Liste der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum

Auf dieser Liste sind die ältesten noch bestehenden Schulen im deutschsprachigen Raum aufgeführt, die im Mittelalter oder in der Frühen Neuzeit gegründet wurden (bis 1800). Es ist zu beachten, dass die Tradition nicht immer lückenlos zu belegen ist und die Kontinuität vielfach gebrochen sein kann. Die traditionsreichsten Schulen sind heute fast ausnahmslos Gymnasien und gehen auf Einrichtungen der höheren Bildung zurück.

Historische Schulformen

Mittelalter

Codex Manesse (fol. 292v, um 1305): Schulmeister von Esslingen[1]. Darstellung des Minnesängers als Schulmeister.

In den Städten entstanden Stiftsschulen in kirchlicher und Ratsgymnasien in städtischer Trägerschaft. Ratsschulen waren meist Lateinschulen und als solche Einrichtungen der höheren Bildung, da Latein die lingua franca der Wissenschaft war. Sogenannte „Deutsche Schulen“, an denen in der Volkssprache unterrichtet wurde, waren als Klipp- oder Winkelschulen meist privat organisiert und vermittelten praktisch ausgerichtetes Elementarwissen.

Frühe Neuzeit

Das mittelalterliche Schulsystem erlebte um 1500 durch den Humanismus erhebliche Strukturveränderungen und änderte sich durch die Reformation grundlegend. In den jetzt protestantischen Gebieten gingen die kirchlichen Schulen in landesherrliche oder städtische Verwaltung über. Im 16. Jahrhundert gründeten zahlreiche calvinistische Länder und Städte ein sogenanntes Gymnasium academicum (auch Gymnasium illustre oder Hohe Schule genannt), meist als Fürstenschule, die die Ausbildung des geistlichen Nachwuchses übernehmen sollte. Diese Einrichtungen hatten oft einen quasiuniversitären Charakter, durften aber keine akademischen Grade verleihen, da der Kaiser calvinistischen Schulen keine Universitätsprivilegien verlieh. Ähnliche voruniversitäre Bildungseinrichtungen gab es vor allem in Norddeutschland in den Gelehrtenschulen. Um auf die Herausforderungen des Protestantismus und speziell der akademischen Gymnasien zu reagieren, richtete im Zuge der Gegenreformation der 1540 gegründete Jesuitenorden zahlreiche Kollegien ein und bestimmte zwei Jahrhunderte lang das katholische Schulwesen, bis der Orden 1773 unter dem Einfluss der Aufklärung vorübergehend aufgelöst wurde.

Neuzeit

Die nächste große Zäsur im Bildungswesen fand im Zuge der Säkularisation als Folge der Französischen Revolution und der anschließenden Koalitionskriege statt, insbesondere durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803. Die kirchlichen Schulen gingen jetzt in staatliche Verwaltung über. Auch nach dem Wiener Kongress 1815 blieben die Schulen weitgehend unter staatlicher Kontrolle, wurden aber z. B. durch die preußischen Reformen grundlegend umstrukturiert. Jetzt wurde das humanistische Gymnasium zur typischen Institution der höheren Bildung.

Liste der Schulen

Gründungen bis 1500

GegründetStadtSchule (heutiger Name)Schultypus bei der GründungEntwicklung
7. Jahrhundert oder frühes 8. JahrhundertSt. GallenFladeKlosterschuleVermutlich Anfang 8. Jahrhundert (von Otmar von St. Gallen?) als Klosterschule mit interner und externer Schule gegründet. 1805 geschlossen, als die Fürstabtei St. Gallen aufgelöst wurde. 1808/1809 als „Gymnasium kath. Fundation“ und „Bürgerschule“ wiedereröffnet. Seit der Gründung der Kantonsschule am Burggraben als Sekundarschule geführt.
um 740EichstättWillibald-GymnasiumKloster- und Domschule1564–1614 bischöfliches „Collegium Willibaldinum“, 1614–1773 Jesuitengymnasium, 1773–1802 erneut bischöfliches Willibaldinum (Gymnasium und – für die Studierenden der Philosophie – Lyzeum); 1803–1807 staatliches Gymnasium und Lyzeum Eichstätt; 1808–1839 Königliche Studienschule / Kgl. lateinische Schule; Kgl. humanistisches Gymnasium, dann humanistisches Gymnasium mit Oberrealschule; 1843 Neugründung eines Bischöflichen Lyzeums als akademische Studienanstalt für Philosophie und Theologie, das in der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt aufgegangen ist.
um 740FreisingDom-GymnasiumKloster- und Domschule1697–1803 Freisinger Lyzeum, Wiedererrichtung 1834 als Philosophisch-theologische Hochschule Freising bis 1966. Humanistisches Dom-Gymnasium 1828 als königliche Studienanstalt gegründet. Bis 1960 mit Oberrealschule, heute mathematisch-naturwissenschaftliches Josef-Hofmiller-Gymnasium.
748FuldaRabanus-Maurus-SchuleKlosterschule1572–1773 Jesuitenkolleg, 1734–1805 Universität Fulda und Gymnasium.
um 797MünsterGymnasium PaulinumDomschule[2]Ab 1588 Jesuitenkolleg, ab 1778 staatliches humanistisches Gymnasium.
799EssenGymnasium Essen-WerdenKlosterschuleLateinschule der Abtei Werden; seit 16. Jahrhundert Vollgymnasium und Priesterseminar; ab 1803 kath. Höhere Rektoratschule; seit 1906 städtisch.
vor 800PaderbornGymnasium TheodorianumDomschule[2]Im 16. Jahrhundert humanistisches „Gymnasium Salentinianum“; 1585–1773 Jesuitenkolleg; galt als dritte Fakultät der 1614 gegründeten Universität (1819 aufgelöst).
vor 800PassauGymnasium LeopoldinumDomschule[2]Domschule aus dem 8. Jahrhundert, ab 14. Jahrhundert Lateinschule; ab 1612 Jesuitenkolleg und ab 1773 Gymnasium; kurzzeitig Europäisches, seit 2013 wieder sprachliches und humanistisches Gymnasium
nach 800HerfordFriedrichs-GymnasiumLateinschuleLateinschule der Reichsabtei Herford; nach der Einführung der Reformation in der Stadt Herford am 30. Juni 1540 Verlegung ins ehemalige Augustinerkloster in gemeinsamer Trägerschaft von Abtei und Stadtrat. Seit dem 17. Jh. rein städtisch. 1766 Benennung nach Friedrich dem Großen.
804OsnabrückGymnasium CarolinumDomschule[2] (bzw. Missionsschule)1142 erste urkundliche Erwähnung, 1555 Simultanschule, seit Ende des 16. Jahrhunderts „Carolinum“ genannt, 1625–1633 und 1650–1773/74 Jesuitenschule, 1628–1633 Jesuitenuniversität, 1830 Einführung des Abiturs, 1885 Staatliche Schule, seit 1927 Städtisches Gymnasium.
um 815HildesheimGymnasium JosephinumDomschule[2]1595–1773 „Gymnasium Mariano-Josephinum“ der Jesuiten.
852EssenBurggymnasiumSchule für adlige Damen1819 Vereinigung der katholischen Schule mit dem 1564 gegründeten lutherischen Gymnasium
im 9. Jahrhundert (genaue Jahreszahl umstritten)XantenStiftsgymnasiumStiftsschuleIm 9. Jahrhundert gegründet als Stiftsschule, im Spätmittelalter Lateinschule schola latina xantinis. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts Progymnasium, seit 1964 Vollgymnasium
975RegensburgMusikgymnasium der Regensburger DomspatzenDomschule975 gegründet von Bischof Wolfgang von Regensburg, Mitte der 1950er Jahre Schaffung einer Institution für Chor, Schule und Internat
2. Hälfte 10. JahrhundertEinsiedelnStiftsschule EinsiedelnKlosterschuleGründung des Gymnasiums 1839[3], seit 1872 eidgenössisch anerkannte Maturitätsabchlüsse[4]
vor 1002VerdenDomgymnasiumDomschule1578 Reformierung als protestantische Schule.
vor 1047BeromünsterKantonsschule BeromünsterStiftsschuleseit 1866 Kantonsschule
1088Naumburg (Saale)DomgymnasiumDomschuleSeit 1528 reformiert, ab 1542 Lateinschule, 1950 geschlossen, 1991 als Privatschule wiedergegründet.
vor 1140MelkStiftsgymnasium MelkKlosterschuleSeit 1707 ein humanistisches Gymnasium moderner Prägung, seit 1976 auch Oberstufenrealgymnasium, älteste Schule Österreichs
um 1160RatzeburgLauenburgische GelehrtenschuleDomschuleseit 1845 Gelehrtenschule
ca. 2. Hälfte 12. Jahrhundert[5][6]EngelbergStiftsschule EngelbergKlosterschuleseit 1851 Stiftsschule
1205MeißenSächsisches Landesgymnasium Sankt AfraSchule des Augustiner-Chorherrenstifts1543 in eine von drei protestantischen Fürsten- und Landesschulen in Sachsen umgewandelt (zusammen mit Schulpforta und St. Augustin Grimma)
1211RigaDomschule am Dom zu RigaLateinschuleSeit 1527/1528 städtische lutherische Gelehrtenschule.
1212LeipzigThomasschuleSchola pauperum des Augustiner-ChorherrenstiftsSeit 1539 städtisch.
1223SaarbrückenLudwigsgymnasiumStiftsschule des Stifts Sankt ArnualSeit 1604 Gymnasium.
spätestens 1225HildesheimGymnasium AndreanumLateinschuleSeit 1542 evangelisch-lutherisch, bis 1546 kirchlich, danach städtisch, seit 1977 wieder evangelisch-lutherisch.
1236GüstrowDomschule GüstrowLateinschule1236 Stiftsschule zur Ausbildung des Kleriker-Nachwuchses, 1553 entstand die Neue Domschule mit der Vereinigung der alten Domstiftsschule und der Ratsschule, einer evangelischen Gelehrtenschule, 1902 zusammengelegt mit dem Realgymnasium zur „Vereinigte John-Brinckman-Schule und Domschule“.
1249Kirchheim unter TeckLudwig-Uhland-Gymnasium und SchlossgymnasiumLateinschule1249 urkundlich nachgewiesen, 1833 Latein- und Realschule, 1909 Realgymnasium, 1953 Gymnasium, 1966 Teilung in Schlossgymnasium und Ludwig-Uhland-Gymnasium
um 1250Freiburg im BreisgauBerthold-GymnasiumLateinschuleSeit 1457 Vorbereitungsschule für die Universität, 1620 Übernahme durch die Jesuiten als Gymnasium academicum (als Teil der Universität).
1253HelmstedtGymnasium JulianumLateinschule wahrscheinlich der DominikanerSeit 1362 Stadtschule.
1267Esslingen am NeckarGeorgii-GymnasiumLateinschule1279 erste urkundliche Erwähnung, ab 1362 städtisch, ab 1840 Landexamenschule, ab 1876 Lyceum, seit 1899 Gymnasium
vor 1274TübingenUhland-GymnasiumLateinschuleseit dem 16. Jahrhundert „Schola anatolica“, 1818 Erhebung zum Lyzeum, 1855 Erhebung zum Gymnasium, 1937 Verleihung des Namens Uhland-Gymnasium
1276ReutlingenFriedrich-List-GymnasiumLateinschuleSeit 1842 Lyzeum.
1278BiberachWieland-GymnasiumLateinschule1278 ist die erste urkundliche Erwähnung einer Lateinschule und eines lateinischen Schulmeisters in Biberach dokumentiert.
vor 1280DuisburgLandfermann-GymnasiumLateinschule1559 Städtisches Gymnasium (Vorgänger der 1566 gegründeten alten Universität Duisburg);1821 Stiftisches Gymnasium; 1885 Königliches Gymnasium; 1918 Staatliches Gymnasium
1281LuckauBohnstedt-GymnasiumLateinschule1818 Gymnasium; seit 1953 Erweiterte Oberschule; 1982 geschlossen; 1990 Wiedereröffnung
1282Horb am NeckarMartin-Gerbert-GymnasiumLateinschule
1285AndernachKurfürst-Salentin-GymnasiumLateinschule1574 Stiftung des Kurfürsten von Köln, Graf Salentin von Isenburg; 1952 Staatliches Gymnasium
1293BielefeldRatsgymnasium BielefeldLateinschuleGründung durch Graf Otto III. von Ravensberg
spätestens 1294UlmHumboldt-GymnasiumLateinschuleursprünglich Lateinschule des Klosters Reichenau, seit 1383 städtisch. Seit 1613 Gymnasium.
spätestens 1300DresdenKreuzschuleLateinschule für die Sänger der capella sanctae crucis, dem heutigen Dresdner Kreuzchor der KreuzkircheHeute ist die Kreuzschule ein evangelisches Gymnasium mit Internat.
1302NeussQuirinus-GymnasiumLateinschule1302 erste urkundliche Erwähnung der Lateinschule; seit 1562 humanistisches Gymnasium; 1616 Gründung eines Jesuitengymnasiums, ab 1783 Franziskaner-Gymnasium; 1802 Vereinigung beider Schulen und Umwandlung in ein Collège nach französischem Muster; 1814 Progymnasium; seit 1852 Vollgymnasium
1305Krems an der DonauBundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Krems (Piaristengymnasium)Lateinschule1232 erste urkundliche Erwähnung eines Schulmeisters; 1305 erste erhalten gebliebene Schulordnung der Lateinschule; 1579 Bezeichnung der fünfklassigen lateinischen Stadtschule als Gymnasium; 1616 Gründung eines sechsklassigen Jesuitengymnasiums; 1776 Übernahme durch den Piaristen-Orden; 1802–1849 Führung einer philosophischen Lehranstalt(universitäre Einrichtung); 1849 Verlängerung der gymnasialen Ausbildung auf acht Jahre; 1871 Übernahme des Piaristengymnasiums durch den Staat
spätestens 1307SchleswigDomschuleDomschuleErste urkundliche Erwähnung 1307; Einrichtung der Schule um 1100 wahrscheinlich.
1307SalzwedelFriedrich-Ludwig-Jahn-GymnasiumLateinschule (der Altstadt Salzwedel)Erste urkundliche Erwähnung 1307. 1744 Vereinigung mit Lateinschule der Neustadt. 1882 Umzug des Gymnasiums in heutiges Gebäude Vor dem Lüchower Tor.
1319PlauenDiesterweg-GymnasiumLateinschuleErste urkundliche Erwähnung 1319 der dem Komtur des Deutschen Ordens zu Plauen unterstehenden Lateinschule. Um 1800 Lyzeum, seit 1835 Gymnasium. Ab 1946/53 Oberschule, ab 1960 Erweiterte Oberschule, seit 1990 wieder Gymnasium.
1320KielKieler GelehrtenschuleLateinschuleSeit dem 16. Jahrhundert Gelehrtenschule.
1325AscherslebenStephaneumLateinschule
1328CelleErnestinumLateinschuleGeht wahrscheinlich auf eine ältere Lateinschule zurück
spätestens 1329Wangen im AllgäuRupert-Neß-GymnasiumLateinschule
spätestens 1329WarendorfGymnasium LaurentianumLateinschuleSeit 1675 Gymnasium.
1330StadthagenRatsgymnasiumLateinschule1610 Gymnasium illustre, 1619 Gründung der Universität Ernestina, 1621 Verlegung der Universität nach Rinteln.
1333UelzenHerzog-Ernst-GymnasiumLateinschule1333 erste Erwähnung; seit 1816 Bürgerschule, seit 1926 Reformrealgymnasium, seit 1937 Oberschule, seit 1955 Gymnasium
1337RheinbergAmplonius-GymnasiumLateinschule1889 geschlossen; 1903 als private Rektoratsschule der katholischen Pfarrgemeinde neu wiedergegründet; seit 1912 städtisch; seit 1939 Oberschule für Jungen; ab 1946 Progymnasium; seit 1957 Gymnasium
vor 1342WeselKonrad-Duden-GymnasiumStädtische Lateinschulewahrscheinlich 1241 oder 1277; Seit 1540 evangelisch-reformiert; seit 1612 als Gymnasium bezeichnet.
1348HannoverRatsgymnasium HannoverLateinschuleNach 1532 evangelisch-reformiertes humanistisches Gymnasium.
vor 1354MarkgröningenHans-Grüninger-GymnasiumKirchliche Lateinschulevermutlich im 13. Jhdt. eingerichtet (urkundlich belegt für 1354); seit dem 16. Jhdt. evangelisch-reformiert, dann städtisch; 1922 geschlossen, 1966 durch Gymnasium ersetzt.
1354QuakenbrückArtland-GymnasiumLateinschule
vor 1373WertheimDietrich-Bonhoeffer-GymnasiumLateinschuleErste urkundliche Erwähnung 1373.
vor 1376Hann. MündenGrotefend-GymnasiumRatsschule1376 Ersterwähnung im Stadtbuch; 1542 Höhere Schule; 1829 Rückstufung zur Realschule; seit 1897 Gymnasium
1376WeikersheimGymnasium WeikersheimLateinschuleSeit 1376 ist eine Lateinschule belegbar, die möglicherweise schon früher bestand; später Gymnasium.[7]
1379MöckmühlGymnasium MöckmühlLateinschule1379 Gründung eines Chorherrenstifts mit Lateinschule; 1840 Beginn einer gymnasialen Ausrichtung
1380HermannstadtSamuel-von-Brukenthal-GymnasiumSchule1380 erste Erwähnung; 1555 Gymnasium; 1578 Gymnasium academicum; 1779–1781 Errichtung des jetzigen Schulgebäudes; 1919 neben der klassischen Gymnasialabteilung eine „Realabteilung“, an welcher das Griechische durch Geometrie, Chemie und Biologie ersetzt wird; seit 1921 Schulname „Brukenthalgymnasium“; bis heute eine Schule in deutscher Unterrichtssprache für die deutsche Minderheit in Rumänien
1385AmbergErasmus-GymnasiumLateinschule1385 Lateinschule bei St. Martin, unter Aufsicht des Franziskanerordens, später unter kommunaler Trägerschaft. Sowohl die städtische als auch die staatliche Verwaltung rekrutierte aus den Absolventen ihre Mitarbeiter; die Bürgersöhne der Stadt besuchten die Lateinschule und bekamen das Rüstzeug, das ihnen später den Besuch der Universität ermöglichte. 1556 Umstellung der katholischen Schule auf einen protestantischen Lehrbetrieb; 1626 Umwandlung in ein Jesuiten Gymnasium, ab 1773 kurfürstliches Gymnasium; ab 1806 königliches Gymnasium; ab 1914 Humanistisches Gymnasium.[8]
1390BuxtehudeHalepaghen-SchuleKlosterschule1390 erstmals ein rector scholarium urkundlich erwähnt, 1552 reformatorische "Kirchen- und Schulordnung"/Lehrplan mit Katechismusunterricht, ab 1641 Unterricht durch Rechenmeister wie Nicolaus und Matthias Rohlfs, 1836 nur noch "Rektorschule" zwischen Volksschule und Progymnasium, 1881 Anerkennung als Höhere Bürgerschule nach Vereinigung mit der höheren Töchterschule (gegründet 1853), seit 1927 Reformrealgymnasium und Koedukation, 1932 erster Abiturjahrgang, 1947 "Städtische Oberschule", 1952 Umbenennung in Halepaghen-Schule
1392Marbach am NeckarFriedrich-Schiller-GymnasiumLateinschule
1393KulmbachMarkgraf-Georg-Friedrich-GymnasiumLateinschule1802 höhere Bürgerschule, 1893 Königliche Realschule, seit 1950 Gymnasium
vor 1393RendsburgHerderschuleStadtschule1590 Lateinschule; 1820 Gelehrtenschule; 1854 Realgymnasium; 1947 „Herderschule“ (bis 1973 altsprachliches Gymnasium)
1393StadeAthenaeumKlosterschuleSeit der Reformation Lateinschule.
1395SindelfingenGoldberg-GymnasiumLateinschule
um 1400Bad WindsheimGeorg-Wilhelm-Steller-GymnasiumLateinschuleSeit 1611 als Gymnasium bezeichnet.
1406LüneburgJohanneumStädtische Lateinschule.
1407DresdenGymnasium DreikönigschuleLateinschule in Altendresden1947 aufgelöst, 1992 neu gegründet
1414BorkenGymnasium RemigianumLateinschule.erste Erwähnung der Borkener „Lateinschule“ in einer Schenkungsurkunde von Johann Walling, dem ersten Dechanten des Borkener Kollegiatskapitels
1415BraunschweigMartino-KatharineumLateinschuleMartineum seit 1415; Martineum und Katharineum seit 1745 Gymnasien; seit 1828 ein Gesamtgymnasium, ab 1866 als Martino-Katharineum.
vor 1421RecklinghausenGymnasium PetrinumLateinschuleSeit 1729 Franziskanerschule, seit 1820 städtisch.
1432LandauEduard-Spranger-GymnasiumLateinschuleerste urkundliche Erwähnung 1432
1445EppingenHartmanni-GymnasiumLateinschuleerste urkundliche Erwähnung 1445
1446SchleusingenHennebergisches GymnasiumLateinschuleGymnasium ab 1577
1450KölnDreikönigsgymnasiumPrivate Lateinschule1552 von der Stadt Köln übernommen; 1557 bis 1778 Jesuitengymnasium.
1450LüdenscheidZeppelin-Gymnasiumkirchliche LateinschuleLateinschule 1450–1858, ab 1685 Rektoratsschule. Ab 1858 höhere Knabenschule in städtischer Trägerschaft, ab 1930 Realgymnasium und Oberrealschule.
1458GörlitzGymnasium AugustumKlosterschule1565 städtische Lateinschule; 1945 geschlossen; 1990 Neugründung; seit 2008 zusammengeschlossen zum Gymnasium Anne-Augustum
1477NortheimGymnasium CorvinianumLateinschule
1479SchwabachAdam-Kraft-GymnasiumLateinschuleSeit 1894 Progymnasium, seit 1948 Oberrealschule mit Gymnasium.

16. Jahrhundert

GegründetStadtSchule (heutiger Name)Schultypus bei der GründungEntwicklung
um 1500WeinsbergJustinus-Kerner-Gymnasium WeinsbergLateinschule1540 Bau eines neuen Schulhauses nachgewiesen; seit 1970 heutiger Name
um 1500Heidenheim an der BrenzHellenstein-GymnasiumLateinschule1899 Einweihung heutiges Schulgebäude; 1914 erstes Abitur; seit 1953 heutiger Name
um 1500AttendornRivius-GymnasiumHumanistenschuleseit 1975 heutiger Name
1505EmdenJohannes-Althusius-GymnasiumLateinschule1483 erste Erwähnung einer Lateinschule; seit 1836 Gymnasium
1505RegensburgGymnasium PoeticumEntstanden als städtische protestantische Lateinschule (Wahlenstr.) Ab 1542 am neuen Standort (Gesandtenstr.)1811 Zusammenschluss mit dem zunächst jesuitischen, dann bischöflichen Gymnasium St. Paul (1589) zum sog. paritätischen Gymnasium. Nach Neubau 1880 am Ägidienplatz genannt Königlich bayerisches Gymnasium dannAltes Gymnasium, ; seit 1962 im Neubau im Stadtwesten, mit Namensgebung Albertus-Magnus-Gymnasium[9]
1510MeiningenHenfling-GymnasiumLateinschuleEntstanden aus einer älteren Trivialschule; 1705 zum Lyzeum illustre erhoben; 1821 in Gymnasium Bernhardinum umbenannt; 1945 heutige Namensgebung
vor 1510Simmern/HunsrückHerzog-Johann-GymnasiumLateinschule1965 heutige Namensgebung
1512LeipzigNikolaischuleLateinschule, BürgerschuleAb 1995 Gymnasium Neue Nikolaischule Leipzig
1515FreibergGeschwister-Scholl-GymnasiumLateinschuleAb 1876 Gymnasium Albertinum; nach 1945 EOS „Geschwister-Scholl“; nach 1990 Geschwister-Scholl-Gymnasium
1520Frankfurt am MainLessing-Gymnasium und Goethe-GymnasiumLateinschule1897 in das altsprachliche Lessing-Gymnasium und das reformierte Goethe-Gymnasium aufgeteilt
1521GemmingenLateinschule GemmingenLateinschule
1522AltenburgFriedrichgymnasiumStädtische LateinschuleSeit 1713 „Herzogliches Friedrichgymnasium“; 1947 Auflösung und Umwandlung zur Erweiterten Oberschule (EOS)Karl Marx“; 1991 Wiedergründung als Gymnasium
1523Bad BergzabernGymnasium im Alfred-Grosser-SchulzentrumLateinschulewährend der Französischen Revolution geschlossen, 1836 wieder eröffnet
1524GothaGymnasium ErnestinumGymnasium illustre1945 aufgelöst, 1991 wiedergegründet; bis 1947 ältestes Gymnasium des deutschsprachigen Raums
1524LemgoEngelbert-Kaempfer-Gymnasium
1524NordhausenStaatliches Gymnasium "Wilhelm von Humboldt"Humanistisches Gymnasium1945 Vereinigung des Oberlyzeums und Gymnasiums Nordhausen zur "Humboldt-Oberschule", 1991 Wiedergründung als Gymnasium
1526NürnbergMelanchthon-GymnasiumStädtisches Gymnasiumseit 1808 Staatliches Gymnasium; seit 1933 heutiger Name; durch Schließung des Gymnasium Ernestinum seit 1947 ältestes Gymnasium des deutschsprachigen Raums[10][11]
1526IngolstadtReuchlin-GymnasiumPädagogiumAb 1571 Jesuitenschule
1526ZerbstGymnasium FrancisceumUrsprünglich Franziskanerkloster, welches von 1235/45 erbaut wurde. Von 1582 bis 1798 war es ein Gymnasium Illustre (Anhaltische Landesuniversität mit Lateinschule). Heute ist die Schule ein staatliches Gymnasium.
1527Marburg/LahnGymnasium PhilippinumPädagogium der Universität MarburgAb 1833 als kurfürstliches Gymnasium von der Universität unabhängig
1527HusumHermann-Tast-SchuleEvangelische Stadtschule (Lateinschule)
1527BautzenPhilipp-Melanchthon-GymnasiumEvangelische Ratsschule (Lateinschule)
1527WormsRudi-Stephan-GymnasiumStädtische Lateinschule
1528GoslarRatsgymnasiumStädtische Schule
1528AnsbachGymnasium CarolinumLateinschule, Städtische SchuleAb 1737 Gymnasium illustre; 1792–1806 Königlich-Preußisches Gymnasium
1528LindauBodensee-GymnasiumLateinschule
1529HamburgGelehrtenschule des JohanneumsGelehrtenschule
1529BremenAltes GymnasiumGymnasium illustre
1530MindenRatsgymnasiumStädtische Schule
1530Weiden in der OberpfalzAugustinus-GymnasiumLateinschuleVon 1530 bis 1627 gab es in Weiden eine Lateinschule, deren Besuch den Eintritt in eine Universität erlaubte. Daran schlossen sich bis 1868 mehrere Lateinschulen verschiedener Konfessionen an, 1877 Eröffnung einer Realschule mit angegliederten Lateinklassen, 1903 Progymnasium mit sechs Klassen, Humanistisches Gymnasium
1531LübeckKatharineumLateinschule
1531AugsburgGymnasium bei St. AnnaGelehrtenschule
um 1532EinbeckGoetheschule EinbeckEvangelische Ratsschule (Lateinschule)heutige Namensgebung 1949
1534SoestArchigymnasiumLateinschule
1535AnklamLilienthal-GymnasiumLateinschule
1536SiegenGymnasium Am LöhrtorLateinschuleEine städtische Pfarrschule als Vorgängerinstitution 1342 erstmals erwähnt; 1536 von Erasmus Sarcerius zur Lateinschule umgewandelt
1537WindsbachJohann-Sebastian-Bach-Gymnasium WindsbachLateinschule1898 Progymnasium, 1949 Vollanstalt, 1966 heutige Namensgebung
1537Blankenburg (Harz)Gymnasium Am ThieLateinschule1677 Herzogliches Gymnasium Rudolph-Augusteum, 1877 Humanistisches Gymnasium, 1927 Reformrealgymnasium, 1969 Polytechnische und Erweiterte Oberschule, seit 1991 Gymnasium "Am Thie"
1539MeißenGymnasium Franziskaneum MeißenLateinschule
1540MeldorfMeldorfer GelehrtenschuleGelehrtenschule
1540SpeyerGymnasium am KaiserdomLateinschuleAls lateinische Ratsschule gegründet, seitdem fast durchgehendes Bestehen (allerdings unter einigen Namens- und Formänderungen, u. a. war die Schule schon ein Gymnasium, eine Realschule oder beides gleichzeitig, ein Collège oder die einzige vollständige kgl. Studienanstalt in der Pfalz).
1540WeilburgGymnasium PhilippinumLateinschule
1541WismarGroße StadtschuleEvangelisch-lutherische LateinschuleAb 1948 Erweiterte Oberschule, seit 1989 wieder Gymnasium
1542LinzAkademisches Gymnasium LinzEvangelische Landschaftsschule
vor 1543DürenStiftisches Gymnasium DürenLateinschuleFür 1543 Schulhaus nachgewiesen, das beim Stadtbrand beschädigt wurde
1543RonnenbergGrundschuleTermenei / Zentralschule1922 mit Gehobener Abteilung (Mittelschule)

1955 mit Differenziertem Mittelbau

1966 Anerkennung als Realschule

offiz. Name "Volksschule mit Förderstufe und Realschulzug"

1976 Aufteilung in Grundschule und Realschule.[12][13]

1543SchulpforteLandesschule PfortaSächsische protestantische Fürsten- und Landesschule (1 von 3, zusammen mit Sankt Afra Meißen und St. Augustin Grimma)1935–1945 Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NPEA, auch: Napola)
1543MeißenSächsisches Landesgymnasium Sankt AfraSächsische protestantische Fürsten- und Landesschule (1 von 3, zusammen mit Schulpforta und St. Augustin Grimma)1950 geschlossen, 1992 neu gegründet
1543Friedberg (Hessen)AugustinerschuleKlosterschule der Barfüßer
1543DortmundStadtgymnasiumArchigymnasium (evangelische Gelehrtenschule)
1543WolfenbüttelGroße SchuleLateinschule
1544EisenachMartin-Luther-GymnasiumSchola ProvincialisSeit 1185 existierte die Lateinschule St. Georgen; 1707 Erhebung zum Gymnasium illustre; 1950 Umwandlung in Erweiterte Oberschule; 1960 Auflösung; seit 1991 wieder Gymnasium
1545HalberstadtGymnasium MartineumPfarrschule1545 von Pfarrschule zur ersten städtischen Schule Halberstadts umgewandelt
1545DüsseldorfGörres-GymnasiumHerzogliche LandesschuleVon 1625 bis 1773 unter der Leitung der Jesuiten; anschließend Kurfürstliches Gymnasium
1545ÖhringenHohenlohe-GymnasiumHohenlohesches LandesgymnasiumsGründung während der Reformationszeit durch die Grafen zu Hohenlohe nachdem es zuvor eine Schule des Öhringer Chorherren-Stifts gegeben hatte; ab 1811 Lateinschule ohne gymnasiale Oberstufe; ab 1847 Lyzeum; ab 1903 Progymnasium; ab 1928 Progymnasium und Realschule; seit 1956 Gymnasium
1546EislebenMartin-Luther-GymnasiumHöhere Landesschulegegründet von Martin Luther
1546HeidelbergKurfürst-Friedrich-GymnasiumPädagogiumgegründet von Kurfürst Friedrich II.
1546HofJean-Paul-Gymnasiumhumanistisch-reformatorisches Gymnasiumgegründet von Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach
1549KremsmünsterStiftsgymnasium KremsmünsterKlosterschule, Lateinschulegegründet von Abt Gregor Lechner, aus einer bereits (seit 777?) bestehenden Klosterschule entstanden
1550GrimmaGymnasium St. AugustinSächsische protestantische Fürsten- und Landesschule (1 von 3, zusammen mit Sankt Afra Meißen und Schulpforta)
1550Bad Homburg vor der HöheKaiserin-Friedrich-GymnasiumLateinschuleAus einer bereits bestehenden Volksschule entstanden
1550Dillingen an der DonauJohann-Michael-Sailer-GymnasiumJesuiten-GymnasiumFürstbischöfliche Gründung, bis 1773 jesuitisch, seit 1803 staatlich
1552KlagenfurtEuropagymnasiumReformiertes GymnasiumGründung als Gelehrtenschule. Ab 1604 Jesuitenkolleg, ab 1773 Lyzeum
1553WienAkademisches GymnasiumJesuitenkolleg
1553SchwerinFridericianumFürstenschule
1554RoßlebenKlosterschule RoßlebenKnabenschule1949–1990 EOS Goetheschule Roßleben
1554Rothenburg ob der TauberReichsstadtgymnasiumKnabenschule1593 Lateinschule, 1913 Progymnasium, 1978 Reichsstadtgymnasium
1555LaubachLaubach-KollegLateinschule
1556Maulbronn und BlaubeurenEvangelische Seminare / Gymnasien mit InternatProtestantische KlosterschulenMaulbronn seit 1807, Blaubeuren seit 1817 als „Seminar“ bezeichnet. Heute staatliche Gymnasien mit kirchlichem Internat für die Klassen 9 bis 12.
1556LörrachHebel-GymnasiumLateinschule
1559MünchenWilhelmsgymnasiumPädagogium
1559Offenhausen (Oberösterreich)Volksschule OffenhausenDorfschule1559 von Jörg III. von Perkheim in seinem Testament als "gemaine Schul" gestiftet
1561ErfurtEvangelisches RatsgymnasiumPädagogiumzunächst „paedagogium in coenobio Augustiniano“, ab 1624 „Gymnasium evangelicum“, 1950 geschlossen, 1992 wiedereröffnet
1561GreifswaldFriedrich-Ludwig-Jahn-GymnasiumStädtische Schulezunächst schola senatorium, 1820–1947 und wieder seit 1991 Gymnasium, 1947–1991 Erweiterte Oberschule
1561TrierFriedrich-Wilhelm-GymnasiumJesuitenkollegseit 1896 unter heutigem Namen
1561Mainz-NeustadtRabanus-Maurus-GymnasiumJesuitenkollegSeit 1773 humanistisches Kurfürstlich Mainzisches Emmerizianisches Gymnasium; 1618–1782 ist das Gymnasium gemeinsam mit der Universität in der Domus Universitatis untergebracht.
1561Oppenheim am RheinGymnasium zu St. KatharinenLateinschuleDie Gründung der reformierten Lateinschule des Katharinenstiftes erfolgte durch Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz, welcher den Heidelberger Humanisten Friedrich Zorn mit der Leitung eines Gymnasiums beauftragte. Nach der Vertreibung der Franziskaner zog die Schule in das Kloster (heute St. Bartholomäus) ein. Die Ausbildung der Schüler bereitete auf ein Studium an der Universität Heidelberg vor.
1561WeimarGoethegymnasiumLateinschule1561 Stadt- und Landschule, ab 1712 „Wilhelminum Ernestinum“, seit 1716 Wilhelm-Ernst-Gymnasium Weimar, 1887 Umzug in größeren Schulneubau, nach 1945 sowjet. Militärschule, 1951 bis 1991 Polytechnische OberschuleJohann Wolfgang von Goethe“, seit 1991 Goethegymnasium.
1561WürzburgWirsberg-GymnasiumLateinschule
1562InnsbruckAkademisches GymnasiumLateinschule und Jesuitenkolleg
1564OhrdrufGymnasium GleichenseLateinschuleseit 1623 Lyzeum illustre; 1870–1946 Gräflich Gleichensches Gymnasium; 1854–1945 Verlust der Bezeichnung Lyzeum und der direkten Hochschul-Reife
1564ParchimFriedrich-Franz-GymnasiumLateinschuleerst Große Stadtschule, 1827 Friedrich-Franz-Gymnasium
1566FlensburgAltes Gymnasium
1566EutinJohann-Heinrich-Voß-GymnasiumGelehrtenschuleSeit 1309 ist eine Lateinschule belegt
1566/67NordenUlrichsgymnasiumLateinschuleSeit 1631 Paedagogium illustre, damit Erwerb der allgemeinen Hochschulreife möglich; Namensgebung nach dem ostfriesischen Grafen Ulrich II.
1569HolzmindenCampe-GymnasiumReformierte Internatsschule
1570Bad HersfeldKonrad Duden SchuleTrivialschuleSchule im Franziskanerkloster; 1570 Stiftungsurkunde vom Abt Michael und Schutzbrief Kaiser Maximilians II.
1572JülichGymnasium ZitadellePartikularschuleAb 1664 Jesuitenschule
1572MemmingenElsbethenschuleLateinschuleAb 1802 auch deutsche Schule; seit 1969 Grundschule
1573Hall in TirolFranziskanergymnasiumJesuitenkollegnach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 von den Franziskanern übernommen
1573Traben-TrarbachGymnasium Traben-TrarbachLateinschuleAb 1649 Gymnasium illustre
1573OldenburgAltes GymnasiumLateinschule
1573GrazAkademisches GymnasiumJesuitenkollegseit der Gründung der Universität Graz 1585 akademisches Gymnasium; seit 1773 staatlich
1573JeverMariengymnasiumLateinschule
1573GrünstadtLeininger-GymnasiumLateinschule1573 Höninger Lateinschule, 1630 kriegsbedingte Einstellung des Schulbetriebs, 1729 Neugründung in Grünstadt, 1752 Umwandlung in Gymnasium, 1802–1811 École Secondaire, 1811–1817 Collège, 1817–1933 bay. Progymnasium, 1933–1945 Oberschule, 1945–1950 Realschule, 1950–1962 Progymnasium, seit 1962 Leininger-Gymnasium
1574BerlinGymnasium zum Grauen KlosterLandesschule
1575KopenhagenDeutsche Schule St. PetriArmenschule; deutsche SchuleÄlteste noch bestehende Deutsche Auslandsschule
1575MerseburgDomgymnasiumStiftsschule1830 Stiftsschule, 1830–1945 Domgymnasium, 1946–59 Ernst-v.-Harnack-Oberschule, 1959–1991 Ernst-Haeckel-Oberschule (EOS), seit 1991 wieder Domgymnasium
1578Neustadt an der WeinstraßeKurfürst-Ruprecht-GymnasiumGymnasium illustre
1577SchleusingenHennebergisches Gymnasium „Georg Ernst“GymnasiumGründung durch Graf Georg Ernst von Henneberg mit Alumnat, nach 1945 „Max-Greil-Oberschule“, seit 1992 Gymnasium „Georg Ernst“
1579KorbachAlte LandesschuleGymnasium illustreGründung der Grafen von Waldeck, Vorläufer der gräflichen Schule war eine städtische Schule (seit mindestens 1266), zwischen beiden gab es eine räumliche und zum Teil personelle Kontinuität
1579Wuppertal-BarmenGymnasium SedanstraßeDeutsche SchuleGegründet von Barmer Bürgern und der Pfandherrin des Bergischen Amtes Beyenburg, der Gräfin Maria von Waldeck. Lateinschule seit ca. 1600
1580RostockGroße StadtschuleLateinschule
1582MoersGymnasium AdolfinumSchola illustrisEine Lateinschule gab es seit 1574; ab 1821 Progymnasium, ab 1874 Gymnasium
1582Freiburg im ÜechtlandKollegium St. MichaelJesuitenkolleg
1582AugsburgGymnasium bei St. StephanJesuitenkollegJesuitenkolleg St. Salvator, 1807 aufgehoben; 1828 als kath. Bürgerschule im Gebäude des säkularisierten Damenstifts St. Stephan neu begründet; 1835 an Benediktiner übergeben; als „gymnasium sui generis“ seit der Neugründung staatliches Gymnasium mit Vorrechten des Klosters bzgl. der Schulleitung
1582Gars am InnGymnasium GarsLateinschule der Augustiner-Chorherren
1582KoblenzGörres-GymnasiumJesuitenkolleg
1584Leer (Ostfriesland)Ubbo-Emmius-GymnasiumLateinschule
1586GöttingenMax-Planck-GymnasiumPädagogium
1586BambergKaiser-Heinrich-GymnasiumCollegium Ernestinum; Priesterseminar mit GymnasiumSeit Anfang des 17. Jahrhunderts Jesuitenschule
1586DurlachMarkgrafen-GymnasiumGymnasium illustre1724 nach Karlsruhe (neue Residenzstadt) verlegt, das Durlacher Gymnasium blieb weiterhin bestehen
1586ZittauChristian-Weise-GymnasiumLateinschule
1588SteinfurtGymnasium ArnoldinumGymnasium illustre
1589BaselGymnasium am MünsterplatzStädtisches Gymnasium
1589RegensburgJesuitisches Gymnasium, gegründet im leer stehenden MittelmünsterNach Auflösung des Jesuitenordens 1773 Namensänderung zu bischöfliches Gymnasium St. Paul mit Oberstufe (Lyzeum)Neubau des Schulgebäudes 1762/73. Das neue Gebäude wurde 1809 im Laufe der Schlacht bei Regensburg völlig zerstört. Daraufhin 1811 Vereinigung mit dem 1505 gegründetem protestantischen Gymnasium poeticum zum vereinigten paritätischen Gymnasium. Nach Neubau am Ägidienplatz genannt Königlich bayerisches Gymnasium nach 1880 Altes Gymnasium. Seit 1962 im Neubau im Stadtwesten, mit Namensgebung Albertus-Magnus-Gymnasium[9]
1592Wuppertal-ElberfeldWilhelm-Dörpfeld-GymnasiumLateinschuleDeutsche Schule bestand schon vor der Reformation. 1592 Anschluss einer Lateinklasse unter eigenem Rektorat.
1595OsnabrückRatsgymnasiumStadtschule
1596St. BlasienKolleg St. BlasienJesuitenkollegGegründet in Freiburg im Üechtland in der Schweiz, 1856 nach Feldkirch (Vorarlberg) gezogen, 1934 nach St. Blasien
1597SchwelmMärkisches Gymnasium SchwelmLateinschuleDie Kirche verlor im Jahr 1807 die Schulaufsicht an eine staatliche Schulkommission. Bekanntester Schulleiter (1946–1951) war der Reformpädagoge Fritz Helling
1597SiegburgAnno-GymnasiumLateinschule1593/1594 Erlass zur Gründung einer Lateinschule; 1855 Progymnasium; 1886 Gymnasium in staatlicher Trägerschaft, 1974 Übernahme der Trägerschaft durch die Stadt Siegburg
1599GundorfGrundschule GundorfEvangelische Schule1599 erster Küster Bartholomäus Heinrich; über 400 Jahre vollständig nachgewiesene Schulgeschichte; nach 322 Jahren im Jahr 1921 Übergang in staatliche Aufsicht

17. Jahrhundert

GegründetStadtSchule (heutiger Name)Schultypus bei der GründungEntwicklung
1601AachenKaiser-Karls-GymnasiumJesuitenschuleAb 1773 städtisch.
spätestens 1601BüdingenWolfgang-Ernst-GymnasiumLateinschule
1602DetmoldGymnasium LeopoldinumProvinzialschuleAb 1833 Leopoldinum (nach dem Stifter eines Schulneubaus, Fürst Leopold II. zur Lippe); 1949–1987 getrennt in Leopoldinum I und II
1604KonstanzHeinrich-Suso-GymnasiumJesuitenkolleg
1605GießenLandgraf-Ludwigs-GymnasiumLateinschule
1605CoburgCasimirianumHohe Schule
1607HanauHohe Landesschule
1608GeraRutheneum seit 1608Gymnasium
1609IserlohnMärkisches GymnasiumLyzeum Iserlohnense1609–1703 schola sancta, 1703–1727 Gelehrtenschule, 1793–1840 Lateinschule, 1840–1863 höhere Bürgerschule, 1863–1890 Realschule I. Ordnung und Realgymnasium, 1919–1933 Reformrealgymnasium und Oberrealschule in der Weimarer Republik
1609Duisburg-MeiderichHeinrich-Bongers-SchuleFreischule1609–1709 evangelische Schule, seit 1875/79 kommunale Volksschule, seit 1968 Grundschule, seit 1978 städtische Gemeinschaftsschule mit Schulkindergarten und städtische katholische Grundschule
1612StockholmDeutsche SchuleDeutsche SchuleÄlteste Schule Stockholms; Gründung durch die St. Gertruds-Gemeinde; 1939–1953 geschlossen
1614BückeburgGymnasium AdolfinumLateinschule
1614StuttgartCollegium AmbrosianumLateinschuleSpäter bischöfliches Spätberufenenseminar, 1983 verlegt in das bischöfliche Kolleg St. Josef in Ehingen (Donau) und umbenannt in Ambrosianum, 2010 verlegt nach Tübingen und umbenannt in Theologisch-propädeutisches Jahr Ambrosianum
spätestens 1616Neuburg an der DonauDescartes-GymnasiumLateinschuleBereits im 16. Jahrhundert als Lateinschule gegründet, 1616 von Jesuiten als Gymnasium übernommen
1617SalzburgAkademisches GymnasiumHumanistisches Gymnasium
1618MönchengladbachStiftisches Humanistisches GymnasiumLateinschule1315 Schuleinrichtung der Benediktinerabtei, seit 1877 Gymnasium
1619Husum (Ortsteil Rödemis)Iven-Agßen-SchuleVolksschuleSeit 1978 Grundschule, älteste hier aufgeführte Volksschule
1620AschaffenburgKronberg-GymnasiumJesuitenschule
1620HeilbronnTheodor-Heuss-GymnasiumGymnasiumAus der seit dem 15. Jahrhundert belegten Lateinschule hervorgegangen, Gymnasium 1620–1827, Karlsgymnasium 1827–1938, Theodor-Heuss-Gymnasium seit 1950
1625Bad MünstereifelSt. Michael-GymnasiumJesuitenschuleGründungsbeschluss gefasst am 29. September 1625 (Michaelistag) auf Betreiben des Rats der Stadt Münstereifel durch den Jesuitenorden.
1626BonnBeethoven-GymnasiumMinoritengymnasiumAb 1673 Jesuitenkolleg.
1627CoesfeldGymnasium NepomucenumJesuitenkolleg
1628WarburgGymnasium MarianumKlosterschuleDominikaner; ab 1826 königliches Progymnasium; ab 1874 städtisches Gymnasium
1628Hamburg-HeimfeldFriedrich-Ebert-Gymnasium
1629LandshutHans-Carossa-Gymnasium LandshutJesuitenkolleg
1629BurghausenKurfürst-Maximilian-GymnasiumJesuitenkolleg
1629DarmstadtLudwig-Georgs-GymnasiumPaedagogium
1630RottweilAlbertus-Magnus-GymnasiumLyzeum der Dominikaner
1631StraubingJohannes-Turmair-GymnasiumJesuitenschuleSeit 1631 höhere Schule der Jesuiten; seit 1773 städtisch; 1966 heutige Namensgebung nach dem bayerischen Geschichtsschreiber Aventin, gen. Turmair.
1632SchweinfurtCeltis-GymnasiumHumanistisches GymnasiumGegründet unter dem Namen „Gymnasium Gustavianum“ nach dem Schwedenkönig Gustav Adolf, 1833 nach dem neuen Landesvater Ludwig I. in Gymnasium Ludovicianum umbenannt, 1964 erneute Umbenennung nach dem Humanisten Konrad Celtis.
1637Rheda-WiedenbrückRatsgymnasiumStadtschule
1639SchöningenAnna-SophianeumLateinschule1956 heutige Namensgebung
1639KölnUrsulinenschuleErzbischöfliche Schule
1640SchöningenAnna-SophianeumLateinschule1808 aufgehoben und als Stadtknabenschule weitergeführt; seit Ende des 19. Jahrhunderts Progymnasium bzw. Realgymnasium
1642DorstenGymnasium PetrinumSeit 1823 Progymnasium, 1837 staatliche Schulleitung, seit 1900 Vollgymnasium.
1642MeppenWindthorst-GymnasiumJesuitengymnasiumSeit 1820 in Königliches Gymnasium.
1643ArnsbergGymnasium LaurentianumGymnasium der Prämonstratenser
1644AdmontStiftsgymnasium AdmontGymnasium der Benediktiner
1646AurichGymnasium Ulricianum
1649FeldkirchBundesgymnasiumJesuitenkolleg
1652HadamarFürst-Johann-Ludwig-SchuleGymnasium der Jesuiten
1652TrierAuguste-Viktoria-GymnasiumKlosterschule der Augustinerinnen für Mädchen
1652VechtaGymnasium Antonianum VechtaKlosterschule der FranziskanerSeit 1719 Vollgymnasium.
1655BrilonGymnasium PetrinumKlosterschule der Minoriten für JungenKlosterschule bis 1804; 1821 Wiedergründung als städtisches Progymnasium; seit 1858 Vollgymnasium.
1655Schwäbisch HallGymnasium bei St. MichaelGymnasium illustre1318 Lateinschule in Hall
1656SchleizGymnasium Rutheneum seit 1961
Dr.-Konrad-Duden-Gymnasium Schleiz
GymnasiumEine Lateinschule existierte seit dem 13./14. Jahrhundert. Das Dudengymnasium führt die Schultradition fort.
1657HammGymnasium HammonenseGymnasium academicumSeit 1781 humanistisches Gymnasium nach Zusammenlegung mit der Lateinschule.
1657HornBundesgymnasiumPiaristengymnasium1657 als Schola Hornana gegründet, 1872 Umwandlung in ein Landesgymnasium, 1883/84 Zubau eines Schülerheims, 1921 Umwandlung in ein Bundesgymnasium, 1928 Zubau des ersten österreichischen Aufbaugymnasiums.
1658RheineGymnasium Dionysianum
1658PaderbornGymnasium St. Michael PaderbornFreischuleMädchengymnasium der Augustiner Chorfrauen
1658EllwangenPeutinger-GymnasiumHervorgegangen aus einer 764 gegründeten Klosterschule, 1658 Umwandlung in Jesuitenschule was als offizielle Gründung gilt. Seit 1802 königlich-württembergisches Vollgymnasium.
1659KempenGymnasium ThomaeumStädtisches GymnasiumBis 1802 nur geistliche Schulleiter.
1660MünnerstadtJohann-Philipp-von-Schönborn-GymnasiumBis 1680 unter der Leitung der Bartholomiten, dann bis 1803 der Augustiner.
1662AugsburgMaria-Ward-GymnasiumHöhere Töchterschule im Englischen InstitutBis 1992 Schule der Ordensgemeinschaft Congregatio Jesu, heute sprachliches und wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium für Mädchen in Trägerschaft der Diözese Augsburg.
1662BrigKollegium BrigJesuitenschule
1664BayreuthGymnasium Christian-ErnestinumGymnasium illustreIm 19. Jahrhundert Königliche Studienanstalt Bayreuth, seit 1891 Königlich-Bayrisches Gymnasium, seit 1952 wieder unter dem alten Namen Gymnasium Christian-Ernestinum, heute sprachliches, humanistisches und naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium
1667EmmendingenGoethe-GymnasiumLateinschule1695 Neugründung durch den bad. Markgrafen Fridericus Magnus, nach 1848 Höhere Bürgerschule, 1895 Realschule, 1934 Realprogymnasium, 1937 Dietrich-Eckart-Oberschule für Jungen, 1946 Oberrealschule, 1948 Gymnasium, ab 1974 Goethe-Gymnasium
1670Baden-BadenKlosterschule vom Heiligen GrabMädchenpensionat1952 Progymnasium, 1970 Vollgymnasium, seit 1982 Koedukation.
1672MannheimKarl-Friedrich-GymnasiumReformiertes PädagogiumAb 1720 Jesuiten-Gymnasium.
1675MagdeburgDomgymnasiumAb 1928 Vereinigtes Dom- und Klostergymnasium, ab 1949 Humboldtschule (später Humboldtschule EOS), ab 1989 Humboldt-Gymnasium, 2007 geschlossen. Die 1989 neu gegründete Privatschule Ökumenisches Domgymnasium beruft sich auf die Tradition des Domgymnasiums.
1677DüsseldorfSt.-Ursula-GymnasiumMädchenschule der Ursulinen
1677VredenGymnasium GeorgianumGründung durch Franziskaner-Observaten
1680Lingen (Ems)Gymnasium GeorgianumTrivialschule1697–1819 Gymnasium academicum, danach Gymnasium
1681DürenSt. Angela-SchuleMädchenschule der UrsulinenSeit 1829 Mädchen-Elementarschule; 1927 private Mädchenmittelschule, seit 1931 Realschule und Gymnasium
1683BurghausenMaria-Ward-RealschuleRealschulePrivate Realschule, bis Mai 2018 Kloster der englischen Fräulein, Mitglied der Maria Ward Schulstiftung Passau
1686StuttgartEberhard-Ludwigs-Gymnasium und Karls-GymnasiumGymnasium illustre
1686BensheimAltes Kurfürstliches Gymnasium
1686EhingenGymnasium EhingenSchule der BenediktinermöncheSeit 1825 staatlich
1686GesekeGymnasium AntonianumFranziskanergymnasiumSpäter städtisches Gymnasium mit neusprachlichem Schwerpunkt
1688TauberbischofsheimMatthias-Grünewald-Gymnasium TauberbischofsheimFranziskanergymnasium1688 Der Fürstbischof von Mainz genehmigt der Stadt Bischofsheim die Gründung eines Gymnasiums unter Leitung der Franziskaner; 1954 Neuer Schulname: Matthias-Grünewald-Gymnasium
1689BerlinFranzösisches GymnasiumFranzösischsprachiges Gymnasium für die Hugenotten
1690MünsterAnnette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium
1691LeipzigAugust-Bebel-Schule (Leipzig)
1691SaarlouisGymnasium am StadtgartenCollège der AugustinermöncheSeit 1815 preußisches Collegium.
1694Frankfurt an der OderFriedrichsgymnasiumLateinschuleAm 1. Juli 1694 durch Kurfürst Friedrich III von Brandenburg gegründet.[14] Schließung 2008. Gebäude als Grundschule weiter genutzt.
1696FreiburgSt.-Ursula-GymnasiumSchule der Ursulinenheute privates Gymnasium in der Trägerschaft des Schulstiftung der Erzdioziöse Freiburg
1698HalleLatinaWaisenschule1946 Überführung in eine EOS; 1991 wieder ein Landesgymnasium
1699DorstenGymnasium St. UrsulaTöchterschule des UrsulinenklostersIm 19. Jahrhundert in ein Lyzeum umgewandelt, später Oberlyzeum; während des Dritten Reiches staatliche Oberschule; seit 1946 Gymnasium

18. Jahrhundert

GegründetStadtSchule (heutiger Name)Schultypus bei der GründungEntwicklung
1704PlönGymnasium Schloss PlönLateinschuleBis 1821 nach dem Begründer Christoph Gensch von Breitenau “Breitenauiarium” oder “Breitenauisches Gestift” genannt. Wurde 1814 in den Rang einer Gelehrtenschule erhoben, 1922 mit der Kadettenanstalt vereinigt. Von 1933 bis 1945 war sie eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt, ab 1946 “Internatsoberschule Schloss Plön” und wurde 2001 umbenannt in “Gymnasium Schloss Plön”.[15]
1709DresdenSt. Benno-GymnasiumLateinschule für die Dresdner Kapellknaben1939 aufgelöst; 1991 neu gegründet
1712FritzlarUrsulinenschule FritzlarMädchenschuleWährend Bismarcks Kulturkampf und im Dritten Reich geschlossen. Heute eine ganztägige koedukative Gesamtschule
1712HerfordWilhelm-Oberhaus-SchuleKatholische ElementarschuleSeit 1968 ist die ehemalige katholische Elementarschule bzw. Volksschule und heutige katholische Grundschule die einzige städtische Konfessionsschule.
1712UetersenRosenstadtschuleRektorschule/Lateinschule1712 wurde durch ein Vermächtnis von Ida Hedwig von Brockdorff die im vorausgegangenen Krieg zerstörte Rektorschule aus dem Jahr 1542 wiederaufgebaut. Diese Schule wurde später durch ein Rektorat ersetzt, das wegen Platzmangel geschlossen wurde. Folgeschule wurde 1866 die „Schule am Roggenfeld“ die heutige „Rosenstadtschule“.
1715RastattLudwig-Wilhelm-GymnasiumPiaristenkolleg22. Juni 1715 Stiftung des Rastatter Piaristenkollegs durch Markgräfin Augusta Sybilla
1723Niederalteich (Niederbayern)St.-Gotthard-GymnasiumKlosterschule der Benediktinermönche von NiederaltaichSchultradition seit Gründung des Klosters (731 bzw. 741). 1723 Benennung nach dem Heiligen Gotthard, 1803 Säkularisation des Klosters und Schließung der Schule, 1918 Wiedergründung des Klosters und der Schule (1925), 1937 von Nationalsozialisten angeordnete Schließung, 1946 Wiedereröffnung
1724KarlsruheBismarck-GymnasiumGymnasium illustrevon Durlach in die neue Residenzstadt verlegt; 1836 mit der höheren Bürgerschule verbunden
1724Meran (Südtirol)Benediktinergymnasium MeranGymnasium der BenediktinerWurde 1946 eine öffentliche Schule und ist seit 1987 ein Gymnasium mit zwei Fachrichtungen: humanistisch und neusprachlich. 2011 wurde die ursprüngliche Schule mit dem Josef-Ferrari-Gymnasium zusammengeschlossen.
1735SchwerinNiels-Stensen-SchuleKatholische SchuleWurde 1939 widerrechtlich geschlossen. Die Grundschule wurde 1994, die weiterführende Schule 2006 wiedereröffnet.
1738PotsdamHelmholtz-GymnasiumStadtschuleseit 1812 Gymnasium; seit 1946 Erweiterten Oberschule; 1991 Neugründung als Gymnasium
1738AltonaChristianeumGymnasium AcademicumLateinschule als Vorläufer bereits seit 1683
1743RietbergGymnasium NepomucenumFranziskanergymnasiumSeit Beginn des 19. Jahrhunderts Progymnasium; seit 1972 Vollgymnasium
1745ErlangenGymnasium FridericianumGymnasium Illustre
1746WienÖffentliches Gymnasium der Stiftung Theresianische AkademieKaiserliche Akademie (Ritterakademie)Bis 1773 von Jesuiten geleitet; 1783 aufgelöst, in der Favorita wird eine Ingenieurakademie untergebracht; 1797 Wiedererrichtung der „Theresianischen Ritterakademie“ unter der Leitung der Piaristen; 1849 Gymnasium unter staatlicher Aufsicht, Öffnung für das Bürgertum; 1938 Auflösung der Theresiana und Einrichtung einer Nationalpolitischen Erziehungsanstalt; seit 1957 wieder Gymnasium
um 1755BruchsalSchönborn-GymnasiumVon Jesuiten geleitete Lateinschule1773 bis 1797 Fusion mit Priesterseminar, danach durch Augustiner geleitet, ab 1870 nicht mehr rein katholisch
1758WienHTL Spengergassek.k. CommerzialzeichnungsakademieDie älteste berufsbildende Schule Österreichs und eine der ältesten technischen Schulen der Welt.
1761Bonn-Bad GodesbergKGS Burgschulekatholische Elementarschule1761 vom Kölner Kurfürsten Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels genehmigte Dorfschule; später Volksschule. Seit 1968 katholische Grundschule.[16]
1764BoppardKant-GymnasiumLateinschule der Franziskaner1764 als Lateinschule gegründet und 1805 in Trägerschaft der Stadt übergegangen[17]
1764GummersbachGymnasium GrotenbachRektoratsschule für Jungen und Mädchen
1770SchopfheimTheodor-Heuss-Gymnasium SchopfheimGegründet als Lateinschule1838 in eine Höhere Bürgerschule umgewandelt, 1922 in eine Oberrealschule, seit 1948 Gymnasium
1775BlieskastelVon der Leyen-Gymnasium
1778BerlinJüdisches Gymnasium Moses Mendelssohn
1778DonaueschingenFürstenberg-GymnasiumLateinschuleGründung durch Fürst Joseph Wenzel zu Fürstenberg am 1. Oktober 1778, Aufnahme des Unterrichts am 25. November 1778, Unterstellung unter die Großherzoglich Badische Regierung 1807, Umwandlung vom sechsjährigen zum siebenjährigen Gymnasium 1837, 1872 Progymnasium, 1903 Ausbau zum neunjährigen Vollgymnasium (erstes Abitur 1904)[18],1937–1945 Abstufung zur Oberrealschule (Verlust des grundständigen Lateins), Wiedereinrichtung des humanistischen Zuges 1956, Einführung eines naturwissenschaftlichen und eines sprachlichen Profils 1997
1779KasselFriedrichsgymnasiumLyceumKnüpfte an die Tradition einer bestehenden Lateinschule an
1780BozenFranziskanergymnasiumGymnasium
1784Waltershausen, Ortsteil SchnepfenthalSalzmannschuleErziehungsanstaltGründung von Christian Gotthilf Salzmann; heute staatliches Spezialgymnasium für Sprachen
1785BocholtSt.-Georg-GymnasiumLateinschule des MinoritenordensIm Jahre 1903 erfolgt durch Verfügung des Ministeriums die Anerkennung als Vollgymnasium.
1795NeustrelitzGymnasium CarolinumOberschule
1799WetzlarGoetheschuleprivate Oberschule1810 Umwandlung in eine öffentliche Anstalt und Vereinigung mit einer seit 1695 von den Jesuiten geleiteten katholischen Schule zum Königlichen Gymnasium; nach der Einführung der integrierten Gesamtschulen im Landkreis Wetzlar 1969 gymnasiale Oberstufenschule
1799HagenFichte-Gymnasium HagenHandlungs-, Bürger- und Lateinschule1882 ministerielle Anerkennung als „Realgymnasium und Gymnasium“

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. siehe zu diesem Norbert OttSchulmeister von Esslingen. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 23, Duncker & Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-11204-3, S. 684 (Digitalisat).
  2. a b c d e Gründung durch die Admonitio generalis
  3. Webseite der Stiftsschule Einsiedeln, Geschichtliches
  4. Albert Hug: Einsiedeln (Benediktinerabtei). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  5. Urban Hodel, Rolf De Kegel: Engelberg (Kloster). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  6. Rolf De Kegel: Frowin. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  7. Schulgeschichte – Gymnasium Weikersheim. In: gymwkh.de. Abgerufen am 6. Oktober 2020.
  8. http://www.oberpfaelzerkulturbund.de/cms/media/Festschriften/38.NGT/FS38_S_129_134_b.pdf
  9. a b Eginhard König: 500 Jahre Gymnasium Poeticum, Niederschrift Vortrag 23. Februar 2005, Hrsg. Albertus Magnus Gymnasium Regensburg, Redaktion Josef Schmailzl S. 31f.
  10. Startseite. In: melanchthon-gymnasium.de, abgerufen am 23. April 2019.
  11. Anna Günther, Hans Kratzer: „Humanistische Bildung gibt es auch ohne Latein und Griechisch“. In: sueddeutsche.de, 18. April 2017, abgerufen am 23. April 2019.
  12. Karl Kayser: Die reformatorischen Kirchenvisitationen in den welfischen Landen 1542-1544. Hrsg.: Landeskirchenamt Hannover. Zeiter Teil - Die reformatorischen Kirchenvisitationen im Herzogtum Kalenberg-Göttingen, unter der Herzogin Elisabeth vom 17. November 1542 bis 30. April 1543. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1897, S. 416 - 418.
  13. Das Ronnenberger Schulzentrum - Geschichte einer 475jährigen Schultradition auf dem Kirchenhügel 2017 Autor: Karl-Fr. Seemann, Herausgeber: Heimatbund Ronnenberg
  14. Seite des Friedrichsgymnasiums Frankfurt
  15. A. Heggen (Hrsg.): 300 Jahre Gymnasium Schloss Plön. Neumünster, 2004, S. 15–18.
  16. Festschrift 250 Jahre Burgschule in Bad Godesberg (1762–2011). KGS Burgschule, Bonn-Bad Godesberg, 2011.
  17. Johann Josef Klein: Geschichte von Boppard. 1909, S. 249, urn:nbn:de:0128-1-36929.
  18. Andreas Hund: Das Gymnasium Donaueschingen 1778-1928. Danubiana, Donaueschingen 1930.

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Codex Manesse, UB Heidelberg, Cod. Pal. germ. 848, fol. 292v, Der Schulmeister von Eßlingen