Sebastian Räbiger

Sebastian Räbiger (* 1975) war vom 3. Oktober 2002 bis zur Verbotsverfügung am 31. März 2009 „Bundesführer“ (Vereinsvorsitzender) der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ).

Aktivitäten

Räbiger, der seit 1998 auch für die Mitgliederzeitschrift der Jungen Nationaldemokraten Der Aktivist schreibt, war verantwortlich im Sinne des Presserechts für die Vereinszeitung der HDJ Funkenflug.

Vor dem Verbot der Wiking-Jugend war Räbiger Leiter des „Gaus Sachsen“.[1]

Räbiger wurde 2008 vom Amtsgericht Zossen wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Die Strafe belief sich auf 100 Tagessätze zu je 30 Euro. Er hatte im November 2006 am Rande des „Märkischen Kulturtags“ in Blankenfelde zwei Journalisten angegriffen, darunter die über die HDJ konspirativ recherchierende Journalistin Andrea Röpke.[2] Seine Berufung gegen das Urteil wurde am 28. Juni 2010 vom Landgericht Potsdam verworfen.[3]

Räbiger wurde als Vereinsvorsitzendem der HDJ die vom Bundesministerium des Innern erlassene Verbotsverfügung zugestellt.[4] Räbiger wurde auch in parlamentarischen Anfragen[5] und von Verfassungsschutzbehörden[6] namentlich erwähnt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Räbiger, Sebastian. In: Belltower.News. 19. August 2008, abgerufen am 19. Oktober 2018.
  2. Andreas Speit: Rechtsextreme Attacke: Prügel im Supermarkt. In: taz.de. 12. Dezember 2008, abgerufen am 19. Oktober 2018.
  3. Theo Schneider: Neonazi muß zahlen. In: junge Welt. 30. Juni 2010, S. 15, abgerufen am 19. Oktober 2018.
  4. Zusammenspiel zwischen NPD und Neonazis im niedersächsischen Landtagswahlkampf. In: Verfassungsschutz gegen Rechtsextremismus. 30. November 2007, archiviert vom Original am 8. September 2016; abgerufen am 19. Oktober 2018.
  5. Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Christine Stahl BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 25.09.2007: Aktivitäten der Heimattreuen Deutschen Jugend e.V. (HDJ) in Bayern. (pdf, 41 kB) Bayerischer Landtag, 20. November 2007, archiviert vom Original am 6. September 2016; abgerufen am 19. Oktober 2018.
    Antrag der Abgeordneten Ulla Jelpke, Petra Pau, Wolfgang Neskovic, Sevim Dağdelen, Dr. Dagmar Enkelmann, Cornelia Hirsch, Dr. Lukrezia Jochimsen, Ulrich Maurer, Kersten Naumann und der Fraktion DIE LINKE. Verbot der „Heimattreuen Deutschen Jugend e. V.“ prüfen. (pdf, 60 kB) Deutscher Bundestag, Drucksache 16/10232, 15. September 2008, abgerufen am 19. Oktober 2018.
  6. Verfassungsschutzbericht 2008. S. 62, abgerufen am 19. Oktober 2018.
    Bundesweite Razzia gegen rechtsextremistische „Heimattreue Deutsche Jugend“. Verfassungsschutz Brandenburg, 9. Oktober 2008, abgerufen am 19. Oktober 2018.