Heinz Schmidt (Skispringer)

Heinz Schmidt
Heinz Schmidt (rechts) mit Bernd Willomitzer (links) und Horst Queck (Mitte) 1970 an der Inselbergschanze
(c) Bundesarchiv, Bild 183-J0207-0007-001 / Kluge, Wolfgang / CC-BY-SA 3.0

Heinz Schmidt (rechts) mit Bernd Willomitzer (links) und Horst Queck (Mitte) 1970 an der Inselbergschanze

NationDeutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik
Geburtstag1948
Karriere
VereinSC Motor Zella-Mehlis
Nationalkaderseit 1966
Statuszurückgetreten
Karriereende1970
Medaillenspiegel
Nationale Medaillen3 × Goldmedaille3 × Silbermedaille2 × Bronzemedaille
DDR-Meisterschaften
Silber1967 KlingenthalTeam
Gold1968 OberhofTeam
Gold1969 OberwiesenthalTeam
Silber1969 OberwiesenthalGroßschanze
Gold1970 BrotterodeTeam
Bronze1970 BrotterodeGroßschanze
Bronze1971 JohanngeorgenstadtNormalschanze
Silber1971 JohanngeorgenstadtGroßschanze
 

Heinz Schmidt (* 1948 in Neustadt am Rennsteig) ist ein ehemaliger deutscher Skispringer.

Werdegang

Schmidt, geboren in Neustadt, wurde im Herbst 1965 von Hans Renner entdeckt.[1] Schmidt, der für den SC Motor Zella-Mehlis startete, gab sein internationales Debüt bei der Vierschanzentournee 1966/67. Bereits beim Auftaktspringen in Oberstdorf landete er auf einem guten 25. Platz. Auch in Innsbruck erreichte er mit Rang 22 einen guten Top-30-Platz. In der Gesamtwertung erreichte er nach allen vier Springen den 26. Platz.

Bei den DDR-Skimeisterschaften 1967 gewann er mit der Mannschaft die Silbermedaille.[2] Bei der folgenden Vierschanzentournee 1967/68 konnte er an das Vorjahr nicht anknüpfen. Trotz Rang zehn in Innsbruck erreichte Schmidt nur den 34. Platz in der Gesamtwertung. Bei den DDR-Skimeisterschaften 1968 konnte er gemeinsam mit Horst Queck, Peter Lesser und Veit Kührt seinen ersten DDR-Meistertitel mit der Mannschaft.[2]

Mit der Vierschanzentournee 1968/69 bestritt Schmidt seine beste Tournee der Karriere. Beim Auftaktspringen auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf landete er mit Rang vier nur knapp hinter dem Podium und erreichte damit zudem das beste Einzelresultat bei der Tournee im Verlauf seiner Karriere. Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen landete er von der Bergiselschanze auf dem fünften Rang. Nach einem weiteren Top-10-Ergebnis in Innsbruck landete er auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen nur auf dem 30. Platz. In der Gesamtwertung erreichte er mit 830,8 Punkten den siebenten Rang.

Bei den DDR-Skimeisterschaften 1969 wiederholte er mit der Mannschaft den Titel.[2] Zudem gewann er von der Großschanze hinter Rainer Schmidt die Silbermedaille.[2] Bei der Vierschanzentournee 1969/70 konnte er nicht ganz an das Vorjahr anknüpfen. Zwar erreichte er mit 860 Punkten seine höchste Punktzahl bei der Tournee, jedoch reichte diese nur zu Rang neun der Gesamtwertung.

Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1970 in Štrbské Pleso landete er von der Großschanze mit Sprüngen auf 82,5 und 104 Meter den 24. Platz.[3] Von der Normalschanze trat er nicht an.[4] Bei den DDR-Skimeisterschaften 1970 gewann er noch einmal Gold mit der Mannschaft sowie die Bronzemedaille von der Normalschanze.[2]

Mit der Vierschanzentournee 1971/72 bestritt Schmidt sein letztes großes Turnier. Dabei war jedoch Rang neun beim Auftaktspringen in Innsbruck sein bestes Einzelresultat. In der Gesamtwertung erreichte er nur Rang 22.

Erfolge

Vierschanzentournee-Platzierungen

SaisonPlatzPunkte
1966/6726.738,6
1967/6834.715,7
1968/6907.830,8
1969/7009.860,0
1971/7222.839,7

Literatur

  • Jens Jahn, Egon Theiner: Enzyklopädie des Skispringens. 1. Auflage. AGON Sportverlag, Kassel 2004, ISBN 3-89784-099-5.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Neuendorf und Lesser holten Doppelsieg. In: Neues Deutschland, 31. Dezember 1966, S. 6.
  2. a b c d e DDR-Meisterschaften – Skispringen. sport-komplett.de. Abgerufen am 31. Dezember 2013.
  3. Egon Theiner: Enzyklopädie des Skispringens, S. 163
  4. Egon Theiner: Enzyklopädie des Skispringens, S. 164

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Zentralbild Kluge 7.2.70 Brotterode: DDR-Skimeisterschaften in den nordischen Disziplinen (am 6.2.70)
Den Meistertitel im Sprunglauf auf der Groß-Schanze holte sich mit der Note 240,0 und Sprüngen von 98 und 99 m Horst Queck vom SC Motor Zella-Mehlis. Zweiter wurde Bernd Willomitzer (SC Traktor Oberwiesenthal, Note 230,5, links) und den dritten Platz erkämpfte sich Heinz Schmidt (SC Motor Zella-Mehlis- Note 225,5, rechts).