Flechtweide

Flechtweiden liefern die langen und biegsamen Ruten zur Herstellung von Flechtwaren

Flechtweiden ist die bei Korbmachern und in der Forstwirtschaft gängige Sammelbezeichnung für diejenigen Weiden-Arten, deren lange und biegsame Zweige (Ruten) als Flecht- und Bindematerial zur Herstellung von Flechtwaren wie Körben oder Flechtmöbeln geeignet sind. Verwendung finden hierfür unter anderem Korb-Weide, Silber-Weide und Purpur-Weide.

Kultiviert werden Flechtweiden außerhalb von Wäldern nicht zuletzt in der Form der so genannten Kopfweiden. In Nord- und Osteuropa stellen Flechtweiden immer noch einen bedeutenden Zweig der forstlichen Nebennutzungen dar.[1]

Flechtweiden sollten jedoch begrifflich nicht mit Rattan verwechselt werden, auch wenn die Verwendung ähnlich ist.

Ausbildungsberuf Flechtwerkgestalter

Der Ausbildungsberuf Flechtwerkgestalter ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz und Handwerksordnung.[2][3]

Literatur

  • Anne Gokeler: Werkstatt Weiden flechten: Grundlagen, Techniken & Projekte, Frechverlag, Gerlingen, 2019, ISBN 978-3-77247-812-3.
  • Birgit Oestergaard-Jensen: Weiden flechten: Werkbuch für Anfänger & erfahrene Weidenflechter, Frechverlag, Gerlingen, 2006, ISBN 978-3-77245-506-3.

Einzelnachweise

  1. Reinhold Erlbeck, Ilse Haseder, Gerhard K. F. Stinglwagner: Das große Kosmos Wald- und Forstlexikon. DVD-ROM-Edition. United Soft Media Verlag, München, und Franckh-Kosmos, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-8032-1770-7.
  2. Flechtwerkgestalter/-in. Abgerufen am 19. November 2025.
  3. Ausbildungsberuf Flechtwerkgestalter/in. Abgerufen am 19. November 2025.

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