Chinesisch-Deutsches Hochschulkolleg

Chinesisch-Deutsches Hochschulkolleg
中德学院
Gründung1998
Trägerschaftstaatlich
OrtShanghai
LandChina Volksrepublik Volksrepublik China
PräsidentPei Gang (裴钢)
Studierendeca. 320
Websitecdhk.tongji.edu.cn (dt.)

Das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg (kurz: CDHK) wurde 1998 als Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und der Tongji-Universität in Shanghai gegründet. Somit versteht sich das CDHK als Brücke zwischen dem deutschen und dem chinesischen Bildungssystem und als erfolgreiches Projekt im Wissensaustausch beider Länder.

Geschichte

Gegründet wurde die Tongji-Universität im Jahr 1907 von dem deutschen Mediziner Erich Paulun, somit unterhält die Universität traditionell zahlreiche Deutschlandkontakte. Im Jahr 1993 besuchte der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl Shanghai, um für erste Überlegungen eines gemeinsamen Hochschulkollegs bereitzustehen.[1] Ein gemeinsamer Vertrag zwischen dem DAAD und der Tongji-Universität besiegelte im Jahr 1996 diese Idee und im Folgejahr startete der Lehrbetrieb des Deutschunterrichtes. Im Jahr 1998 startete der Lehrbetrieb für die Elektrotechnik und die Wirtschaftswissenschaften. Das CDHK-Gebäude liegt auf dem Siping-Campus der Tongji-Universität in der Chifeng Lu und wurde 2002 fertiggestellt. Von 1995 bis 2010 war Horst Sund Beauftragter des Auswärtigen Amtes und des DAAD für die Errichtung des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs. Er wurde anschließend dessen Ehrendirektor.

Lehre

Am Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg besuchen Studierende aus der ganzen Volksrepublik China dreijährige Masterstudiengänge der Fächer Maschinenwesen, Elektrotechnik, Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsrecht. Die zweisprachige Ausbildung schließt für die chinesischen Studenten einen Deutschlandaufenthalt in Form eines Praktikums oder eines Auslandssemesters ein.

Aus den verschiedenen Partnerhochschulen können deutsche Studenten für einen ein- bis zweisemestrigen Auslandsaufenthalt nach Shanghai kommen und an der Seite von chinesischen Studenten lernen. Die Lehrveranstaltungen werden auf Chinesisch, Deutsch und Englisch angeboten.

Weiterhin ist es für Studierende einiger deutscher Partneruniversitäten möglich an einem Doppelmasterprogramm teilzunehmen und einen Abschluss zu erhalten (z. B. Fahrzeugtechnik an der TU Braunschweig[2]).

In der Lehre sind neben deutschen Gastdozenten chinesische Wissenschaftler tätig, die sämtlich in Deutschland studiert oder promoviert haben. Mehr als 30 deutsche und chinesische Unternehmen haben am Kolleg Stiftungslehrstühle eingerichtet. Eine Hochschulzeitschrift – CDHK-aktuell – informiert vierteljährlich über Lehre und Forschung.

Studienangebot

Elektrotechnik

  • Automatisierungstechnik
  • Informationstechnik

Maschinenbau und Fahrzeugtechnik

  • Fahrzeugtechnik
  • Produktionstechnik

Wirtschaftsrecht

  • Recht des geistigen Eigentums
  • Wirtschaftsprivatrecht
  • Wirtschaftsverwaltungsrecht

Wirtschaftswissenschaften

  • Controlling
  • Finanzmanagement
  • Global Supply Chain Management
  • Marketing
  • Versicherungsbetriebslehre
  • Volkswirtschaftslehre
  • Wirtschaftsinformatik

Partnerhochschulen

Das CDHK unterhält in Deutschland (sowie deutschsprachigem Ausland) zahlreiche Partnerschaften zu Universitäten, im Rahmen derer ein Austausch von Studenten der wirtschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fakultäten stattfindet. Zu den Partnerhochschulen zählen unter anderem (nach Städten sortiert):

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. CDHK Historie (Memento vom 8. Oktober 2012 im Internet Archive)
  2. https://www.tu-braunschweig.de/ik/lehre/austausch/china

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