Seenavigationsfunkdienst über Satelliten

Bewegung der Weltraumfunkstellen NAVSTAR GPS

Der Seenavigationsfunkdienst über Satelliten (englisch maritime radionavigation-satellite service) ist gemäß Definition der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) in der VO Funk[1] ein Navigationsfunkdienst über Satelliten, bei dem die Erdfunkstelle sich an Bord von Seefahrzeugen befindet.

Dieser Funkdienst ist ein sicherheitsrelevanter- oder Safety-of-Life Service, ist zwingend vor Störungen zu schützen und wichtiger Bestandteil der Seenavigation.

Dienste

Die VO Funk kategorisiert diesen Funkdienst wie folgt:

  • Navigationsfunkdienst (Artikel 1.42)
    • Navigationsfunkdienst über Satelliten (Artikel 1.43): radionavigation-satellite service: A radiodetermination-satellite service used for the purpose of radionavigation. This service may also include feeder links necessary for its operation.
    • Seenavigationsfunkdienst (Artikel 1.44): maritime radionavigation service: A radionavigation service intended for the benefit and for the safe operation of ships.
      • Seenavigationsfunkdienst über Satelliten (Artikel 1.45): maritime radionavigation-satellite service: A radionavigation-satellite service in which earth stations are located on board ships.
    • Flugnavigationsfunkdienst (Artikel 1.46): aeronautical radionavigation service: A radionavigation service intended for the benefit and for the safe operation of aircraft.

Funkstellen

Der Seenavigationsdienst über Satelliten unterscheidet grundsätzlich:

Funkstellen des Seenavigationsfunkdienstes über Satelliten:

Ein breites Angebot von GPS-Geräten ist auf die besonderen Anforderungen der Navigation in der Seefahrt zugeschnitten. GPS gehört heute zur Grundausstattung eines Schiffes, meist als Kartenplotter, bei dem der über GPS ermittelte Schiffsort in Echtzeit auf einer elektronischen Seekarte angezeigt wird.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. VO Funk, Artikel 1.45, Ausgabe 2012

Auf dieser Seite verwendete Medien

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Galileo sat constallation.gif
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Die Animation zeigt die Konstellation der Galileosatelliten, wie sie sich um die Erde bewegen und wie viele Satelliten von einem Punkt der Erde aus sichtbar sind.
Glonass-M small. CeBIT 2011 Samstag PD 110.jpg
Autor/Urheber: Bin im Garten, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Model of Glonass-M satellite at CeBIT 2011. This is a crop of http://commons.wikimedia.org/wiki/File:CeBIT_2011_Samstag_PD_110.JPG file
ConstellationGPS.gif
Eine Simulation von 24 GPS-Satelliten (4 auf jeder der 6 Umlaufbahnen), die die Anzahl der zu einer bestimmten Zeit nutzbaren Satelliten an einem fixen Punkt (45°N) zeigt.

Die Bahnen wurden mit folgenden Voraussetzungen simuliert: Exzentrizität (e) 0.05, Neigung (i) 55° und Trennung zwischen den Bahnen von 60° in der Rektaszension des aufsteigenden Knotens. Innerhalb der Bahnen sind die Satelliten gleichmäßig verteilt (die Position des ersten Satelliten wurde willkürlich gewählt). Die Satelliten umrunden den Planeten innerhalb von 12 Stunden. Der Planet ist eine ideale Sphäre mit einem Radius von 6400 km.

Der Zeitraffer beschleunigt die Animation ca. um das 2880-fache, was dazu führt, dass 24 Stunden in einer halben Minute vergehen (siehe Umdrehung des Planeten). Die Simulation wurde mit MATLAB erstellt und mit Adobe ImageReady ins GIF-Format übertragen.