Burgstall Obergailnau

Burgstall Obergailnau
Alternativname(n)Gailnau
StaatDeutschland
OrtWettringen-Obergailnau
EntstehungszeitHochmittelalterlich
BurgentypHöhenburg
ErhaltungszustandReste der Befestigung
Ständische StellungGrafen
Geographische Lage49° 16′ N, 10° 11′ O
Burgstall Obergailnau (Bayern)
Burgstall Obergailnau (Bayern)

Der Burgstall Obergailnau ist eine abgegangene Höhenburg unmittelbar südlich des Ortsteils Obergailnau von Wettringen im mittelfränkischen Landkreis Ansbach in Bayern. Er ist unter dem Aktenzeichen D-5-6727-0032 als Bodendenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.

Geschichte

Die Burg gehörte bis 1310 den Grafen von Oettingen. Graf Konrad IV. wurde in diesem Jahr unter Reichsacht gestellt und verlor so seine Besitzungen. In diesem Zusammenhang geschah auch die Ersterwähnung der Burg Gailnau, denn die Rothenburger Landrichter setzten Conrad von Gattenhofen als Nutznießer über die Burg ein. 1316 gab Kaiser Ludwig der Bayer seinem Hofmeister Heinrich von Nordenberg Geld zum Ausbau der Burg, wie vorher auch schon Kaiser Heinrich VII. 1323 erwarben die Grafen von Hohenlohe die inzwischen wieder in den Besitz der Grafen von Oettingen übergegangene Burg. 1406 wurde sie mit anderen Gütern von den Grafen von Hohenlohe der Reichsstadt Rothenburg verkauft. 1408 wurde sie wie auch die anderen Rothenburger Burgen nach der Niederlage der Stadt im Konflikt um die Erweiterung ihres Territoriums auf kaiserlichen Befehl geschleift.

Beschreibung

Die Burg befindet sich auf einem isolierten Bergkegel oberhalb des Steilrands der Frankenhöhe, der im Süden durch einen Sattel mit dem Gailnauer Berg verbunden ist. Das trapezförmige Plateau besitzt eine größte Ausdehnung von 50 × 50 m. Umgeben ist es von einem Graben, dessen Sohle im Süden 4 m und im Norden 12 m unter dem Niveau des Plateaus liegt. Damit umfasst die Burg ein Areal von ca. 120 × 90 m. Vorgelagert ist ein Außenwall, der im Süden deutlich vergrößert ist. Hier ist er bis zu 30 m breit und überragt das Außengelände um bis zu 7 m. Von der Innenbebauung ist nur ein Brunnen im Osten bekannt, außerdem sollen noch die Fundamente eines rechteckigen Turmes im Boden stecken.

Literatur

  • Werner Uhlich: Historische Wehranlagen zwischen Rothenburg o. d. T., Ornbau, Dinkelsbühl und Kreßberg (= Dokumentation Feuchtwanger Geschichte 8). Feuchtwangen 2009), S. 137–141.
  • Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 75–76.
  • Hermann Dannheimer/Fritz-Rudolf Hermann: Rothenburg o. T. Katalog zur Vor- und Frühgeschichte in Stadt und Landkreis (= Kataloge der Prähistorischen Staatssammlung 11). Kallmünz Opf. 1968, S. 116 f.
  • Hans-Dieter Deinhardt: Wehranlagen um Feuchtwangen. In: Feuchtwanger Heimatgeschichte. Band 8 (2008), S. 15–90 hier S. 35 f.

Weblinks

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