Marc Sturm
Marc Sturm (* 1982 in München) ist ein deutscher Politiker (Freie Wähler) und Landrat des schwäbischen Landkreises Aichach-Friedberg.
Leben
Sturm ist in Griesbeckerzell, einem Stadtteil von Aichach, aufgewachsen und hat 2001 am Deutschherren-Gymnasium in Aichach das Abitur abgelegt. Nach dem Zivildienst studierte er Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Hierzu erhielt er ein Stipendium der Hochbegabten-Förderung der Hanns-Seidel-Stiftung im Bereich der journalistischen Nachwuchsförderung und wurde Mitglied der Katholischen Bayerischen Studentenverbindung Rhaetia. Nach dem Studium legte Sturm das Erste Juristische Staatsexamen ab, absolvierte das Referendariat im Landgerichtsbezirk Augsburg und schloss es 2010 mit dem Zweiten Staatsexamen ab. Seit 2010 war Sturm als Rechtsanwalt v. a. im Bereich Zivil- und Wirtschaftsrecht tätig. Im September 2012 gründete er zusammen mit Altlandrat Theo Körner und Isabel Härtl eine Anwaltskanzlei in Aichach. Neben europäischen und italienischen Recht lag Sturms Schwerpunkt im Bereich der Erneuerbare Energien. Hierbei hat er u. a. Crowdfunding-Projekte mit Bürgerbeteiligung erfolgreich mitbegleitet.
2021 wurde er an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck zum Dr. iur. mit dem Thema „Wahrheit und Recht – Herausforderungen durch Fake-News“ promoviert.
Sturm ist verheirateter Familienvater und römisch-katholisch.
Politik
Sturm kandidierte erstmals bei der Kommunalwahl 2002 für den Stadtrat Aichach. Bei seiner zweiten Kandidatur wurde er zum 1. Mai 2008 in den Stadtrat gewählt und 2014 darin bestätigt. Bei der Kommunalwahl 2014 bewarb er sich auch erfolgreich für den Kreistag Aichach-Friedberg. 2019 erfolgte der Wechsel von der CSU zu den Freien Wählern. 2020 wurde er in den Stadtrat und in den Kreistag wiedergewählt.
Am 8. Oktober 2023 trat er bei der Landtagswahl über die Wahlkreisliste Schwaben an, verpasste jedoch knapp den Einzug in das Parlament. Er ist der erste Nachrücker aus dem Bezirk Schwaben für den bayerischen Landtag.
Bei der Landratswahl am 8. März 2026 im Landkreis Aichach-Friedberg erreichte er im ersten Wahlgang unter fünf Bewerbern mit 19,5 % das zweitbeste Ergebnis und gelangte in die Stichwahl gegen den Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko (CSU). Diese gewann er am 22. März 2026 mit einem Vorsprung von 21 Stimmen (beide 50,0 %).[1] Die sechsjährige Amtszeit begann am 1. Mai 2026.
Bereits in der ersten Kreistagssitzung am 11. Mai 2026 setze er neue Maßstäbe. Die Sitzung begann mit einem ökumenischen Gottesdienst.[2]
Weblinks
- Internet-Seite von Marc Sturm
- Marc Sturm - SKP-Kanzlei
Einzelnachweise
- ↑ Stichwahlergebnis 2026, abgerufen am 7. April 2026
- ↑ Marc Sturm - SKP-Kanzlei. Abgerufen am 20. Mai 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sturm, Marc |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (Freie Wähler), Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg |
| GEBURTSDATUM | 1982 |
| GEBURTSORT | München |