Sainte-Trie

Sainte-Trie
Sent Trían
StaatFrankreich
RegionNouvelle-Aquitaine
Département (Nr.)Dordogne (24)
ArrondissementSarlat-la-Canéda
KantonLe Haut-Périgord noir
GemeindeverbandTerrassonnais en Périgord Noir Thenon Hautefort
Koordinaten45° 18′ N, 1° 12′ O
Höhe167–276 m
Fläche10,91 km²
Einwohner110 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte10 Einw./km²
Postleitzahl24160
INSEE-Code
WebsiteSergeac

Sainte-Trie – Kirche Saint-Trojan

Sainte-Trie (okzitanisch Sent Trían) ist ein Ort und eine aus mehreren Weilern (hameaux) und Einzelgehöften bestehende Gemeinde mit 110 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2019) im Osten des südfranzösischen Départements Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Lage

Sainte-Trie liegt gut 64 km (Fahrtstrecke) nördlich der Stadt Sarlat-la-Canéda bzw. gut 48 km nordöstlich von Périgueux in einer Höhe von ca. 235 m ü. d. M.[1] Das Klima ist gemäßigt und wird gleichermaßen vom Atlantik wie von den Bergen des Zentralmassivs beeinflusst.[2] An der südwestlichen Gemeindegrenze verläuft das Flüsschen Dalon.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr180018511901195419992014
Einwohner234458366183148109

Der kontinuierliche Bevölkerungsrückgang in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Reblauskrise im Weinbau und die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft sowie den jeweils damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen.

Wirtschaft

Die Bewohner der Gemeinde lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von den Erträgen ihrer Felder und Gärten; daneben wurden auch Viehzucht, ein wenig Weinbau und die Anpflanzung von Esskastanien betrieben. Im Ort selbst siedelten auch Handwerker, Kleinhändler und Dienstleister. Seit den 1960er Jahren werden einige der leerstehenden Häuser als Ferienwohnungen (gîtes) genutzt.

Geschichte

Eine Kirche in Sainte-Trie ist bereits im Jahr 1047 unter dem Namen Ecclesia Sancti Trojani bezeugt; der im Lauf der Zeit feminisierte Name bezieht sich auf den hl. Trojanus von Saintes.

Sehenswürdigkeiten

  • Der Ursprung der Pfarrkirche Saint-Trojan liegt im 12. Jahrhundert; aus dieser Zeit stammt noch das Portal. Die anderen Teile wurden in den nachfolgenden Jahrhunderten erneuert. Imposant und mit Strebepfeilern verstärkt ist die Fassade mit ihrem zweigeteilten Glockengiebel. Im Innern der einschiffigen Kirche befindet sich eine Pietà aus Holz aus dem 13. und eine steinerne Liegefigur (gisant) aus dem 14. Jahrhundert; letztere ist seit dem Jahr 1947 als Monument historique anerkannt.[3]
  • Auf dem Gemeindegebiet, aber rund fünf Kilometer südöstlich von Sainte-Trie am Bach Dalon in einer Höhe von rund 185 m ü. d. M.[4] befinden sich die Ruinen der mittelalterlichen Zisterzienser-Abtei Dalon.

Weblinks

Commons: Sainte-Trie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sainte-Trie – Karte mit Höhenangaben
  2. Brive-la-Gaillarde/Sainte-Trie – Klimatabellen
  3. Sainte-Trie – Gisant in der Base Palissy des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Kloster Dalon – Karte mit Höhenangaben

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Sainte-Trie, Dordogne, France, church