Explosions-Polka

Die Explosions-Polka op. 43 ist eine Polka von Johann Strauss Sohn. Das Werk wurde am 8. Februar 1847 im Sträußl-Saal im Gebäude des Theaters in der Josefstadt in Wien erstmals aufgeführt.

Geschichte

Die Polka wurde für den Fasching des Jahres 1847 geschrieben. Der Name leitete sich von der Erfindung eines damals neuen Explosionsstoffes ab. Dieser Stoff ist heute als Cellulosenitrat oder auch als Schießbaumwolle bekannt. In Wien war diese Erfindung Tagesgespräch und Strauss nutzte die Gelegenheit eine Polka mit (musikalisch)-explosiven Elementen darüber zu schreiben. Das Werk wurde auch tatsächlich ein Erfolg. Angesichts der Vielzahl von Kompositionen dieser Art trat das Werk später wieder etwas in den Hintergrund.

Aufführpraxis

Die Spieldauer beträgt auf der unter Einzelnachweisen angeführten CD 3 Minuten und 6 Sekunden.[1] Je nach der musikalischen Auffassung des Dirigenten kann diese Zeit etwas variieren.

Des Weiteren existiert ein Arrangement für Brass Band von John Glenesk Mortimer.[2]

Das Stück war 1974, 1990 und 2015 Bestandteil der Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker, zuerst unter Willi Boskovsky, dann zweimal unter Zubin Mehta.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Quelle: Englische Version des Booklets (Seite 69) in der 52 CDs umfassenden Gesamtausgabe der Orchesterwerke von Johann Strauß (Sohn), Hrsg. Naxos (Label). Das Werk ist als zweiter Titel auf der 25. CD zu hören.
  2. Johann Strauß, Arr. John Glenesk: Explosions-Polka. op. 43. Edition Marc Reift, Crans-Montana.