Koziegłowy

Koziegłowy
Wappen von Koziegłowy
Koziegłowy (Polen)
Koziegłowy
Basisdaten
Staat:Polen
Woiwodschaft:Schlesien
Powiat:Myszków
Gmina:Koziegłowy
Fläche:26,72 km²
Geographische Lage:50° 36′ N, 19° 10′ O
Einwohner:2438
(31. Dez. 2020)[1]
Postleitzahl:42-350
Telefonvorwahl:(+48) 34
Wirtschaft und Verkehr
Straße:E 75 CzęstochowaSosnowiec
DW 789 ŻarkiKalety
Nächster int. Flughafen:Katowice
Gmina
Gminatyp:Stadt-und-Land-Gemeinde
Gminagliederung:26 Schulzenämter
Fläche:159,16 km²
Einwohner:14.348
(31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte:90 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS):2409023
Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister:Jacek Ślęczka
Adresse:Plac Moniuszki 14
42-350 Koziegłowy
Webpräsenz:www.kozieglowy.pl



Koziegłowy (deutsch historisch: Coßziegle)[2] ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Schlesien. Die Stadt ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde im Powiat Myszkowski.

Geschichte

Das ursprüngliche Koziegłowy lag an der Stelle des heutigen Dorfs Koziegłówki. Es wurde als die Pfarrei Cosseglow im Peterspfennigregister des Jahres 1326 im Dekanat Sławków (Slavcoviensis) des Bistums Krakau erstmals urkundlich erwähnt wurden.[3][4] Erst später wurde die Burg Cozeglowy[5] im Jahr 1383 und danach die Stadt Cozeglowy im Jahr 1400 erwähnt.[6]

Die Stadt war eine der drei Städten im Herzogtum Siewierz, das im Jahr 1443 vom Teschener Herzog Wenzel I. dem Krakauer Bischof Zbigniew Oleśnicki verkauft wurde.[7]

Im Zweiten Nordischen Krieg wurde der Ort von den Schweden zerstört. Bei der Dritten Teilung Polens wurde die Stadt 1795 Teil Preußens, Provinz Neuschlesien. 1807 kam sie zum neu gegründeten Herzogtum Warschau und 1815 zu Kongresspolen.[8] In dieser faktisch russischen Provinz verlor der Ort 1870 sein Stadtrecht.[9] Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde Koziegłowy im Sommer 1914 von den Deutschen besetzt. Diese dauerte bis Ende des Krieges mit welchem der Ort Teil des wiederentstandenen Polens wurde.[10] Zum Beginn des Überfalls auf Polen wurde Koziegłowy im September 1939 von der deutschen Wehrmacht besetzt und dem Landkreis Warthenau im neuen „Ostoberschlesien“ zugeordnet wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam der Ort wieder zu Polen und erhielt im November 1949 wieder Stadtrecht verliehen.[10] Ab 1975 war die Stadt Teil der Woiwodschaft Częstochowa. Bei einer erneuten Reform der Verwaltungsstrukturen Polens wurde diese Woiwodschaft aufgelöst und seitdem ist Koziegłowy Teil der Woiwodschaft Schlesien.

Gemeinde

Zur Landgemeinde Koziegłowy gehören folgende Ortschaften mit einem Schulzenamt:

Cynków
Gniazdów
Gliniana Góra
Koclin
Koziegłówki
Krusin
Lgota Górna
Lgota-Mokrzesz
Lgota-Nadwarcie
Markowice
Miłość
Mysłów
Mzyki
Nowa Kuźnica
Oczko
Osiek
Pińczyce
Postęp
Pustkowie Lgockie
Rosochacz
Rzeniszów
Siedlec Duży
Siedlec Mały
Stara Huta I
Stara Huta II
Winowno
Wojsławice
Zabijak

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Kirche der Heiligen Magdalena
  • die spätgotische Kirche der Heiligen Magdalena aus dem 15./16. Jahrhundert
  • die barocke Kapelle aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts
  • die barocke Kirche aus dem Jahr 1670 mit einem Altar aus der Renaissance
  • Holzhäuser aus dem 19./20. Jahrhundert

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch Koziegłowy führt die Landesstraße 1 (droga krajowa 1) welche hier zugleich die Europastraße 75 ist. Sie führt im Norden nach Częstochowa (20 km) und Łódź (150 km) und endet nach etwa 500 Kilometern in Danzig (Gdańsk). Im Süden führt die Straße über Sosnowiec (40 km) zum 140 Kilometern entfernten Grenzübergang Cieszyn/Český Těšín nach Tschechien.

Von Ost nach West verläuft die Woiwodschaftsstraße 789 (droga wojewódzka 789). Diese führt im Osten nach etwa 15 Kilometern durch Żarki und mündet nach etwa 35 Kilometern in die Landesstraße 46. In westlicher Richtung führt sie nach vier Kilometern durch Woźniki und mündet nach 25 Kilometern beim Dorf Brusiek in die Woiwodschaftsstraße 907.

Der nächste internationale Flughafen ist der 15 Kilometer südlich gelegene Flughafen Katowice.

Sohn und Tochter der Stadt

Weblinks

Commons: Koziegłowy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2020. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 0,72 MB), abgerufen am 12. Juni 2021.
  2. https://mapy.mzk.cz/mzk03/001/036/791/2619267294/
  3. Jan Ptaśnik (Redakteur): Monumenta Poloniae Vaticana T.1 Acta Camerae Apostolicae. Vol. 1, 1207–1344. Sumpt. Academiae Litterarum Cracoviensis, Cracoviae 1913, S. 141 (online).
  4. Tomasz Jurek (Redakteur): Koziegłówki. In: Słownik Historyczno-Geograficzny Ziem Polskich w Średniowieczu. Edycja elektroniczna. PAN, 2010, abgerufen am 22. April 2019 (polnisch).
  5. Tomasz Jurek (Redakteur): Koziegłowy - zamek. In: Słownik Historyczno-Geograficzny Ziem Polskich w Średniowieczu. Edycja elektroniczna. PAN, 2010, abgerufen am 22. April 2019 (polnisch).
  6. Tomasz Jurek (Redakteur): Koziegłowy. In: Słownik Historyczno-Geograficzny Ziem Polskich w Średniowieczu. Edycja elektroniczna. PAN, 2010, abgerufen am 22. April 2019 (polnisch).
  7. IX. Venditio Ducatus Severiensis 1443, In: Maurcy Dzieduszycki: Zbigniew Oleśnicki, B. 2, Kraków, 1854
  8. Die Quelle mapa.szukacz.pl hat hier versehentlich Kongresspolen und Herzogtum Warschau vertauscht
  9. szukacz.pl, Koziegłowy - Informacje dodatkowe (Memento vom 2. Januar 2009 auf WebCite), abgerufen am 2. Jan. 2009
  10. a b Website der Stadt, Historia Miasta, 5. Febr. 2008 (Memento vom 2. Januar 2009 auf WebCite)

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Koziegłowy kościół św. Magdaleny p.jpg
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Kościół Marii Magdaleny w Koziegłowach, Polska, województwo śląskie, powiat myszkowski