Buchenhain (Boitzenburger Land)

Buchenhain
Koordinaten: 53° 18′ 36″ N, 13° 32′ 41″ O
Höhe: 97 m
Einwohner:103 (2006)
Eingemeindung:31. Dezember 2001
Postleitzahl:17268
Buchenhain (Brandenburg)

Lage von Buchenhain in Brandenburg

Buchenhain (bis 1951 Arnimshain) ist ein Ortsteil der Gemeinde Boitzenburger Land, welche zum Landkreis Uckermark im Land Brandenburg gehört. Bis zum Jahr 2001 gehörte das Dorf als eigenständige Gemeinde zum damaligen Amt Boitzenburg.

Ortsbild

Lage

Das Dorf Buchenhain ist der nördlichste Ortsteil der Gemeinde. Das Gemeindezentrum Boitzenburg liegt, wie auch der Wohnplatz Krewitz, südöstlich von Buchenhain. Im Süden befinden sich die Wohnplätze Mellenau, Steinrode, Tannenhof, Eichenhof, Falkenhain, Mathildenhof, Rosenow und das Dorf Hardenbeck. Im Südwesten ist das Dorf Funkenhagen gelegen. Im Westen liegt der Wohnplatz Boisterfelde, welcher sich bereits an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern befindet. Unweit hinter der Grenze liegt das Dorf Conow. Nördlich von Buchenhain liegt der Wohnplatz Fürstenau, im Nordosten das Dorf Weggun. Die nächstgelegenen Städte sind Prenzlau, Lychen und Templin.

Buchenhain selbst ist in Bezug auf Gewässer nur von Söllen umgeben. Die nächsten Seen, der Mellensee und der Krewitzsee, befinden sich am Wohnplatz Mellenau im Süden.

Historische Ortsteile

Zur ehemaligen Gemeinde Buchenhain gehörten noch folgende Ortsteile und Wohnplätze, welche heute ebenfalls Teil der Gemeinde Boitzenburger Land sind:

  • Fürstenau
  • Krewitz
  • Mellenau

Bevölkerungsentwicklung

Anzahl Einwohner
(Quelle: Entwicklung der Einwohnerzahlen von Buchenhain im Genealogischen Ortsverzeichnis (GOV))
Jahr187518901910192519331946199319941995199619971998199920002006
Einwohner262255255318252425364358337332335328320310103

(Man beachte bei den sprunghaften Veränderungen zeitliche Distanzen, historische Ereignisse und Eingemeindungen.)

Geschichte

Die Geschichte des Dorfes Arnimshain beginnt 1839 als Vorwerk von Schloss Boitzenburg.[1] Der Name verweist auf seine Besitzer, die Adelsfamilie von Arnim.

Am 27. April 1920 erhielt Joachim Dietlof von Arnim-Boitzenburg (1898–1972) das Gut von seinem Vater anlässlich seiner Hochzeit mit Luise Freiin von Loën (1894–1975) geschenkt, für ihn wurde dort 1922 ein Landhaus erbaut. Durch den Tod seines Bruders 1926[2] wurde Joachim Dietlof zum Erben des Schlosses. Deshalb siedelte er nach dem Tod seines Vaters 1933 mit seiner Familie nach Schloss Boitzenburg über und übergab das Landhaus in Arnimshain seinem jüngeren Bruder Wolf-Werner.

1929 wurden die Gutsbezirke Arnimshain und Krewitz aufgelöst und zur neuen Landgemeinde Arnimshain zusammengeschlossen, ab 1935 als Gemeinde.[3] Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur SBZ, aus der 1949 die DDR wurde. Um den namentlichen Bezug zur Adelsfamilie auszulöschen, wurde Arnimshain am 1. Oktober 1951 in Buchenhain umbenannt.[3] Nach der DDR-Kreisreform von 1952 kam es mit dem Kreis Templin zum neugebildeten Bezirk Neubrandenburg. Am 1. Januar 1957 wurde die 1928 gebildete Gemeinde Mellenau nach Buchenhain eingemeindet und erweiterte das Gemeindegebiet nach Süden.[4]

Seit der Deutschen Wiedervereinigung 1990 ist Buchenhain ein Teil des Bundeslandes Brandenburg. 1992 wurde das Amt Boitzenburg (Uckermark) eingerichtet, dem auch Buchenhain zugeordnet wurde.[5] Seit 1993 gehört Buchenhain zum damals neu geschaffenen Landkreis Uckermark, welchem der Landkreis Templin, der seit 1818 existierte, einverleibt wurde.[6][3]

Die bisher selbständige Gemeinde Buchenhain mit den Wohnplätzen Fürstenau, Krewitz und Mellenau wurde am 31. Dezember 2001 der neugeschaffenen Gemeinde Boitzenburger Land zugeschlagen, welcher das Dorf seither angehört. Das seit 1992 existierende Amt Boitzenburg (Uckermark) wurde zeitgleich aufgelöst.

Persönlichkeiten

  • Sieghart von Arnim (1928–2020), Manager und Sachbuchautor, lebte bis 1945 in Arnimshain (heute Buchenhain)

Weblinks

Commons: Boitzenburger Land – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Informationstafel vor dem Landhaus Buchenhain, aufgestellt 2008
  2. Joachim von Arnim auf geneee.org, abgerufen am 23. November 2021
  3. a b c http://gov.genealogy.net/item/show/BUCAINJO63SH
  4. Uckermark-Informationen
  5. Boitzenburg (Uckermark)
  6. http://gov.genealogy.net/item/show/adm_142046

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