Maria Canins

Maria Canins
Maria Canins am Col d’Izoard, 1986
(c) rene boulay, CC BY-SA 3.0
Maria Canins am Col d’Izoard, 1986
Zur Person
Geburtsdatum4. Juni 1949 (76 Jahre)
NationItalien Italien
DisziplinStraße
Wichtigste Erfolge
  • Italienische Meisterin Straßenrennen
    (1984–1989)
  • Weltmeisterin im Mannschaftszeitfahren 1988
  • Weltmeisterin Wintertriathlon
    (1997, 1999)
Letzte Aktualisierung: 23. November 2019

Maria Canins (* 4. Juni 1949 in Stern, Abtei) ist eine ehemalige italienische Radrennfahrerin, Skilangläuferin, Mountainbikerin und Radsport-Weltmeisterin.

Werdegang

Maria Canins ist mit ihren Erfolgen und ihrer Vielseitigkeit eine sportliche Ausnahmeerscheinung.

Skilanglauf seit 1969

Von 1969 bis 1981 betrieb sie erfolgreich Skilanglauf, so gewann sie u. a. 15 nationale Titel und 1985 als erste Italienerin den schwedischen Wasalauf. Zehnmal in Folge, von 1979 bis 1988, konnte sie den größten italienischen Skilanglaufmarathon Marcialonga für sich entscheiden, sowie neunmal den internationalen Gsieser-Tal-Lauf zwischen 1986 und 2000.

Profi-Radsport seit 1981

1981, mit 32 Jahren, entschied sich Maria Canins für den Profi-Radsport. Da sie zu diesem Zeitpunkt schon ein Kind hatte, wurde sie „La mammina volante“ (ital. „das fliegende Mütterchen“) genannt. Schon ein Jahr später wurde sie Zweite bei der Straßen-WM im britischen Goodwood, im Jahr darauf Dritte. 1985 wurde sie erneut Vize-Weltmeisterin, bei der Straßen-WM 1988 in Seoul schließlich Weltmeisterin im Mannschaftszeitfahren.

Ihre große Stärke waren Etappen-Rundfahrten: 1988 gewann sie die erste Austragung des Giro d’Italia Femminile; 1987 die Tour de l’Aude Féminin sowie 1985 und 1986 die Tour de France féminin. Mehrfach belegte sie auch zweite und dritte Plätze in der Gesamtwertung von Rundfahrten. Sechsmal wurde sie italienische Meisterin im Straßenrennen und ist damit Rekordhalterin.

Olympische Sommerspiele 1984

Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles wurde Maria Canins Fünfte im Straßenrennen; vier Jahre später bei den Spielen in Seoul belegte sie Platz 32.

Wintertriathlon seit 1995

1995 trat Maria Canins vom Profi-Radsport zurück und wandte sich dem Mountainbikefahren sowie dem Wintertriathlon zu. Auch in diesen Disziplinen gelangen ihr zahlreiche Erfolge wie der Gewinn des Weltmeistertitels im Wintertriathlon 1997 und 1999.[1]

Seit vielen Jahren ist Maria Canins Repräsentantin der Maratona dles Dolomites, eine der bedeutsamsten Sportveranstaltungen ihrer Heimatregion.

Maria Canins war bis zu dessen Tod im Juli 2016 mit dem italienischen Skilangläufer Bruno Bonaldi verheiratet.[2] Sie lebt in ihrer Heimat in den Dolomiten.

Sportliche Erfolge

Winter-Triathlon
Datum/JahrRangWettbewerbAustragungsortZeitBemerkung
19991ITU Winter Triathlon World ChampionshipsWintertriathlon-Weltmeisterin
19971ITU Winter Triathlon World ChampionshipsItalienItalien MalsWintertriathlon-Weltmeisterin

Auszeichnungen

Commons: Maria Canins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kai Baumgartner: Dreifache Faszination in Weiss: 7. Wintertriathlon-WM in Oberstaufen. In: 3athlon.de. 27. September 2002, archiviert vom Original am 7. November 2004; abgerufen am 16. Februar 2010.
  2. Schianto in bici in Val Badia, muore Bruno Bonaldi (Memento vom 18. August 2017 im Internet Archive)

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  • Winner in World Championship
Flag of Italy (1946–2003).svg
Flag of Italy from 1946 to 2003, when exact colors were specified.
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The 1:2 official state flag of the Russian Federation (formerly the RSFSR) used from 1991 to 1993. No. 1 in the State Heraldical Register of the Russian Federation.
Hautes-Alpes Col De L'Izoard Tour de France Feminin Maria Canins 071986 - panoramio.jpg
(c) rene boulay, CC BY-SA 3.0
Hautes-Alpes Col De L'Izoard Tour de France Feminin Maria Canins 071986