Izquierda Unida

Izquierda Unida
Partei­vorsitzenderAlberto Garzón
GründungApril 1986
HauptsitzMadrid
AusrichtungDemokratischer Sozialismus
Kommunismus
Eurokommunismus
Farbe(n)Rot
JugendorganisationÁrea de juventud de Izquierda Unida
ZeitungLa Izquierda
Sitze Abgeordnetenhaus
5 / 350 (1,4 %)
Sitze Senat
0 / 265 (0 %)
Mitglieder­zahl71 578
Sitze EU-Parlament
1 / 59 (1,7 %)
EuropaparteiEuropäische Linke
EP-FraktionDie Linke
Websitewww.izquierda-unida.es

Die Izquierda Unida (IU) (deutsch: „Vereinigte Linke“) ist eine spanische politische Partei. Es handelt sich dabei um ein 1986 gegründetes linkssozialistisches Parteienbündnis, dessen Leitung von dem Kommunisten Alberto Garzón wahrgenommen wird.

Sitze der IU im spanischen Kongress (Abgeordnetenhaus) seit 1977

Seit der Parlamentswahl 2016 tritt Izquierda Unida im Rahmen des Wahlbündnisses Unidos Podemos mit der linkspopulistischen Podemos und weiteren kleinen Parteien an.

Politische Aufstellung

Wichtigste Kraft innerhalb der IU ist die Kommunistische Partei Spaniens (PCE), daneben sind neben kleineren regionalen und lokalen Gruppen und Zirkeln u. a. die katalanische Esquerra Unida i Alternativa, das Colectivo de Unidad de los Trabajadores-Bloque Andaluz de Izquierdas (Andalusien) und die Partido Obrero Revolucionario vertreten. Die zu den Gründungsmitgliedern der IU zählenden Parteien Izquierda Republicana de España und Partido de Acción Socialista sowie die linksradikale Corriente Roja und die baskischen Grünen Berdeak-Los Verdes haben die IU in den letzten Jahren verlassen. Bei den Parlamentswahlen vom 14. März 2004 erzielte die IU knapp 5,0 % (2000: 5,4 %) und kam damit auf fünf (2000: acht) Abgeordnete. Sie stützte danach die PSOE-Minderheitsregierung unter José Luis Rodríguez Zapatero. Bei den Wahlen vom 9. März 2008 verlor IU weitere drei Sitze und damit erstmals ihren Fraktionsstatus im spanischen Parlament. Dies führte sie vor allem auf das kleinere gesamtspanische Parteien stark benachteiligende spanische Wahlrecht zurück. Dieses bevorzugt bei der Mandatsvergabe die beiden Großparteien, was viele IU-Anhänger aus taktischen Gründen zur Wahl der Sozialisten bewogen habe (so genanntes voto util). So bekam IU nur etwas mehr als 4 % der Stimmen, was zudem weniger als ein Prozent der Sitze ausmachte. Zu den spanischen Parlamentswahlen 2011 trat die IU gemeinsam mit zwölf weiteren, überwiegend regional verwurzelten Linksparteien unter der Bezeichnung „La Izquierda Plural“ an und erzielte ein Ergebnis von 6,9 % (11 Abgeordnete).

Auf europäischer Ebene ist IU Mitglied der Partei der Europäischen Linken und stellt in der 9. Wahlperiode (2019–2024) des Europäischen Parlaments mit Sira Rego und Manu Pineda zwei Abgeordnete.

Regionale Gliederungen

Die regionalen Gliederungen der IU führen teilweise abweichende Bezeichnungen. Dies sind:

Im Juni 2015 beschloss die IU den Ausschluss der bisherigen Gliederung in der Region Madrid, die unter dem Namen Izquierda Unida de la Comunidad de Madrid (IUCM) als juristisch selbständige Partei Mitglied des Parteienbündnisses IU war. Eine neue Gliederung für diese Region als juristisch nicht selbständiger Regionalverband befindet sich im Aufbau.

Kommunale Hochburgen

Die IU stellte mit Rosa Aguilar und später Andrés Ocaña von 1999 bis 2011 den Bürgermeister von Córdoba. Von 2003 bis 2007 hatte die IU die absolute Mehrheit der Stadtregierungen im andalusischen Carmona. In der Madrider Vorstadt San Fernando de Henares regiert Julio Setién Martínez in einer Koalition mit der PSOE seit 2007. Von 1999 bis 2007 regierte die IU mit Absoluter Mehrheit unter Monserrat Muñoz. In der Nachbarstadt Rivas-Vaciamadrid stellt sie ebenfalls den Bürgermeister.

Siehe auch

Commons: Izquierda Unida – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Asambleas archivos. In: Federación de Izquierda Unida en el Exterior (IU Exterior). Abgerufen am 21. Februar 2024 (europäisches Spanisch).

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Alberto Garzón in January 2020.
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Gráfico sobre la evolución de Izquierda Unida en las elecciones generales españolas. (1977-2004)

  • En las elecciones de 1977, 1979 y 1982 son los escaños del Partido Comunista.
  • A partir de 1986 la formación se unió a otros partidos y adoptó el nombre de Izquierda Unida.
Autor: Trabajo propio.
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