Landkreis Darmstadt-Dieburg

WappenDeutschlandkarte
Wappen des Landkreises Darmstadt-DieburgDeutschlandkarte, Position des Landkreises Darmstadt-Dieburg hervorgehoben

Koordinaten: 49° 54′ N, 8° 41′ O

Basisdaten
Bundesland:Hessen
Regierungsbezirk:Darmstadt
Verwaltungssitz:Darmstadt
Fläche:658,61 km2
Einwohner:297.701 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte:452 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen:DA, DI
Kreisschlüssel:06 4 32
Kreisgliederung:23 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Jägertorstraße 207
64289 Darmstadt
Website:www.ladadi.de
Landrat:Klaus Peter Schellhaas (SPD)
Lage des Landkreises Darmstadt-Dieburg in Hessen
KasselLandkreis KasselWerra-Meißner-KreisSchwalm-Eder-KreisLandkreis Waldeck-FrankenbergLandkreis Hersfeld-RotenburgLandkreis FuldaVogelsbergkreisLandkreis Marburg-BiedenkopfLahn-Dill-KreisLandkreis Limburg-WeilburgLandkreis GießenMain-Kinzig-KreisWetteraukreisRheingau-Taunus-KreisHochtaunuskreisWiesbadenMain-Taunus-KreisLandkreis Groß-GerauFrankfurt am MainOffenbach am MainLandkreis OffenbachDarmstadtLandkreis Darmstadt-DieburgLandkreis BergstraßeLandkreis BergstraßeOdenwaldkreisBaden-WürttembergRheinland-PfalzBayernNordrhein-WestfalenNiedersachsenThüringenKarte
Über dieses Bild
Sitz der Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein (2016)
Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg – Kreishaus Dieburg (2016)

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg liegt im Regierungsbezirk Darmstadt in Hessen.

Der Hauptsitz der Kreisverwaltung befindet sich im Landratsamt im Darmstädter Stadtteil Kranichstein. Der zweite Sitz ist das Kreishaus in Dieburg. Darüber hinaus existieren weitere Außenstellen in Dieburg und speziell für die Erziehungsberatung auch in Groß-Umstadt, Ober-Ramstadt und Pfungstadt. Das Veterinäramt hat seinen Sitz in Darmstadt.

Bekannt ist der Kreis für die Grube Messel, die reich an subtropischen bis tropischen Pflanzen- und Tierfossilien ist (seit 1995 UNESCO-Weltnaturerbe).

Geografie

Lage

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg liegt am Rande der nordwestlichen Ausläufer des Odenwaldes. Die Landschaftsstruktur ist heterogen: Der westliche Teil des Kreises mit den Flugsandgebieten zwischen Weiterstadt und Pfungstadt gehört landschaftlich zur Hessischen Rheinebene. Der südwestliche Teil um Seeheim und Alsbach gehört zur Bergstraße, die den Übergang zwischen der Oberrheinischen Tiefebene und dem Odenwald schafft, dem auch das südliche Kreisgebiet angehört. Das Gebiet um Darmstadt und Messel ist durch eine dicht bewaldete und dünn besiedelte Hügellandschaft geprägt. Der nordöstliche Teil, das Dieburger und das Umstädter Land, ist ein sehr fruchtbares, ebenfalls hügeliges Gebiet, das von zahlreichen Bächen und dem Flüsschen Gersprenz durchflossen wird, und nach Süden mit dem Reinheimer Hügelland sanft in den Odenwald übergeht. An der „Kleinen Bergstraße“ in Groß-Umstadt ist der Übergang allerdings ähnlich plötzlich wie an der Bergstraße selbst.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzt, im Norden beginnend im Uhrzeigersinn, an die Landkreise Offenbach (in Hessen), Aschaffenburg und Miltenberg (beide in Bayern), Odenwaldkreis, Bergstraße und Groß-Gerau (alle wiederum in Hessen). Die kreisfreie Stadt Darmstadt ragt von Norden in das westliche Kreisgebiet.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Landkreises Darmstadt-Dieburg war schon früh besiedelt. Spuren aus der Stein- und der Eisenzeit sind an mehreren Stellen zu beobachten. Der Ringwall in Fischbachtal weist evtl. auf eine keltische Besiedlung hin. Die Römer annektierten das Kreisgebiet Ende des ersten nachchristlichen Jahrhunderts. Etwa 125 n. Chr. wurde im Bereich des heutigen Südhessen als untere Verwaltungseinheit die Civitas Auderiensium mit dem Hauptort Dieburg gegründet. Während das westliche Kreisgebiet eher dünn besiedelt blieb, wurde das Dieburger und Umstädter Land im Osten planmäßig kolonisiert.

Nach dem Rückzug der Römer nahmen zunächst Alamannen, dann ab 506 Franken Besitz vom Kreisgebiet. Sämtliche Ortsnamen, die auf -heim enden, sind fränkische Gründungen.

Danach zerfällt das Gebiet in unterschiedliche Besitzungen. Im Westen etablieren sich die Grafen von Katzenelnbogen, die Darmstadt, Groß-Gerau, Zwingenberg und (innerhalb des heutigen Kreises) Ober-Ramstadt und Reinheim zu Städten ausbauen. Der westliche Teil des Kreises lag in ihrer Herrschaft, Weiterstadt und Griesheim mit ihren Ökonomiehöfen versorgten die Burgen der Grafen in den Residenzen Darmstadt und Groß-Gerau, während Pfungstadt und Seeheim Verwaltungssitz eines eigenen Amtes wurden. 1476 fiel der gesamte Besitz Katzenelnbogens an Hessen. Im östlichen Teil des heutigen Kreises ist die Territorialgeschichte wesentlich komplizierter. Neben Kleinbesitzungen, die nur wenige Dörfer umfassten, gab es einige größere Gebiete, die aber selten die Größe heutiger Gemeinden erreichten. Sie wurden entweder von lokalem Adel verwaltet (Eppertshausen) oder gehörten zu größeren Grafschaften oder Fürstentümern. So gehörte Groß-Umstadt mit Otzberg je zur Hälfte zur Kurpfalz und zu Hanau, Babenhausen mit Schaafheim insgesamt zu Hanau und Dieburg mit Münster und Klein-Zimmern zum Kurfürstentum Mainz, das versuchte, eine Landverbindung zwischen seinen rheinhessischen und unterfränkischen Besitztümern zu erlangen. Während fast alle Gebiete dieser Region in der Reformation protestantisch wurden, blieben Dieburg, Münster, Klein-Zimmern und Eppertshausen katholische Exklaven, was sich bis heute im Wahlverhalten auswirkt.

Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 wurde das ganze Gebiet Hessen-Darmstadt, dem späteren Großherzogtum Hessen, zugeordnet (ausgenommen Dorndiel, Radheim und Mosbach, das erst 1817 zu Hessen-Darmstadt kam). Hier entstanden zunächst die Ämter Darmstadt, Reinheim und Dieburg, das Gebiet westlich Darmstadt gehörte zeitweise zum Amt Groß-Gerau. Dann entstanden die beiden Kreise Darmstadt und Dieburg in der Provinz Starkenburg.

Darmstadt schied 1938 als kreisfreie Stadt aus seinem Kreis aus, es bildeten sich der Stadt- und der Landkreis Darmstadt, die Stadt blieb aber Verwaltungssitz beider Kreise. Der Kreis Dieburg wurde im Zuge derselben Reform zum Landkreis Dieburg, weiterhin mit Dieburg als Kreisstadt; einige Verwaltungsaufgaben wurden aber nach Groß-Umstadt abgegeben.

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurden aus beiden Landkreisen zum 1. Januar 1977 der heutige Landkreis Darmstadt-Dieburg geschaffen.[2] Einige Orte wurden zuvor anderen Landkreisen zugeteilt: So kamen Brensbach (mit Wersau) und Fränkisch-Crumbach zum Odenwaldkreis, Ober-Roden und Urberach (Stadt Rödermark) sowie Nieder-Roden (zur Stadt Rodgau) kamen zum Landkreis Offenbach. Die immer noch kreisfreie Stadt Darmstadt gab die Sankt Stephans-Siedlung an Griesheim ab. Darmstadt wurde Sitz der Kreisverwaltung, Dieburg blieb Außenstelle.

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungspyramide für den Kreis Darmstadt-Dieburg (Datenquelle: Zensus 2011[3].)
JahrEinwohner[4][5]Ausländer-
anteil [%]
1975235.69308,4
1980248.14708,8
1985249.40708,1
1990261.76909,1
1995279.06612,3
2000286.78011,0
2005290.29210,6
2010289.19910,4
2015292.77312,8
2018296.49414,2

Konfessionsstatistik

Laut der Volkszählung 2011 waren 39,8 % der Einwohner evangelisch, 23,6 % römisch-katholisch und 36,6 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[6] Die Zahl der Katholiken und Protestanten ist seitdem gesunken.

Politik

Kreistag

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis[7], in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[8][9][10]

Diagrammdarstellung von Wahlergebnis und Sitzverteilung
Wahl des Darmstadt-Dieburger Kreistags 2021
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
32,2 %
25,6 %
18,3 %
6,0 %
6,0 %
3,4 %
2,6 %
2,6 %
1,7 %
1,2 %
0,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+0,3 %p
−1,3 %p
+4,8 %p
−6,9 %p
−0,2 %p
−0,2 %p
−1,0 %p
+2,6 %p
+1,7 %p
+1,2 %p
+0,5 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
i Klimaliste
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%
Sitzverteilung im Kreistag 2021
Insgesamt 71 Sitze
Wahlvorschläge%
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands32,22331,92336,12639,828
CDUChristlich Demokratische Union Deutschlands25,61826,91930,42236,926
GRÜNEBündnis 90/Die Grünen18,81313,51021,61511,008
FDPFreie Demokratische Partei6,0406,20403,60305,604
AfDAlternative für Deutschland6,0412,909
DIE LINKE.DIE LINKE.[11]3,4303,60303,10202,001
UWGUnabhängige Wählergemeinschaften2,62
FREIE WÄHLERFREIE WÄHLER2,6203,60203,202
KlimalisteKlimaliste1,71
Die PARTEIPartei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung & basisdemokratische Initiative1,21
DKPDeutsche Kommunistische Partei0,5001,301
PIRATENPiratenpartei Deutschland01,30102,001
FWGFreie Wählergemeinschaften03,403
Gesamt100,071100,071100,071100,071
Wahlbeteiligung in %53,4648,950,247,0

Seit 2008 ist der Mitschnitt von Redebeiträgen der Abgeordneten aus den öffentlichen Kreistagssitzungen nicht erlaubt.[12] 2016 wurde ein Antrag zu Livestreaming aus dem Kreistag ein weiteres Mal im Kreistag abgelehnt.[13]

Landrat

Alfred Jakoubek (SPD) wurde am 2. März 1997 mit 55,6 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Bei seiner Wiederwahl am 27. April 2003 erhielt er im ersten Wahlgang 62,0 Prozent der Stimmen. Am 26. April 2009 wurde Klaus Peter Schellhaas (SPD) mit 54,4 Prozent der Stimmen zum Landrat gewählt. Er hat das Amt seit dem 1. Oktober 2009 inne.

Wappen, Flagge und Banner

Wappen des Landkreises Darmstadt-Dieburg
Blasonierung: „In einem von Gold und Blau geteilten Schild oben ein blau-bewehrter und -bezungter Löwe, in den Pranken ein rotes sechsspeichiges Rad haltend, unten 23 silberne Sterne.“
Wappenbegründung: Der Löwe ist das Wappensymbol der Grafen von Katzenelnbogen, das Rad ist das Mainzer Rad und die Sterne stehen für die 23 Städte und Gemeinden des Kreises und sind dem alten Darmstadter Kreiswappen entnommen, das 41 Sterne zeigte. Das Wappen wurde am 16. Juni 1978 vom hessischen Innenminister genehmigt.

Flaggenbeschreibung: „Auf weißer Flaggenbahn mit blauen Randstreifen in der oberen Hälfte aufgelegt das Kreiswappen.“

Partnerschaften

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg unterhält eine Partnerschaft mit North East Derbyshire, einem Bezirk in Mittelengland, dessen Verwaltung außerhalb in der Stadt Chesterfield liegt. Zudem gibt es Partnerschaften mit dem Landkreis Zwickau, der Metropolitanstadt Florenz in Italien und dem Bezirk Mladá Boleslav in Tschechien.

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Panorama von der Veste Otzberg über den Landkreis
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Landwirtschaftliche Flächen bei Ober-Ramstadt

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Der Hightech-Standort Landkreis Darmstadt-Dieburg ist mit seinen rund 290.000 Einwohnern in 23 Städten und Gemeinden ein bedeutender Teil der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main-Neckar. Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Platz 126 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Zukunftschancen“.[14] In der Ausgabe von 2019 lag er auf Platz 123 von 401.[15]

Obwohl das Dieburger Land sehr fruchtbar ist, und im Bereich von Groß-Umstadt sogar Weinbau betrieben wird und obwohl im Westen des Kreises der Spargelanbau hohe Umsätze erwirtschaftet, ist der wichtigste Wirtschaftszweig des Landkreises Darmstadt-Dieburg nicht die Landwirtschaft. Im Landkreis haben sich bedeutende Unternehmen, teils mit Weltruf, u. a. der Baustoffindustrie (Groß-Umstadt), Farben- und Lackindustrie (Ober-Ramstadt) und der Nahrungsmittelindustrie (Alsbach-Hähnlein) niedergelassen. Andere profitieren von der Lage an der Autobahn und zur Darmstädter Stadtgrenze und siedelten Dienstleistungsunternehmen und Großmärkte an.

Verkehr

Durch das westliche Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 5 (Heidelberg–Frankfurt) und 67 (Mannheim–Darmstadt). Ferner durchziehen mehrere Bundesstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 3, B 26, B 38, B 45 und B 426.

Die Planung und Organisation der Angebote im öffentlichen Nahverkehr im Landkreis Darmstadt-Dieburg wird von der Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (DADINA) geleistet.

Kultur und Bildung

Im Landkreis und seiner Umgebung gibt es über 80 Schulen, darunter eine Internationale Schule mit Preschool am Schuldorf Bergstraße,[16] weiterführende Bildungseinrichtungen, Berufsschulen sowie Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen. Um Ausgaben im Haushalt einzusparen, werden ab 2015 die Zuschüsse für die Musikschule Darmstadt-Dieburg gestrichen.[17]

Es gibt unterschiedliche kulturelle Angebote, darunter auch Freizeitmöglichkeiten im Naturpark Bergstraße-Odenwald mit dem einzigen UNESCO-Weltnaturerbe in Deutschland, der Grube Messel.

Gesundheitseinrichtungen

Im Gebiet des Landkreises Darmstadt-Dieburg finden sich zwei Krankenhäuser für die allgemeine Patientenversorgung. Die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg bestehen aus zwei Standorten mit 289 Betten in Groß-Umstadt sowie 123 Betten in Seeheim-Jugenheim. In Seeheim-Jugenheim wird neben Akutmedizin (Schwerpunkt Orthopädie) auch der Bereich Neurologische Rehabilitation betrieben. Darüber hinaus gab es bis 2016 in Dieburg das konfessionelle St. Rochus Krankenhaus, ein Belegkrankenhaus mit 84 Betten.

Gemeinden

ErzhausenWeiterstadtGriesheimPfungstadtBickenbach (Bergstraße)Alsbach-HähnleinSeeheim-JugenheimModautalMühltalOber-RamstadtMesselEppertshausenMünster (Hessen)DieburgRoßdorf (bei Darmstadt)FischbachtalGroß-BieberauReinheimGroß-ZimmernOtzbergGroß-UmstadtSchaafheimBabenhausen (Hessen)DarmstadtBayernOdenwaldkreisLandkreis BergstraßeLandkreis Groß-GerauLandkreis OffenbachMunicipalities in DA (district).svg
Über dieses Bild

(Einwohner am 31. Dezember 2020[18])

Städte

  1. Babenhausen (16.927)
  2. Dieburg (15.537)
  3. Griesheim (27.703)
  4. Groß-Bieberau (4.677)
  5. Groß-Umstadt (21.234)
  6. Ober-Ramstadt (15.127)
  7. Pfungstadt (25.029)
  8. Reinheim (16.426)
  9. Weiterstadt (Sitz: Riedbahn) (26.064)

Weitere Gemeinden

  1. Alsbach-Hähnlein (Sitz: Alsbach) (9.082)
  2. Bickenbach (6.095)
  3. Eppertshausen (6.201)
  4. Erzhausen (7.950)
  5. Fischbachtal (Sitz: Niedernhausen) (2.740)
  6. Groß-Zimmern (14.646)
  7. Messel (4.082)
  8. Modautal (Sitz: Brandau) (5.064)
  9. Mühltal (Sitz: Nieder-Ramstadt) (13.918)
  10. Münster (Hessen) (14.450)
  11. Otzberg (Sitz: Lengfeld) (6.441)
  12. Roßdorf (12.619)
  13. Schaafheim (9.218)
  14. Seeheim-Jugenheim (Sitz: Seeheim) (16.471)

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Januar 1977 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Darmstadt gültige Unterscheidungszeichen DA zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 2. Januar 2013 ist aufgrund der Kennzeichenliberalisierung zudem das Unterscheidungszeichen DI (Dieburg) erhältlich.

Natur und Schutzgebiete

Der Landkreis erstreckt sich von der Oberrheinebene bis zur Mainebene, und vom Messeler Hügelland bis zum nördlichen Odenwald, über Höhenlagen von 88 m an der Gemarkungsgrenze Griesheim-Wolfskehlen bis zu 592 m auf der Neunkirchner Höhe. Dieses vielgestaltige Areal enthält 29 seltene Lebensraumtypen mit reichhaltiger Fauna und Flora. Zum Schutz dieser Biotope sind 27 Naturschutzgebiete und vier Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen worden. Außerdem gibt es 28 Natura-2000-Gebiete (davon 23 FFH-Gebiete und 5 Vogelschutzgebiete), die teilweise kreisübergreifend sind, sowie zwei Naturwaldreservate (Kniebrecht und Zellhäuser Düne). Zahlreiche Einzelbäume, Felsformationen oder Kleinflächen sind als Naturdenkmal geschützt. Die Grube Messel als Fossillagerstätte von Weltrang ist seit 1995 UNESCO-Weltnaturerbe.[19]

Weblinks

Commons: Landkreis Darmstadt-Dieburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 381.
  3. Datenbank Zensus 2011, Kreis Darmstadt-Dieburg, Alter + Geschlecht
  4. Hessisches Statistisches Informationssystem in: Hessisches Statistisches Landesamt
  5. Einwohnerzahlen am 30.06.2018 (Datenquelle: Hessisches Statistisches Landesamt). Archiviert vom Original am 9. Februar 2019; abgerufen am 9. Februar 2019.
  6. Landkreis Darmstadt-Dieburg Religion, Zensus 2011
  7. Kreistagswahl - Kommunalwahlen 2021 im Landkreis Darmstadt-Dieburg - Gesamtergebnis. Abgerufen am 31. März 2021.
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2016 und 2011
  9. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2011 und 2006
  10. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2006 und 2001
  11. Wahl 2006: WASG
  12. Der Kreistag blockt. (Memento vom 16. Dezember 2008 im Internet Archive) In: Frankfurter Rundschau, 17. Juli 2008.
  13. Vorschlag für Livestream aus dem Kreistag zu zweiten Mal gescheitert. In: Darmstädter Echo. 7. Februar 2016, archiviert vom Original; abgerufen im April 2019.
  14. Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original; abgerufen am 23. März 2018.
  15. PROGNOS Zukunftsatlas. Handelsblatt, abgerufen am 10. Dezember 2019.
  16. Internationale Schule am Schuldorf Bergstraße
  17. Streichkonzert beginnt bei Musikschule, (Memento vom 14. Februar 2015 im Internet Archive) In: echo online vom 2. April 2014
  18. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  19. Horst Bathon, Georg Wittenberger: Die Naturdenkmale des Landkreises Darmstadt-Dieburg mit Biotop-Touren. 2. erweiterte und vollständig überarbeitete Auflage. In: Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg – Untere Naturschutzbehörde (Hrsg.): Schriftenreihe Landkreis Darmstadt-Dieburg. Darmstadt 2016, ISBN 978-3-00-050136-4 (243 Seiten).

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Lage von Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen, Deutschland
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Flagge des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Hessen, Deutschland
Beschreibung des Wappens: „In einem von Gold (Gelb) und Blau geteilten Schild, oben ein blau-bewehrter und -bezungter Löwe, in den Pranken ein rotes sechsspeichiges Rad haltend, unten 23 silberne (weiße) vierzackige Sterne (im Verhältnis 7:6:5:4:1).“
Beschreibung der Flagge:„Die Flagge zeigt auf einer weißen, von zwei blauen Seitenstreifen im Verhältnis 1:3:1 eingefassten Bahn, in der Mitte zum Liek verschoben, das Wappen des Landkreises.“
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Banner des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Hessen, Deutschland
Beschreibung des Wappens: „In einem von Gold (Gelb) und Blau geteilten Schild, oben ein blau-bewehrter und -bezungter Löwe, in den Pranken ein rotes sechsspeichiges Rad haltend, unten 23 silberne (weiße) vierzackige Sterne (im Verhältnis 7:6:5:4:1).“
Beschreibung des Banners:„Das Banner zeigt auf einer weißen, von zwei blauen Seitenstreifen im Verhältnis 1:3:1 eingefassten Bahn, über die Mitte nach oben geschoben, das Wappen des Landkreises.“
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Panorama LK Darmstadt-Dieburg 9528560395 79167406d1 o.jpg
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Die Felder sind abgeerntet und die strahlende Sonne regt dazu an, mit dem Fotoapparat die Landschaft zu erkunden. Deswegen hier mal ein Panorama, aufgenommen nahe Hober-Ramstadt in der Nähe von Darmstadt. Der Blickt geht von hier fast über den ganzen Odenwald. Das Panorama wurde mit Hugin aus 18 Einzelbildern zusammen gesetzt.

A Panorama made with Hugin out of 18 images. It features the landscape near Ober-Ramstadt (Darmstadt, Germany). The view goes the the famous Odenwald.
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Bevölkerungspyramide des Kreises Darmstadt-Dieburg nach Zensus 2011.