Neferkare (König)

Neferkare
Abydos Koenigsliste 15-19-4.jpg
Kartusche Nr. 19 in der Königsliste von Abydos mit dem Namen „Neferkare“ (Detail)
Eigenname
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[1]
Neferkare
(Nefer ka Re)
Nfr k3 Rˁ
Mit vollkommenen Ka, ein Re[2]
Königsliste von Abydos (Sethos I.) (Nr.19)
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Neferkare
(Nefer ka Re)
Nfr k3 Rˁ
Mit vollkommenen Ka, ein Re[2]

Neferkare ist der Geburtsname eines altägyptischen Königs (Pharao), der vermutlich in der 3. Dynastie regierte. Die Zuordnung des Namens ist in der Ägyptologie umstritten und wird daher kontrovers diskutiert.

Jürgen von Beckerath sowie Rainer Hannig setzen Neferkare mit dem von Manetho (Africanus) überlieferten griechischen Namen Mesochris beziehungsweise Nebkare gleich und sehen in ihm wie Thomas Schneider den Nachfolger von Hudjefa II. beziehungsweise Sedjes sowie Vorgänger des Huni. Da aber Mesochris wie zuletzt gezeigt nur eine andere Namensform von Mykerinos darstellt, ist die Identifizierung von Neferkare mit Mesochris sicher zu streichen.[3] Nach einer neuen Untersuchung könnte Neferkare mit dem unter seinem Horusnamen Chaba bekannten König identisch sein.[4]

Zeitgenössische Belege liegen für einen König namens Neferkare nicht vor. In der Königsliste von Abydos wird Neferkare als Nachfolger des Sedjes geführt.

Literatur

  • Nabil Swelim: Some Problems on the History of the Third Dynasty. Archaeology Society, Alexandria 1983, S. 217–220 und 224.
  • Stephan J. Seidlmayer: The Relative Chronology of Dynasty 3. In: Erik Hornung, Rolf Krauss, David A. Warburton (Hrsg.): Ancient Egyptian Chronology (= Handbook of Oriental studies. Section One. The Near and Middle East. Band 83). Brill, Leiden/ Boston 2006, ISBN 978-90-04-11385-5, S. 116–123 (Online).
  • Rainer Hannig: Großes Handwörterbuch Ägyptisch-Deutsch (2800–950 v. Chr.) von Zabern, Mainz 2006, ISBN 3-8053-1771-9, S. 1284.
  • Christoffer Theis: Zu den an der Pyramide Lepsius XIII gefundenen Namen. Die Frage nach Nfr-k3 und B3-k3. In: Studien zur Altägyptischen Kultur. Band 43, 2014, S. 426–438.
  • Jürgen von Beckerath: Handbuch der altägyptischen Königsnamen. von Zabern, Mainz 1999, ISBN 3-8053-2591-6, S. 51–52.
  • Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96053-3, S. 163, 174 und 315.
  • Christoffer Theis: Bemerkungen zu Manetho und zur manethonischen Tradition 1: Die dritte Dynastie. In: Welt des Orients. Band 44, 2014, S. 109–125.

Einzelnachweise

  1. Der Eigenname, wie er ab der 4. Dynastie mit „Sa Ra“ eingeleitet wird, existiert zu dieser Zeit noch nicht, weswegen die Weiterleitung auf Eigenname (Pharao) im Grunde problematisch ist. Die Formulierung Eigenname basiert auf Jürgen von Beckerath: Handbuch der ägyptischen Königsnamen.
  2. a b Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Düsseldorf 2002, S. 163.
  3. Christoffer Theis: Bemerkungen zu Manetho und zur manethonischen Tradition 1: Die dritte Dynastie. In: Welt des Orients. Band 44, 2014, S. 109–125, hier S. 121.
  4. Christoffer Theis: Zu den an der Pyramide Lepsius XIII gefundenen Namen. Die Frage nach Nfr-k3 und B3-k3. In: Studien zur Altägyptischen Kultur. Band 4, 2014, S. 426–438.
VorgängerAmtNachfolger
Hudjefa II.König von Ägypten
3. Dynastie
Huni

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Königskartuschen 15 bis 19