Immerath

WappenDeutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten:50° 8′ N, 6° 58′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis:Vulkaneifel
Verbandsgemeinde:Daun
Höhe:400 m ü. NHN
Fläche:5,94 km²
Einwohner:230 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:39 Einwohner je km²
Postleitzahl:54552
Vorwahl:06573
Kfz-Kennzeichen:DAU
Gemeindeschlüssel:07 2 33 034
Adresse der Verbandsverwaltung:Leopoldstraße 29
54550 Daun
Website:www.immerath-vulkaneifel.de
Ortsbürgermeister:Stefan Harbecke
Lage der Ortsgemeinde Immerath im Landkreis Vulkaneifel
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Karte
Immerath von Norden

Immerath ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Daun an.

Geographie

Immerath liegt im Osten des Landschaftsschutzgebietes „Zwischen Ueß und Kyll“. Im Süden des Gemeindegebietes liegt das als Naturschutzgebiet ausgewiesene Immerather Maar, zwei Kilometer westlich das größere Pulvermaar; ein Kilometer östlich verläuft das Tal des Ueßbachs. Zu Immerath gehören auch die Wohnplätze Heckenmühle, Immerathermühle und Scholzenhof.[2]

Immerath liegt 20 km südöstlich der Stadt Daun und etwa 22 km westlich von Cochem an der Mosel. Die unmittelbaren Nachbargemeinden sind Winkel, Wagenhausen, Lutzerath, Strotzbüsch und Gillenfeld. Am Ortsrand von Immerath verläuft die B 421, in Mehren bei Daun besteht Anschluss an die A 1 KoblenzTrier.

Geschichte

Auf der Gemarkung von Immerath, östlich der Ortslage (Flur „Auf der Thomheck“), wurden Anfang der 1930er Jahre die Grundmauern einer römischen Villa freigelegt. Aufgrund von Scherbenfunden wurde die Villa in das 3. bis 4. Jahrhundert datiert. Das Haupthaus beherbergte fünfzehn Räume und hatte eine Frontlänge von vierzig bis fünfzig Metern und eine Tiefe von etwa vierzig Metern. Die Anlage wurde nur zum Teil ausgegraben und anschließend wieder zugedeckt. Gefunden wurde unter anderem auch eine Marmorstatuette des Gottes Vulkan, die sich im Trierer Landesmuseum befindet.[3]

Die erste Erwähnung von Immerath („Emgramenrode“) findet sich in einer Urkunde von König Konrad III., als er am 1. August 1144 nach dem Tode des Pfalzgrafen Wilhelm dem Kloster Springiersbach seine Rechte und Besitzungen bestätigte und es unter seinen Schutz nahm.[4]

1475 wird eine Kapelle in „Ymgmerait“ genannt, 1569 heißt der Ort in einem Visitationsprotokoll „Imeraidt“, 1650 wurde erstmals die heutige Schreibweise verzeichnet.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungszahl von Immerath lag im Zeitraum von 1557 bis 1624 zwischen 85 und 105 Einwohnern, wenn man annimmt, dass jedem Haushalt (Feuerstelle) etwa fünf Personen angehörten.[5] Die Einwohnerzahlen von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6]

JahrHaushalte
155717
156318
158720
162417
173331
JahrEinwohner
1815170
1835223
1871258
1905312
1939312
JahrEinwohner
1950346
1961272
1970266
1987250
2005267
JahrEinwohner
2011237
2017232
2024230[1]

Politik

Bürgermeister

Stefan Harbecke wurde am 20. Oktober 2024 Ortsbürgermeister von Immerath.

Seine Vorgängerin war seit 2019 Marion Divossen.[7]

Ihre Vorgänger waren seit 2016 Peter Schmitz und seit 2009 Stefan Harbecke.[8][9]

Sehenswürdigkeiten

Der Ort liegt eingebettet in einem Maarkessel. In einem historischen Backhaus (frühes 18. Jahrhundert) ist ein kleines Schulmuseum untergebracht. Am nördlichen Kraterrand befindet sich weithin sichtbar die Dreifaltigkeitskapelle. Durch den Ort, der sich fast ganz entlang der Hauptstraße erstreckt, fließt kein Durchgangsverkehr.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Immerath

Persönlichkeiten

  • Doris Baum, (* 1957), Leichtathletin
  • Martin Kuester (1958–2024), Anglist und Hochschullehrer
Commons: Immerath – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2025 liegt vor.]. S. 105 (PDF; 3,3 MB).
  3. Anton Sartoris: Die römische Villa von Immerath – „Versunkenes Schloß“ – aber nicht vergessen. In: Heimatjahrbuch 1984. Landkreis Vulkaneifel, abgerufen am 5. April 2019.
  4. Heinrich Beyer: Rheinisches Urkundenbuch. Band 1. Hölscher, Coblenz 1860, Urkunde 532 (Online-Ausgabe bei dilibri).
  5. a b Rudolf Müller-Keßler, Friedbert Wißkirchen: Immerath – ein Dorfportrait. In: Heimatjahrbuch 2002. Landkreis Vulkaneifel, abgerufen am 5. April 2019.
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 11. Oktober 2023.
  7. Konstituierende Sitzung des Ortsgemeinderates. In: Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Daun, Ausgabe 36/2019. Abgerufen am 24. Oktober 2020.
  8. Immerath hat wieder einen Ortsbürgermeister. Peter Schmitz ist vom Gemeinderat gewählt worden. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 30. November 2016, abgerufen am 24. Oktober 2020 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  9. Ein Sessel ist noch frei. Neuer Ortsbürgermeister von Immerath ist Stefan Harbecke. In: Trierischer Volksfreund. 23. September 2009, abgerufen am 24. Oktober 2020 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).

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Immerath, Hauptstraße 65, ehemaliges Schul- und Backhaus, 1851, Fachwerk wohl noch aus dem 18. Jahrhundert
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Immerath, Kreuzigungsbildstock, Hauptstraße 65, Sandsteinkreuz (1717) vor dem Schul- und Backhaus
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Immerath, Ansicht von Norden
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St. Wendelin (Immerath) von Norden mit Portal und Dachreiter, Hauptstraße 38
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St. Wendelin (Immerath), barocker Hochaltar
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Deutsch (de): Lagekarte von Immerath, Landkreis Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz, Deutschland.
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Immerath, Kirchweg 1, Friedhofskapelle, ehemalige katholische Filialkirche St. Wendelin, Ostturm, wohl aus dem 16. Jahrhundert
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St. Wendelin (Immerath), Innenraum mit Blick zum Altar