Hartwig Ebersbach

Hartwig Ebersbach (* 17. Mai 1940 in Zwickau) ist ein deutscher Maler.

Leben und Werk

Hartwig Ebersbach wuchs als Sohn eines Lehrers in Zwickau auf. Nach dem Besuch der Mal- und Zeichenschule (MuZ) bei Carl Michel und einem Malereiunterricht bei Tatjana Lietz in seiner Heimatstadt studierte er von 1959 bis 1964 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Malerei bei Bernhard Heisig. Von 1979 bis 1983 hatte er dort einen Lehrauftrag für Experimentelle Kunst. Er war Gründungsmitglied der Freien Akademie der Künste zu Leipzig und Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste sowie Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Seine expressiven, halbabstrakten und dick aufgetragenen Bilder sind beeinflusst von Asger Jorn und der Gruppe CoBrA. Bekannt wurde Ebersbach insbesondere durch seine „Kaspar“-Serien.

1985 wurde ihm der Düsseldorfer Kunstpreis der Künstler verliehen. 2006 wurde ihm in Reutlingen der von der Stadt Reutlingen gemeinsam mit dem „Freundeskreis HAP Grieshaber“ gestiftete Jerg-Ratgeb-Preis zugesprochen. Dieser war mit einer Ausstellung im Städtischen Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen sowie einem Katalog verbunden. 2017 erhielt er den Max-Pechstein-Ehrenpreis der Stadt Zwickau, verbunden mit einer Ausstellung in den Kunstsammlungen Zwickau – Max Pechstein Museum und einem Katalog.

Werke von Hartwig Ebersbach sind in der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages, dem Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen, den Staatlichen Museen zu Berlin, Nationalgalerie, dem Museum der bildenden Künste in Leipzig, der Sammlung Sunshang Art, Peking, Shanghai, Hangzhou (China), dem Staatlichen Russischen Museum in St. Petersburg und vielen anderen Museen ausgestellt.

Hartwig Ebersbach ist der Bruder von Wolfram Ebersbach.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1986: Installation seiner Leipziger Wohnung im Leinwandhaus in Frankfurt am Main
  • 1992 und 2002: Im Magdeburger Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen waren umfangreiche Ausstellungen zu sehen. Wichtige Werke gehören zur Sammlung dieses Museums, wie Erdblitz II (2002). In der Kirche ist darüber hinaus die große Sinesise Malelei aus dem Jahr 1998 zu sehen.
  • 1996: Hartwig Ebersbach. Gemälde, Installationen, Plastiken. Retrospektive im Museum der bildenden Künste Leipzig
  • 2006: Made in Leipzig. Bilder aus einer Stadt, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg/Wien
  • 2007: Passion for Art, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg/Wien
  • 2011: FOCUS: Abstraktion – Werke aus der Sammlung Essl, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg/Wien
  • 2017: Hinter der Maske. Künstler in der DDR, Museum Barberini, Potsdam[1]

Ehrungen

Buchillustrationen

  • Guntram Vesper: Die Krankheit, zu schreiben. Edition Mariannenpresse, Berlin 1998. ISBN 3-922510-95-7.
  • Joseph Roth: Hotel Savoy. Mit 8 Originalholzschnitten von Hartwig Ebersbach. Die Graphischen Bücher, Band 26, Faber & Faber, 2004.

Porträts

Film:

  • Der Maler Hartwig Ebersbach – Versuch einer Deutung. Deutschland 2007. Regie: Norbert Wartig (* 1973). Produktion: LNW Film.

Buch:

  • Norbert Wartig: Ateliergespräche mit Hartwig Ebersbach. LNW, 2009.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ausstellung Hinter der Maske. Abgerufen am 25. April 2019.
  2. Max-Pechstein-Ehrenpreis 2017 geht an Hartwig Ebersbach. In: zwickau.de. 30. März 2017, abgerufen am 30. März 2017.