Myoporum laetum
| Myoporum laetum | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Myoporum laetum | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Myoporum laetum | ||||||||||||
| G.Forst. |
Myoporum laetum oder der Ngaio ist eine Pflanzenart in der Familie der Braunwurzgewächse aus dem mittleren bis nördlichen Neuseeland und auf den Chathaminseln.
Beschreibung
Myoporum laetum wächst als immergrüner, reich verzweigter Strauch einige Meter hoch oder als Baum bis über 10 Meter hoch. Die Borke ist rissig und warzig. Die Zweige sind kantig und teils klebrig. Der Stammdurchmesser erreicht bis zu 50 Zentimeter. Die nicht frosttolerante Pflanze ist sehr beständig gegen maritime Exposition und salzige Gischt.
Die einfachen und kurz gestielten Laubblätter sind wechselständig. Der Blattstiel ist rinnig. Die unterseits helleren Blätter sind kahl, leicht ledrig bis fleischig und von vielen durchsichtigen Harzdrüsen durchsetzt sowie klebrig. Die im vorderen Teil fein gesägten Blätter sind lanzettlich bis verkehrt-eiförmig, -eilanzettlich, etwa 6–17 Zentimeter lang und meist spitz sowie stachelspitzig mit keilförmiger Basis.
Die Blüten erscheinen bis zu sechst oder mehr, büschelig und achselständig. Die kleinen, schwach duftenden, zwittrigen, gestielten, fünfzähligen Blüten mit doppelter Blütenhülle sind weiß und mit einigen purpurnen Saftmalen gefleckt. Der harzig-drüsige Kelch mit schmalen, spitzen Zipfeln ist fast kahl. Die Krone ist kurz verwachsen mit etwas längeren, ausgebreiteten Lappen. Der Schlund und innen die Kronlappen sind langborstig, bärtig. Es sind 4 kurze Staubblätter vorhanden. Der oberständige, vierkammerige und kahle Fruchtknoten ist leicht vierkantig mit kurzem, borstigem Griffel und leicht gelappter Narbe. Es ist ein Diskus vorhanden.[1]
Es werden kleine, steinfruchtartige und eiförmige, purpurne, später bräunliche, bis viersamige, 7–9 Millimeter große Früchte mit beständigem Kelch und Griffelresten gebildet. Der Kern ist holzig.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 54.
Vorkommen
Die Art kommt ursprünglich in Neuseeland vor. Sie wurde aber in Kalifornien, Mexiko, Argentinien, Uruguay, Australien, Namibia, Südafrika, Marokko, Algerien, Tunesien, Portugal, Spanien, Frankreich, Italien und auf den Azoren eingeführt.[2]
Taxonomie
Myoporum laetum wurde 1786 von Johann Georg Adam Forster in Florulae Insularum Australium Prodromus Seite 44 zusammen mit Myoporum crassifolium und Myoporum tenuifolium erstbeschrieben.[3] Ein Synonym von Myoporum laetumG.Forst. ist Myoporum pubescensG.Forst.[2]
Bilder
- Habitus
- Drüsenbesetztes Blatt
- Blüte
- Fruchtstand
Literatur
- T. Kirk: The Forest Flora of New Zealand. 1889, S. 253 f, No. 124.
- Howard E. McMinn, Evelyn Maino: An illustrated manual of Pacific coast trees. Second Edition, Univ. California Press, 1963, ISBN 0-520-00846-4 (Reprint), S. 348.
- R. J. Chinnock: Eremophila and Allied Genera. Rosenberg, 2007, ISBN 978-1-877058-16-5, S. 115 ff.
Weblinks
- Myoporum laetum bei New Zealand Plant Conservation Network.
- Myoporum laetum bei California Invasive Plant Council.
Einzelnachweise
- ↑ Myoporum laetum bei SMM Wildflowers, PDF unten bei ANF Description.
- ↑ a b Myoporum laetum. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 6. Oktober 2025.
- ↑ G.Forster: Florulae insularum Australium: prodromus. In: biodiversitylibrary.org. S. 44, abgerufen am 7. Oktober 2025 (englisch).
Auf dieser Seite verwendete Medien
Autor/Urheber: Avenue, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Leaf of Ngaio tree (Myoporum laetum), backlit by the evening sun. The leaf spots contain ngaione, a liver toxin fatal to livestock. Photo taken in Auckland, New Zealand.
Autor/Urheber: Daderot, Lizenz: CC0
Botanical specimen in the Palmengarten, Frankfurt am Main, Germany.
Autor/Urheber: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Myoporum laetum at Praia da Adraga in W Portugal