Felm

WappenDeutschlandkarte

Koordinaten: 54° 25′ N, 10° 4′ O

Basisdaten
Bundesland:Schleswig-Holstein
Kreis:Rendsburg-Eckernförde
Amt:Dänischer Wohld
Höhe:24 m ü. NHN
Fläche:15,33 km2
Einwohner:1169 (31. Dez. 2022)[1]
Bevölkerungsdichte:76 Einwohner je km2
Postleitzahlen:24244, 24161, 24214
Vorwahl:04346
Kfz-Kennzeichen:RD, ECK
Gemeindeschlüssel:01 0 58 051
Adresse der Amtsverwaltung:Karl-Kolbe-Platz 1
24214 Gettorf
Website:www.gemeinde-felm.de
Bürgermeister:Friedrich Suhr (CDU)
Lage der Gemeinde Felm im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte
Gut Rathmannsdorf

Felm ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Im Gemeindegebiet liegen die Orte Felmerholz, Kleinfelmerholz, Krück, Rögen, Stodthagen und Tonnenberg sowie das Gut Rathmannsdorf.

Geografie und Verkehr

Felm liegt etwa zehn Kilometer nordnordwestlich von Kiel im Dänischen Wohld, der Landzunge zwischen der Kieler Förde und der Eckernförder Bucht. An der südlichen Gemeindegrenze wird Felm von der Bundesstraße 76 von Kiel nach Eckernförde durchquert. Die Gegend ist durch Moore geprägt, das Kaltenhofer Moor und das Felmer Moor sind in einem naturbelassenen Zustand.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Felm grenzt an folgende Nachbarkommunen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Osdorf, Dänischenhagen, Altenholz, Neuwittenbek, Tüttendorf und Gettorf. Bis auf Dänischenhagen (Amt Dänischenhagen) und die amtsfreie Gemeinde Altenholz gehören alle Nachbarkommunen zum Amt Dänischer Wohld.

Politik

Gemeindevertretung

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung erhielt die CDU bei der Kommunalwahl 2008 sechs Sitze und die SPD fünf. Bei der Kommunalwahl 2018 lautete das Ergebnis: CDU sechs Sitze, SPD vier Sitze und Wählergemeinschaft Dänischer Wohld drei Sitze.[2]

Wappen

Blasonierung: „In Blau, darin drei silberne Laubblätter, über blauem Wellenschildfuß, darin zwei silberne mit einem silbernen Pfahl mittig verbundene Wellenbalken, ein goldener abgeflachter Dreiberg, darin ein grüner Sonnentau.“[3]

Geschichte

Das Dorf Felm gehörte bis 1909 dem Kaltenhofer Grafen Georg Karl Ernst von Reventlou, der seinen Besitz 1909 an die Landbank Berlin verkaufte. Alle Pächter konnten nun ihren Besitz als Eigentum erwerben. 1911 verkaufte die Landbank die zwei letzten freien Bauernstellen an Friedrich Grage im Dorf Felm und die Stelle Knickwiese an Friedrich Köpke. 1911 wurde nach Eintreffen der Katasterunterlagen von der Landbank Berlin als Vertreter der Felmer Bürger dem Landrat des Kreises Eckernförde ein Antrag auf Gründung einer eigenen Gemeinde Felm gestellt. Strittige Fragen über Armenverband, Schule, Moore und Wege verhinderten die Angelegenheit. Johannes Rieken erwarb 1913 den Resthof Kaltenhof und ließ einen vorläufigen Auseinandersetzungsvertrag erstellen, den 30 Felmer Hausbesitzer (5 waren nicht anwesend) in einer Einwohnerversammlung am 25. März 1914 in Anwesenheit des Landrates Freiherr von der Recke akzeptierten und das Versammlungs-Protokoll unterschrieben.[4]

Am 1. Dezember 1928 erfolgte die Auflösung aller Gutsbezirke, womit die Gemeinde Felm geboren war, zu ihr gehörten: der aufgelöste Gutsbezirk Rathmannsdorf, bestehend aus den Dörfern Altwittenbek, Felmerholz und Hollin, dazu alle Ausbauten und das Gut Rathmannsdorf. Auch hier erfolgte ein Auseinandersetzungsvertrag zwischen Felm und dem Gutsbesitzer, Baron Weber von Rosenkranz auf Gut Rosenkranz, als Eigentümer von Rathmannsdorf. Am 2. Dezember 1928 erfolgte die erste Wahl zum Gemeindeparlament mit neun Gemeindevertretern. Zum Gemeindevorsteher wurde Friedrich Grage ernannt, zum Stellvertreter Vosgerau und später zeitweise Förster Adolf Jakobsen, Hollin. Friedrich Grage wurde durch den Amtsvorsteher Leo von Kathen am 9. Januar 1929 in Kaltenhof vereidigt. Am 29. März 1934 hieß der Gemeindevorsteher Jürgen Plett, sein Stellvertreter Gustav Reimer. Aus dem „Gemeindevorsteher“ wurde nun der „Bürgermeister“. 1937 hieß der Bürgermeister Gustav Reimer.[4]

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Felm stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Die Anlage des Gutes Rathmannsdorf mit Herrenhaus, Park und Lindenallee steht unter Denkmalschutz.

Das Felmer Moor

Das Felmer Moor hat eine Größe von 31,26 ha und ist seit dem 15. Mai 1939 Landschaftsschutzgebiet. Das Gut Eckhof, das 1755 im Felmer Moor 15 Hektar Moorflächen erworben hatte, behielt nur 5 ha, zehn Hektar wurden an zwölf Dänischenhagener Hausbesitzer in der Größe von 1300 m² bis 2500 m² weiter verkauft. Das Gut Uhlenhorst kaufte 5,25 ha und der Hof Heisch bei Schilksee erwarb 2,61 ha Moorwiesenfläche. Auch in diesem Moor wurde 1945–1953 Torf gebacken.[4] Das Felmer Moor gehört seit dem Februar 2006 zum europäischen NATURA 2000-Schutzgebiet FFH-Gebiet Naturwald Stodthagen und angrenzende Hochmoore.

Freizeit

Der Sportverein Felm bietet verschiedene Sportarten an.

Weblinks

Commons: Felm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2022 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bekanntmachung des Gemeindewahlergebnisses in der Gemeinde Felm. (PDF) Wahl am 6. Mai 2018. (Nicht mehr online verfügbar.) In: amt-daenischer-wohld.de. 16. Mai 2018, archiviert vom Original am 24. Juni 2021; abgerufen am 21. Juni 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.amt-daenischer-wohld.de
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. a b c Hans-Eberhard Bürger: Das Kunsthagener-, das Stauner-, das Felmer- und das Kaltenhofer-Moor. In: kiek-in. 27-03/02, 2002, S. 8 bis 10. (Kiek in (Memento vom 10. März 2016 im Internet Archive))

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Wappen der Gemeinde Felm im Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein.
Blasonierung: In Blau, darin drei silberne Laubblätter, über blauem Wellenschildfuß, darin zwei silberne mit einem silbernen Pfahl mittig verbundene Wellenbalken, ein goldener abgeflachter Dreiberg, darin ein grüner Sonnentau.
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Felm, Gut Rathmannsdorf