Benadalid

Gemeinde Benadalid
Benadalid – Ortsansicht
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Benadalid – Ortsansicht
WappenKarte von Spanien
Benadalid (Spanien)
(36° 36′ 23″ N, 5° 16′ 9″W)
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft:AndalusienAndalusien Andalusien
Provinz:Málaga
Koordinaten36° 36′ N, 5° 16′ W
Höhe:690 msnm
Fläche:20,67 km²
Einwohner:215 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte:10,4 Einw./km²
Postleitzahl:29493
Gemeindenummer (INE):29022
Verwaltung
Website:Benadalid

Benadalid ist ein südspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 215 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) in der Provinz Málaga in der autonomen Gemeinschaft Andalusien.

Lage und Klima

Der Ort Benadalid liegt etwa 3 km westlich des Río Genal in den meist bewaldeten Bergen im Süden der Serranía de Ronda in einer Höhe von ca. 690 m. Die Stadt Ronda befindet sich ca. 29 km (Fahrtstrecke) nordöstlich; der Ort Gaucín liegt nur ca. 13 km südwestlich. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 785 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr18571900195020002019
Einwohner1.144780630262215[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe (Höfesterben) und die daraus resultierende Arbeitslosigkeit haben seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem immer noch anhaltenden Bevölkerungsschwund geführt (Landflucht).

Wirtschaft

Der Ort und seine Bevölkerung sind traditionell von der Landwirtschaft abhängig. Angebaut werden Getreide, Oliven und Gemüsepflanzen wie Bohnen, Kichererbsen und Erbsen; traditionell spielen auch Esskastanien eine wichtige Rolle. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann man mit der Entwicklung des Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales).

Geschichte

Bereits die Römer waren in der Gegend ansässig. Im frühen 8. Jahrhundert gründeten Berber den Ort; aus dieser Zeit stammen auch die ersten landwirtschaftlichen Nutzflächen, die mit Hilfe der reichlich vorhandenen Wasserquellen bewässert werden konnten. Um das Jahr 1485 wurde Benadalid von den Christen zurückerobert (reconquista). Der Aufstand der Morisken in den Alpujarras und in der Serranía de Ronda (1570) und deren anschließende Vertreibung führte zur Entvölkerung des Ortes, die durch die Neuansiedlung von Christen nur teilweise ausgeglichen werden konnte.

Sehenswürdigkeiten

  • Eindrucksvoll ist die Ruine der möglicherweise in die römische und maurische Zeit zurückreichenden Burg (castillo), die jedoch im 15. Jahrhundert von den Christen erneuert wurde. Im Innern der Anlage befindet sich heute der Friedhof (cementerio) des Ortes.[4]
  • Die Iglesia de San Isidoro entstand im frühen 16. Jahrhundert; sie wurde jedoch wiederholt verändert, so dass ihr heutiges Erscheinungsbild dem 18. Jahrhundert entstammt.[5]
  • Das auch als Restaurant genutzte Museo El Alambique zeigt Gegenstände der Alkohol-Destillation.

Literatur

  • Vicente Téllez Sánchez: Al Sur de Ronda. Historia, descripción e inventario del patrimonio histórico-artístico de los valles del Genal y Guadiaro. Ronda 2003, ISBN 84-932889-2-6.

Weblinks

Commons: Benadalid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Benadalid/Gaucín – Klimatabellen
  3. Benadalid – Bevölkerungsentwicklung
  4. Benadalid – Castillo
  5. Benadalid – Kirche

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