem zu dieser Zeit realistischerweise zu befürchtenden Atomkrieg zu verstehen ist.
1964 bekam Gene Roddenberry die Möglichkeit, einen Pilotfilm zu drehen. Der Fernsehsender NBC lehnte den Film Der Käfig jedoch aus unterschiedlichen Gründen ab. Die Verantwortlichen bei Paramount hielten die Figurenverteilung für zu mutig und radikal: Eine Frau als Erster Offizier und – mit Blick auf Spock – ein „Außerirdischer, der aussieht wie Satan“, seien dem amerikanischen Fernsehpublikum nicht zumutbar. NBC gab Roddenberry jedoch die Möglichkeit, einen weiteren Pilotfilm zu produzieren unter der Voraussetzung, dass entsprechende Änderungen vorgenommen würden. Erst Ende der 1980er Jahre wurde Der Käfig in seiner eigentlichen Form ausgestrahlt.
Die Zusammensetzung des Ensembles wurde im Folgenden geändert, erhalten blieb jedoch der nach wie vor von Leonard Nimoy gespielte Spock. Mit dieser Umorientierung und Neuverteilung der Rollen ging der wegweisende Gedanke einer Frau in einer Führungsposition vorerst verloren. Der neue Pilotfilm Spitze des Eisbergs wurde vom Fernsehsender akzeptiert und die erste Staffel von Raumschiff Enterprise wurde gedreht. Gesendet wurde diese Folge jedoch als dritte Episode. Die erste für die Staffel produzierte Episode war Pokerspiele, die erste gesendete Episode war Das Letzte seiner Art.
Die Darstellung von Frauen und Minderheiten in der alten Serie war für ihre Zeit fortschrittlich und gewagt. Es gab ein wichtiges weibliches Crewmitglied, gespielt von Nichelle Nichols. Sie war eine der ersten schwarzen Frauen, die eine größere Rolle im US-amerikanischen Fernsehen spielen durfte. Nur zwei Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs hatte Star Trek einen japanischen Offizier, Hikaru Sulu (George Takei). In der zweiten Staffel wurde dann sogar der russische Navigator Pavel Chekov (Walter Koenig) hinzugefügt. Raumschiff Enterprise zeigte auch den ersten Kuss im Fernsehen zwischen einem weißen Mann und einer schwarzen Frau in den Vereinigten Staaten, jedoch verdeckt ein Kopf im letzten Moment die Sicht auf den Kuss – was damals bei Film- und Fernsehküssen üblich war. Viele (südliche) US-Bundesstaaten verboten damals eine Ausstrahlung dieser Folge.
Die Fernsehserie wurde aufgrund mangelnder Einschaltquoten und trotz Protesten von Fans 1969 endgültig eingestellt. Ursprünglich war geplant, die Serie bereits nach der zweiten Staffel (1967/68) einzustellen. Der progressive Charakter der Serie blieb auch bei nachfolgenden Produktionen erhalten. Raumschiff Enterprise erlangte erst durch zahlreiche Wiederholungen in den 1970er Jahren steigende Popularität, die die weitere Entwicklung des Franchise ermöglichten.
Der Weg ins Kino
Die Mondlandung 1969 löste in den USA eine starke Begeisterung für den Weltraum und die Raumfahrt aus. Die beinahe tägliche Wiederholung der Serie in den lokalen Fernsehstationen, ihre ungewöhnliche Art, verpackt in Zukunftsthemen Kritik an damaligen gesellschaftlichen Zuständen (Rassendiskriminierung, Vietnamkrieg etc.) zu üben, und eben jene Weltraumbegeisterung sorgten für eine in den 1970er Jahren stark ansteigende Popularität von Star Trek. Nicht zuletzt deswegen plante NBC eine zweite Serie mit dem Arbeitstitel Star Trek: Phase Two. Die Arbeiten wurden jedoch mit dem Auftakt zu Star Wars ausgesetzt. Mit der zwischen 1973 und 1974 in 22 Episoden produzierten Zeichentrickserie Die Enterprise wurde das Konzept fortgesetzt, welches die Serie der 1960er Jahre begonnen hatte. Viele Schauspieler, wie etwa William Shatner und Leonard Nimoy, wirkten als Synchronsprecher mit. Die Zeichentrickserie wurde 1975 mit einem Emmy ausgezeichnet.
Später fiel die Entscheidung von Paramount Pictures zu Gunsten eines Kinofilms, der mit dem Titel Star Trek: Der Film am 6. Dezember 1979 Premiere hatte. Er wurde von der Kritik nicht besonders gut aufgenommen. Wegen Budgetüberschreitungen bei dem Film hatte Roddenberry ab dem zweiten Film lediglich eine beratende Funktion inne, während Harve Bennett die Leitung übernahm. Die Filme Star Trek II: Der Zorn des Khan (1982), Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (1984) und Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (1986) folgten. 1989 kam der fünfte Spielfilm Star Trek V: Am Rande des Universums in die Kinos, der an den Kinokassen jedoch weit weniger Geld einbrachte als seine Vorgänger. Dennoch folgte 1991 der sechste Film Star Trek VI: Das unentdeckte Land, der sehr offen auf den endenden Kalten Krieg anspielt.
Nach der Produktion des ersten Kinofilms bezeichnete Roddenberry die Zeichentrickserie als Fehler und bestimmte, dass sie in zukünftigen Star-Trek-Produktionen nicht mehr berücksichtigt werden solle. Danach galt die Serie als unkanonisch und damit nicht mehr als Teil des Star-Trek-Universums.[25] Seit der Veröffentlichung auf DVD gehört die Serie allerdings laut CBS und startrek.com wieder zum offiziellen Kanon.
Ab 1987: Neustart im Fernsehen und Ablegerserien
Nach den finanziell erfolgreichen Star-Trek-Kinofilmen aus den 1980er Jahren (siehe unten) beschloss Paramount die Produktion der neuen Fernsehserie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert, die 1987 US-Premiere hatte. Die Handlung spielt rund 100 Jahre nach der von Raumschiff Enterprise, im 24. Jahrhundert. Das neue Raumschiff, die Enterprise-D, ist größer, stärker und moderner. Das für Fernsehserien damals unüblich hohe Budget von rund 2 Mio. US-Dollar pro Episode ermöglichte deutlich bessere Requisiten und Spezialeffekte. Mit zeitgemäßen Trickeffekten des oscarprämierten Effektstudios Industrial Light & Magic wurden neue Standards für Fernsehserien gesetzt.
Die Föderation hat eine Überflusswirtschaft ohne Geld, die durch eine Technologie ermöglicht wird, mit welcher Energie in Nahrungsmittel, komplexe Konstruktionen und jede Art von Materie umgewandelt werden kann (Replikatortechnologie). Arbeit, Kauf und Verkauf sind nicht notwendig, da es keine Knappheit gibt, die die Erfüllung aller materiellen Bedürfnisse und Wünsche begrenzen könnte. Bestimmte Ressourcen sind allerdings immer noch knapp, darunter diejenigen, die zum Überlichtflug benötigt werden. Interstellarer Handel mit diesen Gütern ist nicht unüblich. Gier und Neid sind in dieser Gesellschaft stark reduziert. Die Figuren in Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert erklären oft, dass der Zweck der Föderation und ihrer Arbeit das allgemeine und das persönliche Wohlergehen ist. Viele Folgen greifen philosophische Themen auf, zum Beispiel die Episode Wem gehört Data?, in der über persönliche Rechte eines Androiden verhandelt wird. Die Serie versucht oft, eine pazifistische und tolerante Botschaft zu vermitteln.
Der große Erfolg, den Paramount Pictures mit dieser Serie hatte, führte dazu, dass bis 1994 sieben Staffeln mit insgesamt 178 Episoden produziert wurden. Eine achte Staffel wurde nicht gedreht, um der Seriencrew den Weg auf die Leinwand zu ebnen. 1994 kam so der siebte Star-Trek-Film Star Trek: Treffen der Generationen in die Kinos: Captain Picard aus Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert trifft auf Captain Kirk aus Raumschiff Enterprise. Der Film erhielt mittelmäßige Kritiken, erfüllte jedoch die finanziellen Erwartungen. 1996 kam der achte Film Star Trek: Der erste Kontakt in die Kinos. Mit diesem bis dahin erfolgreichsten Star-Trek-Film hatte sich die Mannschaft um Captain Picard auch im Kino etabliert. 1998 folgte der neunte Kinofilm Star Trek: Der Aufstand, 2002 der zehnte, Star Trek: Nemesis. Dieser vierte Film um die Mannschaft von Jean-Luc Picard war im Kino ein finanzieller Misserfolg und deckte die Kosten erst mit seiner DVD-Veröffentlichung.
Bereits vor Einstellung der Produktion von Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert wurde mit Star Trek: Deep Space Nine 1993 ein weiterer Ableger gestartet. Die Handlung spielt zunächst parallel zu der von Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert. Im Gegensatz zu den vorangegangenen beiden Serien spielt hier die Handlung nicht auf einem Raumschiff, sondern auf einer Raumstation. Die Station liegt im Randbereich des Einflusses der Föderation und gewinnt an strategischer Bedeutung, als sich durch die Entdeckung eines in unmittelbarer Nähe gelegenen Wurmlochs das Tor zum unerforschten Gamma-Quadranten der Milchstraße öffnet. In der dritten Staffel wurde das auf Deep Space Nine stationierte Kriegsschiff USS Defiant als Schauplatz eingeführt, das im weiteren Verlauf immer wichtiger wird. Charakteristisch für die Serie sind zudem eine Vielzahl wiederkehrender Nebenfiguren, das intensive Thematisieren von Politik, Krieg und Religion, das Abweichen von den Star-Trek-typischen Idealen einer friedvollen, kriegsfreien Zukunft und das im Serienverlauf zunehmend von episoden- und staffelübergreifenden Handlungsbögen geprägte Serienformat.
Roddenberry verstarb 1991 vor der Realisierung des Projekts. Sein Nachfolger wurde Rick Berman. Mit Deep Space Nine wandelte sich auch der Charakter Star Treks weg vom allzu Optimistischen: Präsentiert wird eine beschädigte Welt. Erhalten blieb jedoch der ethisch-moralische Diskurs und ein progressiver Charakter: Der kommandierende Offizier ist ein Afro-Amerikaner. Wie bereits in den 1960er Jahren sorgte 1995 eine Szene für einen Skandal. Die Episode, die einen Kuss zweier Frauen zeigt, wurde darum in einigen US-Staaten nicht ausgestrahlt. Deep Space Nine endete nach sieben Staffeln und 176 Episoden im Juni 1999.
Mit dem Ende von Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert begannen die Entwickler mit der Produktion einer fünften Star-Trek-Serie: Star Trek: Raumschiff Voyager. Darin übernimmt nach mittlerweile fast 30 Jahren Star Trek erstmals mit Captain Kathryn Janeway (Kate Mulgrew) eine Frau die Führungsrolle in einer Star-Trek-Serie. Die Serie spielt im selben Zeitrahmen wie Deep Space Nine, jedoch im Delta-Quadranten. Das Raumschiff Voyager wird an einen weit von der Erde entfernten Punkt der Milchstraße verschlagen. Um nach Hause zu gelangen, würde das Raumschiff 75 Jahre benötigen. Die Suche nach einem schnelleren Weg ist der rote Faden der Serie. Dazu arbeiten vormals verfeindete Gruppen Seite an Seite. Voyager startete im Januar 1995 und wurde 2001, nach sieben Staffeln, mit 172 Episoden beendet.
Ab 2001 wurde die sechste Serie Star Trek: Enterprise produziert, wieder unter der Aufsicht Rick Bermans. Sie spielt als Prequel rund einhundert Jahre vor der Handlung von Raumschiff Enterprise und somit vor der Gründung der Vereinigten Föderation der Planeten. Die ersten drei Staffeln brachten ständig sinkende Einschaltquoten und anhaltend schlechte Kritiken, weswegen die Serie für die vierte Staffel nochmals generalüberholt wurde. Die vorgenommenen Änderungen führten allerdings nicht zu einem Quotenaufschwung, woraufhin die Serie im Februar 2005 nach vier Staffeln abgesetzt wurde. Wegen Erfolglosigkeit entließ Paramount auch Rick Berman.
Reboot-Filme 2009 bis 2016
Der elfte Kinofilm Star Trek erschien 2009 und stellt einen Neubeginn für das Star-Trek-Franchise dar. Die Handlung zeigt Ereignisse vor Beginn von Raumschiff Enterprise und damit die Vorgeschichte von deren Hauptfiguren, allerdings in einem alternativen Zeitstrahl. Dadurch wurde es ermöglicht, neue Filme in eine Richtung zu entwickeln, die auch Abweichungen vom bisherigen Kanon zulassen. Regisseur J. J. Abrams besetzte zahlreiche bekannte Rollen mit neuen, jungen Schauspielern. Der elfte Star-Trek-Film Star Trek wurde ein kommerzieller Erfolg und erhielt positive Kritiken. 2013 kam mit Star Trek Into Darkness der zwölfte Star-Trek-Film in die Kinos; er spielt ebenfalls in der Zeitlinie, die im elften Teil erschaffen worden war. Das gilt auch für den 13. Film, Star Trek Beyond, der 2016 erschien.
Bis zum 13. August 2009 spielten alle Star-Trek-Kinofilme weltweit mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar ein,[26] und wurden insgesamt 14-mal für einen Oscar nominiert. Nur durch den Film von 2009 konnte ein Oscar in der Kategorie „Make-Up“ gewonnen werden.
Streaming-Produktionen seit 2017
2017 startete die neue Fernsehserie namens Star Trek: Discovery. Sie war zunächst exklusiv auf dem Streamingdienst CBS All Access abrufbar. Die Serie bildet ein Prequel von Raumschiff Enterprise, spielt aber im Hauptzeitstrahl, d. h. nicht in der alternativen Kelvin-Zeitlinie, die in den seit 2009 erschienenen Kinofilmen etabliert wurde.
Ab 2018 erschienen mit Star Trek: Short Treks Kurzgeschichten, die einzelne Figuren aus dem Universum beleuchten.
2020 startete die neue Serie Star Trek: Picard. Diese spielt zwanzig Jahre nach dem Film Star Trek: Nemesis, und die Figur Jean-Luc Picard aus Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert hat wieder eine zentrale Rolle.[27]
2020 startete eine neue, animierte Fernsehserie namens Star Trek: Lower Decks.[28] Es handelt sich dabei um eine reine Comedy-Serie, die von Mike McMahan entwickelt wird, der bereits als Drehbuchautor bei Rick and Morty tätig war.[29]
2021 begann die Ausstrahlung einer weiteren Animationsserie mit dem Titel Star Trek: Prodigy.[30] Sie war für ein jüngeres Publikum gedacht und wurde von Kevin und Dan Hageman für den Sender Nickelodeon entwickelt.[31]
2020 bestätigte CBS, dass es eine neue Realfilm-Serie mit dem Titel Star Trek: Strange New Worlds geben soll. Die Ausstrahlung begann 2022.[32] Die Serie nimmt die Figuren Captain Pike (Anson Mount), Nummer Eins (Rebecca Romijn) und Lieutenant Spock (Ethan Peck) aus Star Trek: Discovery wieder auf und zeigt ihre Abenteuer an Bord der USS Enterprise.[33]
2023 begann die Produktion des ursprünglich als Serie geplanten Streaming-Films Star Trek: Sektion 31. Dieser erzählt die Geschichte der Geheimorganisation Sektion 31. Michelle Yeoh, die bereits in Star Trek: Discovery zu sehen war, wurde für die Hauptrolle engagiert. Das Drehbuch stammt von Craig Sweeny, Regie führte Olatunde Osunsanmi.[34] Der Film erschien 2025 auf Paramount+.
Geplante Produktionen
2022 bestätigte Alex Kurtzman, dass an einer neuen Serie gearbeitet würde. 2023 gab Paramount+ bekannt, dass die Sternenflottenakademie im Mittelpunkt der Handlung stehen soll. Die Produktion begann unter der künstlerischen Leitung von Alex Kurtzman und Noga Landau beginnen.[35] Die Idee einer Akademie-Serie war seit den 1980er Jahren mehrfach vorgebracht und wieder auf Eis gelegt worden.[36]
2024 wurde bekanntgegeben, dass unter der künstlerischen Leitung von Justin Simien und Tawny Newsome eine im Star-Trek-Universum spielende Realfilm-Comedyserie entwickelt werden soll.[37]
Auch weitere Kinofilme sind grundsätzlich geplant, jedoch bislang nicht über ein frühes Entwicklungsstadium hinausgekommen. Bereits um das Premieredatum von Star Trek Beyond herum kündigte Paramount einen weiteren Film an, der die Abenteuer der Enterprise in der Kelvin-Zeitlinie fortsetzen sollte. Durch den Tod von Hauptdarsteller Anton Yelchin, den Wechsel der geplanten Drehbuchautoren und Regisseure sowie Schwierigkeiten bei Gagenverhandlungen kam es mehrfach zu Verzögerungen. 2020 wurde die Produktion dieses Films zunächst auf unbestimmte Zeit zurückgestellt. Nach einem weiteren Anlauf strich Paramount ihn 2022 erneut aus seinen Planungen. 2024 gab Paramount bekannt, dass an den Plänen für eine Fortsetzung von Star Trek Beyond nach wie vor festgehalten wird und dass dieser den Abschluss der in der Kelvin-Zeitlinie spielenden Filmreihe bilden soll.[38]
Parallel hierzu wird an einem weiteren Film gearbeitet, dessen Handlung einige Jahrzehnte vor den Ereignissen von Star Trek (2009) spielen soll. Dieser Film soll von J. J. Abrams produziert werden, Seth Grahame-Smith soll das Drehbuch schreiben und Toby Haynes Regie führen.[38]
Kritik, Interpretation und Analyse
Journalistische Stimmen
Die ursprüngliche Star-Trek-Serie Raumschiff Enterprise wurde bezüglich ihrer Hauptfiguren als eindimensional kritisiert. Der Filmkritiker Georg Seeßlen zum Beispiel meinte in der epd Film 1999, dass die Figuren manchmal auf „geradezu lächerliche Weise plakativ wirken“ müssten.[39] Die Folgeserie Das nächste Jahrhundert erhielt von Kritikern ab der dritten Staffel Lob für eine Verbesserung des Erzählstils und für mehr Vielschichtigkeit als in den ersten beiden Staffeln bzw. in Raumschiff Enterprise.[40][41] Deep Space Nine wurde anfangs von Fans als zu philosophisch und intellektuell kritisiert[42], in späteren Beurteilungen aber etwa für episodenübergreifende Handlungsstränge gelobt.[43]
Es wurde geurteilt, dass Star Trek als Fernsehserie besser funktioniere als im Format eines Kinofilms. In der Zeitschrift Wired (2017) führte der Journalist Adam Rogers das auf die Hartnäckigkeit und Experimentierfreudigkeit der Drehbuchautoren zurück: Da diese sich abseits der Science-Fiction auch in andere Genres vorgewagt haben, hätten sie sich ohne größere Folgen für die Gesamterzählung „selbst persiflieren oder Charaktere für eine Episode verlieben lassen“ können. Würde Star Trek hingegen „in das Korsett eines Hollywood-Streifens gequetscht“, verwandele es sich „zwangsläufig in eine konventionelle Abenteuergeschichte mit Enthüllung im dritten Akt und einem Finale voller CGI und Explosionen.“[44]
Mindestens über die ersten neun Star-Trek-Kinofilme lässt sich sagen, dass diejenigen mit gerader Nummer positiver beurteilt wurden als die mit ungerader Nummer.[45] Sowohl aus Kritiken als auch aus Bestenlisten geht hervor, dass Der Zorn des Khan und Der erste Kontakt für am sehenswertesten befunden wurden, wohingegen Am Rande des Universums oftmals als schwächste Leinwandadaption genannt wurde.[46] Mehrfach wurden Star-Trek-Filme, zum Beispiel Der Aufstand, negativ dafür kritisiert, eher das Niveau einer durchschnittlichen Fernseh-Episode zu besitzen.[47]
Die Kritiken über die zur Reboot-Reihe gehörenden, ab 2009 erschienenen Filme waren gespalten. Manche Kritiker, etwa Michael O’Sullivan von der Washington Post, lobten die Filme als gelungene Neubelebung von Star Trek und die Entscheidung für den Neustart in einem separaten Zeitstrahl.[48] Andere hingegen stellten den Filmen ein vernichtendes Zeugnis aus; Deutschlandfunk-Kultur-Autor Hans-Ulrich Pönack beurteilte etwa Into Darkness als „banal, emotional egal“.[49]
Für Brian J. Robb, langjähriger Herausgeber des Star-Trek-Magazins, stand in seinem Buch A Brief Guide to Star Trek (2012) fest, dass „großartiges Geschichtenerzählen“ das Erfolgsgeheimnis von Star Trek sei.[50] Allerdings, mutmaßte Robb, sei das Franchise darin gescheitert, sich mit der Zeit zu wandeln, um „Verknöcherung und Irrelevanz“ zu entkommen.[51]
Den neueren Star-Trek-Produktionen – gemeint sind zumindest Voyager, Enterprise, Discovery und die Reboot-Filme – haftet die mehrfach geäußerte Kritik an, dass sie nicht genügend Neues böten und sich zu sehr auf Altbekanntes stützten. Robb zum Beispiel monierte an Voyager und Enterprise eine Stagnation der Innovativität von Star Trek insgesamt.[43] Der Autor Andreas Rauscher sprach in dem Zusammenhang in der epd Film 2017 über die vergangenen 15 Jahre Star Trek kritisch von einem „Modus des Replay“, unter anderem, weil Discovery abermals die Klingonen thematisiere.[52]
Im US-Magazin The New Yorker kritisierte der Journalist Joshua Rothman 2017 das Star-Trek-Universum als „das langweiligste und altmodischste von allen Science-Fiction-Universen“, weil es auch nach 51 Jahren die Entstehungszeit von Raumschiff Enterprise wachrufe – die Alienrassen etwa spiegelten nach wie vor die Feinde der Vereinigten Staaten im Zweiten Weltkrieg wider. Gleichwohl sei es J. J. Abrams mit dem Reboot von 2009 gelungen, dem Franchise einen glänzenden neuen Look zu verpassen und die „sexy“ Atmosphäre der Originalserie wiedereinzufangen.[53]
Der deutsche Journalist Dietmar Dath beurteilte Star Trek im Rolling Stone (2017) vergleichend mit Star Wars als dasjenige Werk mit der unrealistischeren Zukunftsperspektive. Roddenberry habe, so Dath, irrtümlich angenommen, „dass in Zukunft alles immer besser werden müsste – und das hieß innerhalb seines linksliberalen Ami-Horizonts: immer gesetzesförmiger (‚Oberste Direktive‘), zivilisierter (‚Föderation‘) und vernünftiger.“ Jedes Jahrhundert habe „mindestens ein Vorurteil, einen Aberglauben, eine doofe Kulturerbschaft“ überwunden – „Schön wär’s!“ meinte Dath dazu.[54]
Die Fernsehkritikerin Sonia Saraiya befand Star Trek 2015 im Internet-Magazin Salon.com für einen „bewundernswerten Liebesbrief an zukünftige Generationen“.[55] Jedoch neige Star Trek zu „Fan-Dienlichkeit, moralisierenden Reden und tief schrecklichen Spezialeffekten“.[56] Saraiya hält Star Trek deshalb für das Gegenteil von Serien wie Game of Thrones und für den „Inbegriff des Kitsches“.[57][58]
Fernseh-Drehbuchautor David Gerrold, der bei der Produktion von Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert mit Roddenberry in Streit über die Ausrichtung der Serie geriet, beurteilte Star Trek später abfällig als das „McDonald’s der Science-Fiction“ und als „Fast-Food-Geschichtenerzählen“: „Jedes Problem ist wie jedes andere. Sie werden alle in einer Stunde gelöst. Niemand wird versehrt und niemand muss sich sorgen. Man gibt eine Stunde seiner Zeit und muss sich nicht wirklich einlassen. Es ist alles künstlich.“[59]
Der Serie Das nächste Jahrhundert wird eine Vorbildrolle für die Star–Trek-Produktionen zugeschrieben. Im US-Magazin The Atlantic meinte der Autor David Sims zum Beispiel (2017), dass The Next Generation „der Gold-Standard für das Franchise“ bleibe.[60]
Standpunkte von Wissenschaftlern und Buchautoren
Die deutsche Philosophin Ingrid Weber meinte in einem Essay für das Buch Zukunft im Film (2000), dass Star Trek vor allem vom Facettenreichtum der darin behandelten Themen lebe.[61]
Der deutsche Soziologe Kai-Uwe Hellmann verstand in einem Essay 1997 die menschliche „Fähigkeit und Bereitschaft, unermüdlich zu lernen“, – und damit einhergehend Offenheit, Kontaktaufnahme und „Störungen im Sinne der Erfahrung mit dem Fremden“ – als das Utopische von Star Trek. Star Trek vermeide damit „jene schwerwiegenden Konstruktionsfehler vieler Utopien, die sie zugleich problematisch und unrealisierbar machen, nämlich nur als geschlossene Systeme überleben zu können, die Menschen repressiv zu behandeln und auf Unveränderbarkeit zu beharren.“[62]
Nach Auffassung des deutschen Medienwissenschaftlers Knut Hickethier in einem Essay für das Buch Unendliche Weiten… (1997) funktioniere Star Trek, weil es „die Zukunft so ganz gegenwärtig, so durchweg bieder und konventionell“ darstelle; Gefährdungen würden „rasch domestiziert oder beseitigt“. Star Trek sei im Grunde „eine kleinbürgerliche Variante der großen Erzählungen der Science-fiction.“[63] Klaus Sachs-Hombach, ebenfalls Medienwissenschaftler, unterlegte in einem Beitrag für Zukunft im Film seine Behauptung, dass es sich bei Star Trek um Kitsch handele, unter anderem mit dem Argument, dass es triviale, gleichbleibende Erzählmuster wie „Aufbruch, tödliche Bedrohung und Happy End“ enthalte. Inhaltlich würden sich zwar Züge einer utopischen Gemeinschaft zeigen, durch die kitschige Art der Darstellung verkehre sich die sogenannte Botschaft aber ins Gegenteil.[64]
Der Astrophysiker Stephen Hawking meinte anerkennend, dass Science-Fiction wie Star Trek nicht nur der Unterhaltung diene, sondern auch den ernsten Zweck erfülle, die menschliche Vorstellungskraft zu erweitern.[65] Der Physiker David Allen Batchelor vom Goddard Space Flight Center lobte Star Trek in einem Artikel auf der NASA-Website (2016/17) als „schön intelligent geschrieben und wissenschaftlich genauer als andere Science-Fiction-Fernsehserien.“ Star Trek sei „fast die einzige Serie, die Wissenschaftler und Ingenieure als positive Vorbilder“ zeige.[66]
Das Wissenschaftsmagazin New Scientist urteilte 2009 zusammenfassend, dass Star Trek selten am besten gewesen sei, als es versucht habe, inspirierend zu sein. Hingegen seien „einige seiner plumpesten und moralisierendsten Episoden“ jene gewesen, in denen es versucht habe, solch „schwergewichtige Probleme“ wie Umweltschutz, Technokratie und Vererbung zu thematisieren.[67]
Angesprochen auf die Eroberung ferner Welten, übte der polnische Science-Fiction-Schriftsteller Stanisław Lem in einem Interview mit Rainer Schmitz 1999 scharfe Kritik an Star Trek: „Es wimmelt darin von solchem Unsinn, dass es einem nur den Atem verschlagen kann. Man muss für diese Erkenntnis kein Physiker sein. Das Weltall ist so groß, dass darin jede Dummheit einen Platz findet.“[68]
Der US-Bürgerrechtler Martin Luther King sagte einst über Star Trek, dass es das Gesicht des Fernsehens verändert habe: Zum ersten Mal seien Menschen aus verschiedenen Ländern und mit verschiedenen Hautfarben im US-Fernsehen so gezeigt worden, wie es sein sollte, nämlich gleichwertig.[69]
Der US-Politologe George A. Gonzalez meinte in seinem Buch The Politics of Star Trek (2015), dass die „analytische Brillanz“ von Star Trek in der Fähigkeit seiner Erschaffer bestehe, effektiv und glaubhaft die konkurrierenden Weltanschauungen Marxismus und jene von Samuel P. Huntington zu vermitteln. Insbesondere zeige Star Trek sowohl die Hoffnung und den Optimismus des Marxismus als auch die Demoralisierung und den Pessimismus aus Huntingtons Kampf der Kulturen.[70]
Gonzalez kam weiterhin zu dem Schluss, dass das Franchise aus analytischer Sicht nützlich und aufschlussreich sein könne, den Zuschauern beim Verständnis der gegenwärtigen, realen politischen Probleme zu helfen, darunter zunehmenden Nationalismus und eine Bedrohung der Demokratie: Durch Spezies wie die Klingonen, die Bajoraner, das Dominion, die Kazon, die Cardassianer, die Romulaner, die Xindi sowie durch Nazis und die Sektion 31 zeige das Star-Trek-Franchise, wie Politik weltweit immer regressiver und gefährlicher werde.[71]
Besonders die Originalserie wurde als männlich geprägt verstanden. Die New-York-Times-Autorin Camille Bacon-Smith etwa meinte 1986 in diesem Zusammenhang über die Protagonisten von Raumschiff Enterprise: „Lederstrumpf und Chingachgook erforschen die Wildnis des Weltraums.“[72] Die britischen Buchautoren Michèle und Duncan Barrett interpretierten die Serie 2001 als „jungenhaft ungeniert“, die Folgeserie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert hingegen als „hochgeistig“, da geprägt vom Glauben in Wissenschaft, Technologie, Rationalismus und Demokratie und somit charakteristisch für sogenannte moderne Gesellschaften. Deep Space Nine und Voyager wiederum unterschieden sich davon signifikant, etwa wegen „radikal destabilisierter Persönlichkeiten“, und ließen sich insofern als postmodern deuten.[73]
Der deutsche Politologe Richard Saage gab sich 1997 sicher, dass Das nächste Jahrhundert „zweifellos“ das Erbe des Trends zu einer positiven Zukunftsvision, wie sie etwa in Arkadi und Boris Strugatzkis Episodenroman Rückkehr (1962) zum Ausdruck komme, angetreten habe: „Normative Aspekte des gesellschaftlichen Zusammenlebens drängen das Action-Muster in den Hintergrund.“[74]
Vergleichend mit den utopischen Werken von Edward Bellamy und William Morris, hob der deutsche Politologe Herfried Münkler 1997 an den Zukunftsvorstellungen der Star-Trek-Serien als bemerkenswert hervor, dass sie „eine Gleichzeitigkeit von technologischem Fortschritt und moralischer Fortentwicklung der Menschheit“ annähmen und diese Koevolution nicht zufällig, sondern zwingend sei, der moralische Fortschritt sei eine Bedingung für den Umgang mit dem technologischen Fortschritt. Insofern erzähle Star Trek die Gegengeschichte des von Günther Anders geprägten „prometheischen Gefälles“.[75]
Der US-Ethnologe David Graeber bezeichnete in seinem Buch The Utopia of Rules (2015) Star Trek als die „Quintessenz der amerikanischen Mythologie“ und fragte, ob die Vereinte Föderation der Planeten – die unter anderem geprägt sei von hochgeistigem Idealismus und strenger militärischer Disziplin – nicht wirklich nur eine amerikanische Vision einer freundlicheren, sanfteren Sowjetunion sei, die schließlich auch „funktioniert“ habe.[76] Die sozialen Klassen sind überwunden, ebenso Gegensätze in Herkunft oder Geschlecht. In der Vereinten Föderation fehle jedoch jeder Hinweis auf die politische Verfasstheit, auf eine Demokratie oder auf Wahlen – aber es gibt auch niemanden, dem das auffällt oder der es kritisiert. Libertäre und Konservative verdammten daher die Serie als linke Propaganda. Um der Kritik entgegenzuwirken, wurden die Borg als feindliche kommunistische Zivilisation eingeführt.[77]
Im US-Magazin The New Yorker (2017) meinte Manu Saadia, Autor des Buches Trekonomics, dass Star Trek oftmals als bevormundend, wenn nicht sogar zweckmäßig täuschend betrachtet werden könne. Während beispielsweise die Absichten der Entdecker als rein und unbelastet von Ethnozentrismus repräsentiert würden, stünde ihre Wissenschaft stets über den einheimischen Aberglauben der Außerirdischen.[78]
Auszeichnungen
Neun Star-Trek-Serien wurden für insgesamt 180 Emmy Awards nominiert und davon 37-mal prämiert. Sieben Kinofilme wurden für insgesamt 16 Oscars nominiert, nur der elfte Film erhielt einen Oscar. Über alle Fernsehserien und Kinofilme hinweg betrachtet gab es bislang 484 Nominierungen und 120 Prämierungen für Positivpreise sowie sieben Nominierungen und drei Prämierungen für Negativpreise (für die Filme 5 und 7). 2017 erfolgte die Aufnahme in die Science Fiction and Fantasy Hall of Fame.[79]
| Fernsehserie | Nominiert | Davon gewonnen |
|---|---|---|
| Raumschiff Enterprise | 14 | 0 |
| Die Enterprise | 2 | 1 |
| Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert | 58 | 18 |
| Star Trek: Deep Space Nine | 32 | 4 |
| Star Trek: Raumschiff Voyager | 34 | 7 |
| Star Trek: Enterprise | 17 | 4 |
| Star Trek: Discovery | 10 | 2 |
| Star Trek: Picard | 11 | 1 |
| Star Trek: Strange New Worlds | 2 | 0 |
| Gesamt | 180 | 37 |
| Film | Nominiert | Davon gewonnen |
|---|---|---|
| Der Film | 3 | 0 |
| Zurück in die Gegenwart | 4 | 0 |
| Das unentdeckte Land | 2 | 0 |
| Der Erste Kontakt | 1 | 0 |
| Star Trek (2009) | 4 | 1 |
| Into Darkness | 1 | 0 |
| Beyond | 1 | 0 |
| Gesamt | 16 | 1 |
Adaptionen und Merchandising
Zusätzlich zur Veröffentlichung der Fernsehserien und Kinofilme sorgte Paramount für eine umfassende Vermarktung Star Treks durch Merchandising. Zahlreiche, dafür lizenzierte Unternehmen vertreiben eine Vielzahl von Produkten mit der Marke Star Trek. In den 1990ern war Star Trek die lukrativsten Einnahmequelle für Paramount Pictures; die Einnahmen aus dem Verkauf der Fernsehserien, Kinofilme und Merchandising-Artikel wurden bis 1993 auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt.[2] Im Juni 2017 waren auf der offiziellen Star-Trek-Webpräsenz über 160 aktuelle Lizenznehmer aufgeführt, d. h. Unternehmen, die Star-Trek-Produkte zum Verkauf anbieten.[80] Zur Vielfalt an Produkten bemerkte das US-Magazin Salon.com:
“Paramount has squeezed everything out of the franchise, licensing ‘Star Trek’ to anyone with two nickels to rub together. The studio has allowed ‘Trek’s’ name to be put on everything from coffee to Beanie Babies to denim shirts to baby clothes […].”
„Paramount hat aus dem Franchise alles herausgequetscht und ‚Star Trek‘ für jeden lizenziert, der zwei Nickel übrig hat. Das Studio hat zugelassen, dass ‚Trek’s‘ Name auch auf Kaffee, Beanies, Baumwollshirts und Babykleidung kommt.“
Videospiele
Nachdem in den 1980er Jahren überwiegend wenig erfolgreiche und unspektakuläre Star-Trek-Spiele erschienen waren, kam 1992 mit Star Trek: 25th Anniversary das erste wirklich aufwändig produzierte Spiel für den PC auf den Markt. Man verpflichtete die Schauspieler der Originalserie für die Sprachausgabe. Der Erfolg gab Interplay recht, und so gab es in den Folgejahren regelmäßig neue Spiele, die bei ähnlichem Aufbau in der Regel entweder direkt einem der Filme folgten oder mit den Crews einer der aktuellen Serien arbeiteten. 1996 erschien mit Star Trek: Klingon (Simon & Schuster Interactive) erstmals ein Spiel, das nicht aus der Perspektive der Sternenflotte gespielt wurde, 1998 mit Star Trek: Klingon Honor Guard ein Zweites.
1998 schloss der Star-Trek-Rechte-Verwerter Viacom mit dem Spieleentwickler Activision einen Vertrag, dem bis 2005 eine Reihe mehr oder weniger erfolgreicher Spiele entsprangen, darunter die beiden Reihen Star Trek: Starfleet Command 1-3 und Star Trek: Armada 1-2. Die erfolgreichsten Spiele waren jedoch die beiden Ego-Shooter Star Trek: Voyager – Elite Force (2000) und Star Trek: Elite Force 2 (2003). Sie fanden erstmals nicht nur bei Star-Trek-Fans großen Zuspruch. Mit Star Trek: Away Team erschien 2001 ein rundenbasiertes Taktikspiel rund um Gefechte während Außeneinsätzen. Einen vom Spielkonzept sehr ungewöhnlichen Weg ging 2002 Star Trek: Bridge Commander, eine Art Echtzeit-Flugsimulation, in der der Spieler im Sessel des Captains Platz nimmt und den Brückenoffizieren Befehle erteilt.
2003 begann ein langjähriger Rechtsstreit zwischen Viacom und Activision, der 2005 beigelegt wurde. Der Popularitätsverlust der Fernsehserien schlug sich auch auf die Verkaufszahlen der Spiele nieder.
Ende Januar 2006 unterzeichnete Bethesda Softworks einen Lizenzvertrag für zwei Star-Trek-Spiele. Star Trek: Legacy (für Xbox 360 und PC) wurde daraufhin im Dezember 2006 veröffentlicht. Ebenfalls Ende 2006 erschien das PSP- und Nintendo-DS-Spiel Star Trek: Tactical Assault von Quicksilver Software. Das zweite Spiel unter der Lizenz von Bethesda Softworks trägt den Namen Star Trek: Conquest. Es wurde für die Plattformen PlayStation 2 und Wii entwickelt. Auf dem nordamerikanischen Markt erschien das Spiel im November 2007.
Im Fahrwasser des elften Kinofilms erschien im Mai 2009 „Star Trek: D-A-C“, welches über Xbox Live zum Download angeboten wird. Für PC- und PlayStation-3-Besitzer stand der Weltraum-Shooter ab November 2009 zur Verfügung.
Im Februar 2010 erschien das Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG) Star Trek Online für den PC. Herausgeber ist Cryptic Studios. Anders als bei anderen MMORPGs spielen hier alle Spieler auf demselben Server. Die im Spiel eingeführte Enterprise-F wurde in der Fernsehserie Star Trek: Picard übernommen.[82]
Ende April 2013 erschien pünktlich vor dem Start des zwölften Star-Trek-Films Star Trek Into Darkness das Lizenzspiel Star Trek: The Video Game.
Auf der E3 2016 kündigte Ubisoft ein neues Star-Trek-Videospiel an, das speziell für die Virtual Reality entwickelt und auf die Bezeichnung „Star Trek: Bridge Crew“ hört. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Mitglieds der Föderation, übernimmt entweder das Kommando als Kapitän, den Ingenieur, Taktik oder Steuermann der U.S.S. Aegis (NX-1787), und geht zusammen mit drei anderen Spielern auf Entdeckungsmission. Optional ist auch die Enterprise (NCC-1701) nutzbar. Nach mehrmaliger Verzögerung findet die Veröffentlichung am 30. Mai 2017 statt. Spielbar ist es mit den Virtual-Reality-Brillen HTC Vive, PlayStation VR und Oculus Rift.[83]
Romane, Kurzgeschichten und Comics
Bereits 1967 erschienen Nacherzählungen verschiedener Fernsehfolgen in Romanform. Ab 1980 kamen zahlreiche Neuerzählungen dazu, die in den USA vom Pocket-Verlag herausgegeben werden. Inzwischen gibt es über 700 Star-Trek-Romane und -Anthologien. Ein Großteil dieser Bände wurde ins Deutsche übersetzt. Die Vermarktung in Deutschland übernahm zuerst der Pabel-Moewig-Verlag in der Romanheft-Reihe „Terra Astra“, in der in unregelmäßigen Abständen Kurzgeschichtensammlungen der Originalserie entstanden, die der amerikanische Science-Fiction-Autor James Blish aus den Drehbüchern adaptierte. Bei Goldmann erschienen die Serien Raumschiff Enterprise mit 28 Einzelbänden sowie Raumschiff Enterprise – Die neuen Abenteuer mit weiteren zehn Bänden. Diese beinhalten fast ausschließlich Nacherzählungen der klassischen Fernsehserie und der Star-Trek-Zeichentrickserie.
Bei Heyne wurden die Serien „Star Trek Classic“, „Next Generation“, „Deep Space Nine“, „Voyager“ sowie Enterprise herausgegeben. Zu diesen Serien kamen „Star Trek: Starfleet Kadetten“, „Star Trek: Die neue Grenze“ sowie verschiedene Kurzserien wie „Star Trek – Die Anfänge“ mit drei Bänden, „Star Trek – Badlands“ mit zwei Bänden und „Star Trek – Sektion 31“ mit vier Bänden. Auch mehrere Sach- und Fachbücher sind bei Heyne erschienen. Nachdem Heyne im Laufe des Jahres 2007 das Star-Trek-Merchandising eingestellt hatte, startete der Verlag Cross Cult im Februar 2008 neue Serien, wie „Star Trek: Vanguard“, die in der Zeit der klassischen Fernsehserie spielt, und „Star Trek: Titan“, die die Abenteuer von William T. Riker und der Besatzung des gleichnamigen Schiffes im Anschluss an den zehnten Kinofilm erzählt.
Für 2026 wurde eine Partnerschaft mit der Website Webtoon angekündigt. Hier sollen auch neue originale Comic-Geschichten erscheinen.[84]
Die Rechteinhaber begrenzen die Gestaltungsfreiheit dieser Werke. Besonders restriktiv werden Crossover-Szenarien gehandhabt sowie die exzessive Darstellung von Gewalt und sexuellen Handlungen. Aus den Fernsehserien ausgeschiedene Figuren durften für lange Zeit nicht oder nur in Ausnahmefällen Verwendung finden.[85]
Zu den Autoren der Comics und Romane gehören Diane Carey, Keith R. A. DeCandido, Diane Duane, David Gerrold, Jean Lorrah, Una McCormack, Peter David, Michael Jan Friedman, John Vornholt und Dan Abnett.
Andere literarische Adaptionen
Bei Del Rey/Ballantine erschienen in den 1970er Jahren einige Sachbücher über „Raumschiff Enterprise“. Ein Standardwerk war für lange Zeit das „Star Trek Companion“, das die Entstehungsgeschichte der ersten Fernsehserie beschreibt. Alle Episoden werden vorgestellt und durch Hintergrundinformationen ergänzt. Das ausführlichste Buch über „Raumschiff Enterprise“ ist „The Making of Star Trek“. Sehr viel Sekundärliteratur wurde in Zeitschriften publiziert, vor allem im amerikanischen „Starlog“, dessen Erfolg stark mit „Star Trek“ verknüpft ist.
Weitere Werke beschreiben die fiktive Welt des Star-Trek-Universums. Besonders beliebt sind „technische Handbücher“. Wichtige Quellenbücher sind die „Star Trek Chronology“ und die „Star Trek Enzyklopädie“. Eine Besonderheit dieser Kategorie stellt das Klingonische Wörterbuch dar, denn es beschreibt die Klingonische Sprache zwar aus Sicht der fiktiven Welt, jedoch ist diese fiktionale Sprache eine offiziell anerkannte und funktionierende Sprache, wodurch das Buch keine reine Fiktion darstellt.
Im deutschen Sprachraum spezialisierte sich der Heel Verlag auf die Herausgabe von Sachbüchern. Dort erschienen einige der amerikanischen Werke ab Mitte der 1990er Jahre. Der Starlog-Verlag begann zu dieser Zeit damit, alte Interviews und Artikel als deutsche Neuausgaben zu publizieren. Das „Star Trek Universum“ ist eine rein deutschsprachige Abhandlung über das Gesamtphänomen „Star Trek“, und mit etwa 2000 Seiten auch die womöglich umfangreichste. Seit 1998 wird es nicht mehr aktualisiert.
Zu den Zeitschriften, die sich mit Star Trek beschäftigen, gehören das englischsprachige Star Trek Magazine, dessen deutschsprachiges Pendant Star Trek Magazin, die Starlog, die Space View sowie zahlreiche reguläre und Sonderausgaben der Zeitschriften Moviestar, TeleVision und TV Highlights. Der Inhalt der Serien und Filme wurde zudem, ergänzt um hinzuerfundene Elemente, in der Publikation Die offiziellen Star Trek Fakten und Infos verarbeitet, die – zum Zwecke des Aufbaus eines umfangreichen Lexikons – in insgesamt 304 Ausgaben Informationen über das Star-Trek-Franchise veröffentlichte, darunter Episoden, Filme, Figuren und Technologien.
Andere Merchandising-Artikel
Zu den Merchandising-Artikeln gehören auch Actionfiguren, Plüschtiere, Modellbausätze von Raumschiffen und deren Einrichtung, Enterprise-Telefone und andere geräuschproduzierende Geräte, Sammelkartenspiele, Brettspiele und anderes Spielzeug; Autogrammkarten, Aufkleber, Poster, Wandkalender; Utensilien wie Taschen, Phaser, Tricorder, Rangabzeichen, Kommunikatoren, Anstecker, Anhänger, Schlüsselanhänger, Mauspads; Kleidungsstücke, darunter Sternenflottenuniformen verschiedener Dienstgrade, Kopfbedeckungen, T-Shirts und Jacken; Trinkflaschen, Tassen und anderes Essgeschirr; außerdem Masken verschiedener Spezies und Papp-Aufsteller.[86] Auch gibt es verschiedene detailgetreue Modelle der Raumschiffe[87], sowie Modelle aus Klemmbausteinen.[88][89]
Sammlungen
Paramount verkaufte 2005 Teile des Archivs bei einer Auktion bei Christie’s in New York. Aus Käufen dort und späteren Direkteinkäufen erwarb Martin Netter aus Niedersachsen die weltweit größte Sammlung von Science-Fiction- und Star-Trek-Objekten mit 150.000 Exponaten. Sie ist unter dem Namen Filmwelt Collection in Bakede, Bad Münder zugänglich.
Einfluss
Fangemeinde und Star-Trek-Boom
Viele Redewendungen aus der Fangemeinde des Franchises haben in den USA ihren Weg zur Allgemeinheit gefunden (beispielsweise „Beam me up, Scotty“ und „Redshirt“). In den USA wird die Einflussnahme von Star Trek als besonders hoch eingeschätzt. Über den Einfluss, den Star Trek auf (mitunter auch auf SciFi-ferne) Aspekte des realen Lebens hat oder hatte, wurden Bücher geschrieben.[90] Außerhalb der USA wird das Phänomen vor allem in Westeuropa wahrgenommen.
Star Trek war die womöglich erste Fernsehserie, deren Anhängerschaft sich in Fanklubs vereinigte. Ermöglicht wurde dieser hohe Organisationsgrad der Fangemeinde durch den Umstand, dass sich die ersten „Trekkies“ (oder „Trekker“) aus den bereits seit langem existierenden Science-Fiction-Fanclubs rekrutierten. Die Star-Trek-Fans der ersten Stunde konnten deshalb auf bereits bestehende Strukturen zurückgreifen. So war es möglich, eine groß angelegte Briefkampagne zu organisieren, die eine vorzeitige Absetzung der ersten Fernsehserie in den USA zunächst verhinderte. Die Fangemeinde von Star Trek entwickelte sich in den Folgejahren weitgehend unabhängig vom Science-Fiction-Fandom, also den organisierten Science-Fiction-Fans, die Star Trek als keine echte Science Fiction wahrnahmen.

Die Serie reflektierte, Roddenberrys Konzeption entsprechend, eher gesellschaftliche Zustände, anstatt fiktive Technologien zu fokussieren. Auf diese Weise sprach die Fernsehserie einen Personenkreis an, der sich von den damaligen Science-Fiction-Fans erheblich unterschied. Insbesondere interessierten sich nun Frauen für Raumschiff Enterprise. Die Star-Trek-Fangemeinde übernahm zwar alle Gepflogenheiten der Science-Fiction-Fans, indem sie ab 1967 Fanzines publizierte und ab 1972[91] auch eine Convention veranstaltete, die so erfolgreich war, dass man sie ab 1974 in verschiedene Veranstaltungen aufteilen musste; die Interessenschwerpunkte der „Trekkies“ unterscheiden sich jedoch bis in die Gegenwart stark von denen traditioneller Science-Fiction-Fans. Insbesondere begann sich durch die Star-Trek-Fangemeinde eine neue Form der Fan-Fiction als eine Subkultur zu etablieren, die sich später auch auf andere Produktionen der Science Fiction und der Fantasy übertrug, da die in den Folgejahren weltweit gegründeten Star-Trek-Fanklubs später häufig auch die Keimzellen anderer Fangemeinden dieses Bereichs bildeten. Auf Fan-Fiction-Websites wie etwa FanFiction.net veröffentlichten Fans selbstgeschriebene Kurzgeschichten.
Mit dem Ausstrahlungsbeginn der Serie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert vergrößerte sich die Begeisterung für Star Trek. In Deutschland wuchs das Fandom bis in die Mitte der 1990er Jahre stetig an und wurde besonders durch die Übernahme der Fernsehausstrahlung von Das nächste Jahrhundert durch den selbsternannten Star-Trek-Sender Sat.1 im Jahr 1993 befeuert. Die Jahre 1990 bis 1997 werden deshalb in der Literatur auch als Boomphase der Begeisterung für Star Trek beschrieben. Fans nahmen an Trekdinners – dabei handelt es sich um Star-Trek-Stammtische – und Conventions teil, organisierten sich in Clubs und Vereinen und gaben Fanzines heraus; der größte war Star Trek Central Europe (STCE). Die größte deutsche Convention, die FedCon, besuchten jährlich über 5000, teils als Star-Trek-Figuren kostümierte und maskierte Gäste; an den Veranstaltungen wirkten auch Hauptdarsteller der Serie mit. Anschließend waren etliche Fans, unter anderem durch zahlreiche Wiederholungen im Fernsehen, aber auch durch die gewachsene Konkurrenz durch andere Science-Fiction-Serien, zunehmend übersättigt und verloren das Interesse an Star Trek. Mit der wachsenden Verbreitung des Internets entstand allerdings eine Online-Fankultur, geprägt etwa durch Newsletter, Foren und Homepages.[92]
Manche Trekkies feiern sogar ihre Hochzeiten nach klingonischem Ritus, wobei sie auch die klingonische Sprache sprechen. Star Trek wird weltweit auch als Live-Rollenspiel gelebt. Dabei schlüpfen Fans in eine der Originalrollen oder entwerfen neue Szenarien.

Von der Fangemeinde wurden rund 400.000 Briefe an die NASA geschickt, mit der Bitte ein Space Shuttle „Enterprise“ zu nennen. Dies wurde 1976 nach der Fertigstellung des ersten Space Shuttles tatsächlich realisiert (der NASA-Orbiter Enterprise flog allerdings nie ins All, sondern wurde nur zu Testflügen innerhalb der Atmosphäre genutzt).
Das erste kommerziell nutzbare Raumflugzeug, das für Virgin Galactic gebaut wurde, hieß VSS Enterprise. Der Name ist eine Hommage an die USS Enterprise aus dem Star-Trek-Universum. Das „VSS“ steht für „Virgin Space Ship“. Am 31. Oktober 2014 stürzte das Raumschiff bei einem Testflug ab und wurde zerstört. Dabei kam der Kopilot ums Leben, der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.
Sieben Arten von Baumfröschen, die auf Madagaskar gefunden wurden, wurden von ihren Entdeckern nach den Star-Trek-Hauptfiguren Kirk, Archer, Pike, Burnham, Picard, Sisko und Janeway benannt: B. kirki, B. picardi, B. siskoi, B. janewayae, B. archeri, B. pikei und B. burnhamae.[93]
Forschung und Wissenschaft
Star Trek enthält eine komplexe fiktionale Technologie, zu der immer Erklärungsversuche mitgeliefert werden.[94] Erfindungen wie der Warp-Antrieb oder das Beamen sollen dadurch durchschaubarer und in sich logisch geschlossen erscheinen. Gelegentlich finden Zitate aus Star Trek Verwendung in populären Publikationen. In seinem 1995 erschienenen Buch The Physics of Star Trek (Titel der deutschen Ausgabe: Die Physik von Star Trek) erklärte der Physiker Lawrence Krauss verschiedene physikalische Phänomene anhand ihrer Darstellung und Thematisierung in den Star-Trek-Fernsehserien. Dazu gehören etwa die Produktion und Aufbewahrung von Antimaterie, die Holodecks und Hologramme, Quantenmechanische Messungen, Solitonen, Quasare und Neutrinos.
Deutsche Wissenschaftler, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen, sind Hubert Zitt von der Hochschule Kaiserslautern und Metin Tolan von der Technischen Universität Dortmund. Dem Fokus von Gene Roddenberry folgend beschäftigte sich einer der wichtigsten deutschen Rechtsphilosophen, Robert Alexy, in einem Vortrag mit „Menschenrechten für Data“ und erforschte damit Star Trek auch aus einer sozialwissenschaftlichen und rechtsphilosophischen Sicht.[95]
Verschiedenes
Star Trek war Objekt zahlreicher Parodien und Persiflagen. → Hauptartikel: Star-Trek-Parodien und -Persiflagen
Der 8. September wurde zum Star-Trek-Tag erklärt, da an diesem Tag im Jahre 1966 die erste Ausstrahlung einer Star-Trek-Produktion stattfand.[96]
In den Fernsehserien und den Filmen kamen bislang 122 Regisseure zum Einsatz. Mit 62 Episoden ist David Livingston der in den Fernsehserien am häufigsten eingesetzte Regisseur. → Hauptartikel: Liste der Star-Trek-Regisseure
Im Laufe der Zeit haben die Rechteinhaber Milliardengewinne durch die Ausstrahlung der Fernsehserien, den Verleih der Kinofilme und den Verkauf von VHS und DVDs erwirtschaftet.
Auf der Streaming-TV-Plattform Pluto TV können mehrere Star Trek-Serien kostenlos und ohne Registrierung angeschaut werden.[97][98]
2010 wurde ein Relaunch der offiziellen Website startrek.com vorgestellt, auf der nun verschiedene Videoclips angeschaut werden können.[99]
Siehe auch
Dokumentationen
- 25 Jahre Star Trek (1991)
- The Captains (2011)
- The Captains Close Up (2013)
- Chaos on the Bridge (2014)
- Inside Star Trek – Hinter den Kulissen des Enterprise-Universums (2021)
Literatur
Deutschsprachig
- Bruno Angeli: Science-Fiction als Gesellschaftskritik. Und was nach 45 Jahren davon übrig ist. (PDF; 51 kB) In: Medienheft. 12. Juni 2009, ISSN 1424-4594.
- Torsten Bewernitz: What would Picard do? Star Trek als Social Fiction. Unrast-Verlag, Münster 2025. ISBN 978-3-89771-638-4.
- Kai-Uwe Hellmann, Arne Klein (Hrsg.): Unendliche Weiten …, Star Trek zwischen Unterhaltung und Utopie. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-596-13579-6.
- Mike Hillenbrand, Thomas Höhl: Star Trek in Deutschland. „Wie Captain Kirk nach Deutschland kam“. Heel Verlag, Königswinter 2008, ISBN 978-3-86852-006-4.
- Thomas Höhl, Mike Hillenbrand: Dies sind die Abenteuer – Star Trek 40 Jahre. Heel Verlag, Königswinter 2006, ISBN 3-89880-668-5.
- Frank Hörnlein, Herbert Heinecke (Hrsg.): Zukunft im Film – Sozialwissenschaftliche Studien zu Star Trek und anderer Science Fiction. Magdeburg 2000, ISBN 3-931606-81-3.
- Katja Kanzler, Sebastian Stoppe (Hrsg.): Star Trek: Gestern – Heute – Morgen. (Selbst-)Historisierung und Zukunftsvisionen. Springer VS, Wiesbaden 2024, ISBN 978-3-658-45694-8, doi:10.1007/978-3-658-45695-5.
- Christian E. W. Kremser: »Wir arbeiten, um uns zu verbessern und den Rest der Menschheit.«: Das Ende der Lohnarbeit in Star Trek. In: Arbeit und Organisation. Band 15. transcript Verlag, Bielefeld 2025, ISBN 978-3-8376-7067-7, S. 219–236, doi:10.14361/9783839470671-012 (online).
- Michael Okuda, Denise Okuda, Debbie Mirek: STAR TREK Die offizielle Enzyklopädie. HEEL-Verlag, Königswinter 1995, ISBN 3-89365-449-6.
- Andreas Rauscher: Das Phänomen Star Trek. Virtuelle Räume und metaphorische Weiten. Ventil Verlag, Mainz 2003, ISBN 3-930559-98-6 (zugleich Dissertation, Universität Mainz 2001).
- Nina Rogotzki u. a.: Faszinierend! Star Trek und die Wissenschaften. 2 Bände. Verlag Ludwig, Kiel 2003, ISBN 3-933598-25-7 und ISBN 3-933598-69-9 (Kurzfassungen der Aufsätze, in: Der Freidenker).
- Paul Ruditis: Star Trek. Die visuelle Enzyklopädie. Die ganze Welt von Raumschiff Enterprise. Dorling Kindersley, München 2013, ISBN 978-3-8310-2360-8.
- Ralph Sander: Das Star Trek Universum. 3. Auflage. 2 Bände. Heyne Verlag, München 1994, ISBN 3-453-07759-8. Dazu zwei Ergänzungsbände: Band 3, 1995, ISBN 3-453-07760-1; Band 4, 1998, ISBN 3-453-13370-6.
- Ralph Sander: Beam me down, Scottie! Ist Star Trek nach 46 Jahren am Ende? In: Sascha Mamczak, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2010. Heyne Verlag, München 2010, S. 424–472, ISBN 978-3-453-52681-5.
- Georg Seeßlen:Die Star Trek Saga. [ vom 31. Dezember 2018 im Internet Archive] In: epd Film. Nr. 1/1999, ISSN 0176-2044.
- 50 Jahre Star Trek. In: Bernd Stiegler, Beate Ochsner, Markus Spöhrer, Alex Zons (Hrsg.): AugenBlick (= Konstanzer Hefte zur Medienwissenschaft, Bd. 67). Schüren Verlag, Marburg 2016, ISBN 978-3-89472-965-3.
- Sebastian Stoppe: Unterwegs zu neuen Welten. Star Trek als politische Utopie. Büchner-Verlag, Darmstadt 2014, ISBN 978-3-941310-40-7.
- Metin Tolan: Die STAR TREK Physik. Piper Verlag, München 2016, ISBN 978-3-492-05653-3.
- Christian Wagnsonner, Stefan Gugerel (Hrsg.):Star Trek für Auslandseinsätze? Konfliktstrategien und Lösungsansätze für reale Probleme in Science fiction. [ vom 30. Dezember 2016 im Internet Archive; PDF; 2,3 MB] (Beiträge zum Seminar „Star Trek für Auslandseinsätze“, 17.–19. November 2009, Seminarzentrum Iselsberg) Institut für Religion und Frieden, Wien 2011, ISBN 978-3-902761-12-5.
Englischsprachig
- Michèle und Duncan Barrett: Star Trek. The Human Frontier. Polity Press, Cambridge 2001, ISBN 0-7456-2491-X.
- Daniel Leonard Bernardi: Star Trek and History – Race-ing Toward a White Future. Rutgers University Press, New Brunswick 1998, 2. Druck 1999, ISBN 0-8135-2466-0.
- Leimar Garcia-Siino, Sabrina Mittermeier, Stefan Rabitsch (Hrsg.): The Routledge Handbook of Star Trek. Routledge, London 2022, ISBN 978-0-367-36667-4.
- Lincoln Geraghty: Living with Star Trek: American culture and the Star Trek universe. 1. Auflage. Tauris, London 2007, ISBN 978-1-84511-421-3.
- Lincoln Geraghty (Hrsg.): The Influence of Star Trek on Television, Film and Culture. (= Critical Explorations in Science Fiction and Fantasy, Nr. 4). McFarland, Jefferson (N.C.) 2007, ISBN 978-0-7864-3034-5.
- Chris Gregory: Star Trek: Parallel Narratives. St. Martin’s Press, New York 2000, ISBN 0-333-74489-6.
- Edward Gross, Mark A. Altman: The Fifty-Year Mission. Volume One: The First 25 Years. 1. Auflage. Thomas Dunne Books, New York 2016, ISBN 978-1-250-06584-1.
- Taylor Harrison et al. (Hrsg.): Enterprise Zones – Critical Positions on Star Trek. Westview Press, Boulder 1996, ISBN 0-8133-2899-3.
- Katja Kanzler: Infinite diversity in infinite combinations. The multicultural evolution of star trek. Verlag Winter, Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-1557-6.
- Lawrence Krauss: The Physics of Star Trek. Basic Books, New York City 2007, ISBN 978-0-465-00204-7.
- Roberta E. Pearson, Máire M. Davies: Star Trek and American Television. University of California Press, Berkeley (CA) & London 2014, ISBN 978-0-520-27622-2.
- Stefan Rabitsch, Martin Gabriel, Wilfried Elmenreich, John N.A. Brown (Hrsg.): Set Phasers to Teach! Star Trek in Research and Teaching. Springer International Publishing, Cham (CH) 2018, ISBN 978-3-319-73775-1.
- Nancy R. Reagan (Hrsg.): Star Trek and History. John Wiley & Sons, Hoboken (NJ) 2013, ISBN 978-1-118-16763-2.
- Brian J. Robb: A Brief Guide to Star Trek. The Essential History of the classic TV Series and the movies. Constable & Robinson, London 2012, ISBN 978-1-84901-514-1.
- Manu Saadia: Trekonomics: The Economics of Star Trek. Inkshares, San Francisco 2016, ISBN 978-1-941758-75-5.
- Sebastian Stoppe: Is Star Trek Utopia? Investigating a Perfect Future. McFarland, Jefferson (N.C.) 2022, ISBN 978-1-4766-8636-3.
- Robert Wilonsky: The trouble with “Trek”. In: Salon.com vom 29. Oktober 1999.
Weblinks
- startrek.de – Offizielle Website
- startrek.com – Offizielle Website (englisch)
- Memory Alpha – Star-Trek-Wiki
- Linkkatalog zum Thema Star Trek bei curlie.org (ehemals DMOZ)
- Kann Star Trek Wirklichkeit werden? aus der Fernseh-Sendereihe alpha-Centauri (ca. 15 Minuten). Erstmals ausgestrahlt am 29. Aug. 1999.
Einzelnachweise
- ↑ The Complete Star Trek Comics Index (PDF; 2,1 MB), S. 40.
- ↑ a b Cinefantastique, Oktober 1993, S. 16.
- ↑ Neue Star Trek-Miniserie versteckt sich ab jetzt bei Netflix - so findet ihr sie. 19. Januar 2019, abgerufen am 16. September 2025.
- ↑ Celebrate 50 Years of Star Trek Animation with the Launch of 'Star Trek: very Short Treks'. Abgerufen am 16. September 2025 (englisch).
- ↑ Nickelodeon Launches 'Star Trek: Scouts', the First Preschool Extension of the Iconic 'Star Trek' Franchise. Abgerufen am 16. September 2025.
- ↑ Blaze and the Monster Machines: Star Trek: Scouts ☄️🖖🪐 | Official Trailer | Nick Jr. 8. September 2025, abgerufen am 16. September 2025.
- ↑ Star Trek Boldly Goes into its 60th Year with Fan-Centric Anniversary Celebrations Throughout 2026. Abgerufen am 17. September 2025 (englisch).
- ↑ Star Trek: Scouts. Abgerufen am 25. September 2025 (englisch).
- ↑ Star Trek: Scouts. In: Youtube. Abgerufen am 15. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Star Trek: Fables and Folklore. Abgerufen am 30. September 2025 (englisch).
- ↑ Instagram. Abgerufen am 16. Oktober 2025.
- ↑ Star Trek: Khan Audio Series Releases Official Trailer, Poster, Premiere Date, and Additional Voice Casting. Abgerufen am 17. September 2025 (englisch).
- ↑ Star Trek Boldly Goes into its 60th Year with Fan-Centric Anniversary Celebrations Throughout 2026. Abgerufen am 17. September 2025 (englisch).
- ↑ New World Economy. Abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
- ↑ First Contact Day. Abgerufen am 4. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Star Trek: Section 31. Abgerufen am 25. September 2025 (englisch).
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- ↑ 32nd century. Abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
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- ↑ Star Trek: Aus dem Abrams-verse wird die „Kelvin-Zeitlinie“. In: syfy. 29. Juni 2016, abgerufen am 29. Juni 2016.
- ↑ Stephen Whitfield, Gene Roddenberry: The Making of Star Trek. Del Rey Books, New York 1986, ISBN 978-0-345-34019-1.
- ↑ TAS-Seite auf Ex Astris Scientia.
- ↑ Star-Trek-Statistiken bei boxofficemojo.com.
- ↑ Comic-Con 2019: ‘Star Trek: Picard’ Official Trailer, Plus Cast And Writers Speak. In: trekmovie.com. 20. Juli 2019. Abgerufen am 21. Juli 2019.
- ↑ Comic-Con 2019: ‘Star Trek: Lower Decks’ Characters and Voice Cast Revealed. In: trekmovie.com. 20. Juli 2019. Abgerufen am 21. Juli 2019.
- ↑ Tobias Tißen: „Star Trek: Lower Decks“: „Rick & Morty“-Autor entwickelt animiertes „Star Trek“-Comedy-Spin-off. In: filmstarts.de 25. Oktober 2018. Abgerufen am 28. Oktober 2018.
- ↑ Nickelodeon’s Animated Series is STAR TREK: PRODIGY. In: trekcore.com. 23. Juli 2020. Abgerufen am 23. Juli 2020.
- ↑ Hannes Könitzer: Star Trek: Nickelodeon entwickelt Animationsserie. In: Robots & Dragons 25. April 2018. Abgerufen am 28. April 2019.
- ↑ Tobias Költzsch: Neuigkeiten zu Discovery, Picard und weiteren Serien. In: golem.de. 19. Januar 2022, abgerufen am 19. Januar 2022.
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- ↑ StarTrek.com mit großem Relaunch: Komplette Episoden in HD und vieles mehr.
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Fan-made Star Trek franchise logo, inspired by Star Trek, original creation in PowerPoint using appropriate font and Gimp
This is an image of the Milky Way Galaxy from NASA that has been overlaid with the Star Trek view of the galaxy. Names in yellow show the locations of the major fictional political groups in the Star Trek universe. Creation of this image was aided with information from the Canadian Galactic Plane Survey and StarTrek.com. Feel free to contact User:Codehydro at the English wikipedia if there are any inaccuracies.
A stylized delta shield, based on the Star Trek logo.
Das NASA-Shuttle Enterprise vor der Werksanlage in Palmdale mit der Star-Trek-Besetzung. Von links nach rechts: Dr. James C. Fletcher (damaliger Leiter der NASA), DeForest Kelley (Dr. „Pille“ McCoy), George Takei (Mr. Sulu), James Doohan (Chefingenieur „Scotty“ Scott), Nichelle Nichols (Lt. Uhura), Leonard Nimoy (Mr. Spock), Gene Roddenberry (der Erfinder von Star Trek), Kongressabgeordneter Don Fuqua und Walter Koenig (Fähnrich Pavel Chekov).