Coracle


Ein Korakel oder Coracle (walisisch cwrwgl) ist ein sehr kleines kiel- und ruderloses Boot vornehmlich für Binnengewässer; es wird in der Regel nicht gerudert, sondern gepaddelt.
Vorkommen
Wales
Das meist nur für eine Person gebaute Fahrzeug aus gespleißten Holzstangen, Bambusstäben oder großmaschigem Korbgeflecht hat eine meist ovale oder kreisrunde Form. Der Bootskörper ist mit einer Haut oder einer Persenning bespannt. Es wurde von armen Nebenerwerbs-Fischern in Wales sowie in anderen Teilen der Welt verwendet. Der ovale Bootskörper ähnelt einer Walnussschale. Früher bestand die Außenhaut aus einer Tierhaut (z. B. vom Pferd oder Rind), die mit Teer bestrichen worden war. Heute werden belastbare Textilien wie gewachstes oder geharztes Kattun oder Leinen, aber auch Kunststofffolien verwendet. Der äußere obere Rand wird in der Regel auf gleiche Höhe gebracht und zum Schutz vor Verletzungen mit dünnen Zweigen, Stofffetzen oder ähnlichem ummantelt.
Außerhalb Europas
- Es gibt Boote von ähnlicher Bauart in anderen Teilen der Erde, so z. B. die Guffas, die bis in die 1970er Jahre auf Euphrat und Tigris (Irak) eingesetzt wurden und für die sich in der Literatur der englische Begriff durchgesetzt hat.
- In den Jahren 1831/32 besuchte der Zeichner und Maler George Catlin verschiedene Indianer-Stämme der Great Plains, darunter auch die Mandan, bei denen er ganz ähnlich aussehende und konstruierte Wasserfahrzeuge sah.
- Auch aus Tibet, Südindien und Vietnam sind ähnlich konstruierte Bootstypen bekannt.
- Coracles auf dem Tungabhadra-River in Südindien
- Coracles auf dem Kaveri
- Coracle in Vietnam
Literatur
- Elin Meek: Y Cwrwgl/The Coracle. Gomer Press 2007, ISBN 978-1843238393
Weblinks
- Historical note from the Coracle Society of Wales ( vom 1. Juni 2006 im Internet Archive) (engl.)
- Brief history and design principles by the Lough Neagh Boating Heritage Association ( vom 24. November 2007 im Internet Archive) (engl.)
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(c) ceridwen, CC BY-SA 2.0
The coracle in the church To quote the information booklet available in the old church at Manordeifi:
An old coracle traditionally lies in the porch, mute testimony to the time when the church was isolated by the floods that often flowed through the building. The Teifi then ran alongside the church but its course has changed during the years and, although the coracle was used during living memory, the danger of flooding was thought no longer to exist. However in the autumn of 1987 the church was flooded again, caused, it is thought, by the failure to maintain the dredged channel below Llechryd Bridge.
The present coracle is on loan to the church from Mr Bernard Thomas of Llechryd. He used this particular craft on his epic journey across the English Channel.