Espenau

WappenDeutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Espenau

Koordinaten: 51° 24′ N, 9° 29′ O

Basisdaten
Bundesland:Hessen
Regierungsbezirk:Kassel
Landkreis:Kassel
Höhe:261 m ü. NHN
Fläche:13,59 km2
Einwohner:5158 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte:380 Einwohner je km2
Postleitzahl:34314
Vorwahl:05673
Kfz-Kennzeichen:KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel:06 6 33 007
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Ort 1
34314 Espenau
Website:www.espenau.de
Bürgermeister:Carsten Strzoda (Fraktionslos)
Lage der Gemeinde Espenau im Landkreis Kassel
Bad KarlshafenGutsbezirk ReinhardswaldTrendelburgTrendelburgHofgeismarHofgeismarWesertalReinhardshagenLiebenauGrebensteinImmenhausenFuldatalEspenauVellmarCaldenBreunaZierenbergZierenbergAhnatalHabichtswaldWolfhagenNaumburgBad EmstalSchauenburgBaunatalFuldabrückLohfeldenSöhrewaldHelsaKaufungenNiesteNiestetalKasselKarte
Über dieses Bild

Espenau ist eine Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen (Deutschland).

Geografie

Geografische Lage

Espenau liegt wenige Kilometer nördlich von Kassel bzw. direkt nördlich von Vellmar zwischen dem Habichtswald im Südwesten und dem Reinhardswald im Nordosten. Es befinden sich auf einer maximal 280 m hoch gelegenen Hochfläche die Ursprungsgebiete des westlichen Fulda-Zuflusses Espe (mittig zwischen Hohenkirchen und Möncheberg verlaufend) und des südlichen Diemel-Zuflusses Esse.

Die Ortsteile von Espenau liegen dicht beieinander, dennoch gibt es viel Freiraum im Gemeindegebiet. Am Nordrand von Hohenkirchen befindet sich eine Teichanlage mit dem Esse-Ursprung. Eine recht ausgedehnte Waldfläche mit dem Staufenberg und dem Forstgebiet „Brand“ und dem davor befindlichen Glockenteich schließt sich westlich der Gemeinde an, nördlich liegen weitläufige Wiesen und Felder.

Nachbargemeinden

Espenau grenzt im Norden an die Stadt Immenhausen, im Osten an die Gemeinde Fuldatal, im Süden an die Stadt Vellmar, im Südwesten an die Gemeinde Ahnatal, im Westen an die Gemeinde Calden sowie im Nordwesten an die Stadt Grebenstein (alle im Landkreis Kassel).

Gliederung

Offizielle Ortsteile von Espenau sind:

Die Siedlungen Schäferberg[2] und Auf der Heide sind keine offiziellen Ortsteile.[3][4]

Geschichte

Am 1. Dezember 1970 wurde die Gemeinde Espenau durch den freiwilligen Zusammenschluss der bisher selbständigen Gemeinden Hohenkirchen und Mönchehof neu gebildet.[5][6]

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[7] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[8][9]

Wahl der Gemeindevertretung Espenau 2021
Wahlbeteiligung 52,7 %
 %
50
40
30
20
10
0
40,5
28,2
18,2
13,1
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,9
−4,0
−0,7
+2,8
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Grüne Liste Espenau
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Sitzverteilung in der Gemeindevertretung Espenau 2021
Insgesamt 23 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften%
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
FWGFreie Wählergemeinschaft Espenau40,5938,6920,5520,0515,43
SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands28,2732,2841,91040,5946,411
CDUChristlich Demokratische Union Deutschlands18,2418,9423,1528,2629,07
GLEGrüne Liste Espenau13,1310,3214,5311,439,22
Gesamt100,023100,023100,023100,023100,023
Wahlbeteiligung in %52,754,153,852,861,8

Bürgermeister

Seit dem Jahr 1993 werden in Hessen die Bürgermeister für sechs Jahre direkt gewählt.[10]

Im September 2013 wurde der parteilose Carsten Strzoda mit 73,6 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt. Er wurde am 1. März 2020 mit 90,7 Prozent der Stimmen wiedergewählt.[11] Zuvor hatte Michael Wielert zwölf Jahre das Amt bekleidet.[10]

Partnerschaft

Espenau pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Gangloffsömmern (Landkreis Sömmerda, Thüringen) und zum SOS-Kinderdorf Imst (Tirol).

Die Patenschaft zum Kinderdorf Imst ist von besonderer Bedeutung für die Gemeinde. Imst ist das erste Kinderdorf überhaupt, das von Hermann Gmeiner gegründet wurde. Die Patenschaft der Gemeinde Espenau war die erste Patenschaft, die eine Gemeinde zu einem Kinderdorf begründete. Diese Patenschaft wird von der Gemeinde durch gegenseitige Besuche der Bürger weiterhin sehr gepflegt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Größtes Wirtschaftsunternehmen ist das Waldhotel Schäferberg Kassel, das eine wichtige touristische Bedeutung mit über 100 Hotelzimmern, 20 Tagungs- und Veranstaltungsräumen und über 100 Mitarbeitern hat. Neben dem Hotel- und Tagungsbetrieb hat die Gastronomie einen großen Bekanntheitsgrad in einem Umkreis von mehr als 60 Kilometern. Viele der Mitarbeiter kommen aus der Region oder aus dem Ort selbst.

Verkehr

Bahn

Der Ortsteil Mönchehof hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Kassel–Warburg, die von Kassel durch Espenau und nach Warburg (mit Anbindung an das Ruhrgebiet) führt. Von dort ist die Kurve Kassel geplant, die Güterzügen eine Umfahrung von Kassel ermöglichen würde.

Bus

Espenau liegt im Verbundgebiet des NVV (Linie 47). Außerdem stellt die Gemeinde seinen Bürgern ein kostenloses Stadtbussystem (Linie 47.1) zur Verfügung. Statt um Fahrgeld wird um eine Spende für eine gemeinnützige Einrichtung gebeten.[12]

Der nahe Espenau gelegene Reinhardswald ist ein wichtiges Ausflugsziel der Region.

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Espenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2019 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)  (Hilfe dazu).
  2. Ehemals Ortsteil von Hohenkirchen; am 1. Dezember 1970 beim Zusammenschluss der Gemeinden Hohenkirchen und Mönchehof zur neuen Gemeinde Espenau gekommen. Schäferberg gehörte damals zu Hohenkirchen, heute auf Gemarkung Mönchehof liegende Siedlung. 1943 aus einem Zwangsarbeiterlager entstanden, nach 1945 Unterkunft für Heimatvertriebene und Flüchtlinge entstand daraus eine Wohnsiedlung.
  3. Auskunft der Gemeinde, Zentrale Dienste und Finanzen (FB 1) vom 29. April 2016
  4. Espenau, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 24. Februar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 3. Mai 2016.
  5. Zusammenschluss der Gemeinden Hohenkirchen im Landkreis Hofgeismar und Mönchehof im Landkreis Kassel zu der neuen Gemeinde „Espenau“ im Landkreis Kassel vom 12. November 1970. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 48, S. 2253, Punkt 2246 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,6 MB]).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 400.
  7. Vorläufiges Ergebnis Kommunalwahl 2021. Statistik.Hessen, 14. März 2021, abgerufen am 18. März 2021.
  8. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2011.
  9. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Memento vom 18. Juni 2016 im Internet Archive) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt.
  10. a b Bürgermeister-Direktwahlen in Espenau. In: Statistik.Hessen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Januar 2021.
  11. Bürgermeisterwahl. In: Statistik.Hessen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen am 24. März 2021.
  12. HNA-Bericht (Memento vom 5. August 2007 im Internet Archive), etwas versteckter auch auf der Ortshomepage

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Wappen des Landkreises Kassel, Hessen
„Im von Blau und Gold schräglinks geteilten Schild oben der goldgekrönte und -bewehrte, wachsende hessische Löwe, unten drei fächerförmig gestellte grüne Eichenblätter, denen zwei hintereinander liegende, schräglinks gestellte schwarze Wolfsangeln aufgelegt sind.“
§ 1 der Satzung zum Schutze des Wappens und der Flagge des Landkreises Kassel
Espenau in KS mit Labels.svg
Autor/Urheber: JaynFM, Lizenz: CC BY 3.0
Lage von Espenau im Landkreis Kassel, Hessen, Deutschland