Landkreis Bergstraße

WappenDeutschlandkarte
Wappen des Landkreises BergstraßeDeutschlandkarte, Position des Landkreises Bergstraße hervorgehoben

Koordinaten: 49° 38′ N, 8° 39′ O

Basisdaten
Bundesland:Hessen
Regierungsbezirk:Darmstadt
Verwaltungssitz:Heppenheim (Bergstraße)
Fläche:719,49 km2
Einwohner:271.015 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte:377 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen:HP
Kreisschlüssel:06 4 31
Kreisgliederung:22 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Gräffstraße 5
64646 Heppenheim (Bergstraße)
Website:www.kreis-bergstrasse.de
Landrat:Christian Engelhardt (CDU)
Lage des Landkreises Bergstraße in Hessen
KasselLandkreis KasselWerra-Meißner-KreisSchwalm-Eder-KreisLandkreis Waldeck-FrankenbergLandkreis Hersfeld-RotenburgLandkreis FuldaVogelsbergkreisLandkreis Marburg-BiedenkopfLahn-Dill-KreisLandkreis Limburg-WeilburgLandkreis GießenMain-Kinzig-KreisWetteraukreisRheingau-Taunus-KreisHochtaunuskreisWiesbadenMain-Taunus-KreisLandkreis Groß-GerauFrankfurt am MainOffenbach am MainLandkreis OffenbachDarmstadtLandkreis Darmstadt-DieburgLandkreis BergstraßeLandkreis BergstraßeOdenwaldkreisBaden-WürttembergRheinland-PfalzBayernNordrhein-WestfalenNiedersachsenThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Bergstraße[2] ist eine Gebietskörperschaft mit 271.015 Einwohnern (31. Dezember 2020) im hessischen Regierungsbezirk Darmstadt. Der Landkreis liegt im äußersten Südwesten des Landes und besteht aus zehn Städten, zwölf Gemeinden und dem gemeindefreien Gebiet Michelbuch. Der Landkreis Bergstraße gehört zu den länderübergreifenden Metropolregionen Frankfurt/Rhein-Main und Rhein-Neckar. Daneben ist die Bezeichnung Kreis Bergstraße entsprechend der Eigenbezeichnung der Kreisverwaltung allgemein üblich.

Geographie

Geographische Lage

Ein Teil des Landkreises liegt im Odenwald, der andere befindet sich in der Oberrheinischen Tiefebene und gehört zum Teil zum Hessischen Ried. Die beiden Städte Hirschhorn und Neckarsteinach im Neckartal sowie die Gemarkung Michelbuch bilden eine Exklave, die auf direkten Wege nur über den Odenwaldkreis oder den zu Baden-Württemberg gehörenden Rhein-Neckar-Kreis zu erreichen ist und keine direkte Verbindung zum Kreisgebiet hat.

Namensgebend ist die Bergstraße, eine touristische Route, die von Darmstadt nach Süden bis nach Wiesloch in Baden-Württemberg führt. Der nördliche Teil dieser Strecke führt durch den Landkreis Bergstraße.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzt, im Nordwesten beginnend im Uhrzeigersinn, an die Landkreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Odenwaldkreis (alle in Hessen), an den Rhein-Neckar-Kreis und an den Stadtkreis Mannheim (beide in Baden-Württemberg). Im Westen bildet der Rhein die natürliche Grenze zu Rheinland-Pfalz. Hier grenzt der Kreis mit einem kurzen Stück an den Rhein-Pfalz-Kreis, an die kreisfreie Stadt Worms und an den Landkreis Alzey-Worms.

Geschichte

Das Gebiet des Landkreises Bergstraße gehörte vor 1800 größtenteils zu Kurmainz, teilweise zur Kurpfalz, zu der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und der Grafschaft Erbach-Schönberg. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 kam es an Hessen-Darmstadt, dem späteren Großherzogtum Hessen in die Provinz Starkenburg. Die Verwaltungseinheiten waren zunächst die Ämter Bensheim, Fürth, Gernsheim, Heppenheim, Hirschhorn, Kürnbach, Lampertheim, Lindenfels, Lorsch, Pfungstadt, Schönberg, Seeheim, Wald-Michelbach, Wimpfen und Zwingenberg. 1821 wurden statt der Ämter nun Landratsbezirke eingesetzt. Diese waren die Vorläufer der Kreise. Im Bereich des heutigen Landkreises Bergstraße wurden die Landratsbezirke Bensheim, Heppenheim, Hirschhorn und Lindenfels sowie Wimpfen mit Amt Kürnbach als Exklave in Baden gebildet. Dabei wurden einige Orte an benachbarte Landratsbezirke abgegeben.

Nach der am 20. August 1832 bekanntgegebenen Neugliederung sollte es in Süd-Starkenburg künftig nur noch Kreise, nicht mehr Landratsbezirke, und zwar den Kreis Bensheim und den Kreis Lindenfels geben. Heppenheim war zur Eingliederung in den Kreis Bensheim vorgesehen; sein Landratsbezirk sollte an den Kreis Bensheim fallen. Noch vor dem Inkrafttreten der Verordnung zum 15. Oktober 1832 wurde diese aber dahingehend revidiert, dass statt des Kreises Lindenfels neben dem Kreis Bensheim der Kreis Heppenheim als zweiter Kreis gebildet, die Stadt Heppenheim mithin nicht in den Kreis Bensheim eingegliedert wurde. Der Landratsbezirk Wimpfen blieb selbständiger Verwaltungsbezirk.

Am 31. Juli 1848 wurden die beiden Kreise Bensheim und Heppenheim zum Regierungsbezirk Heppenheim zusammengeschlossen. Der Landratsbezirk Wimpfen kam zum Regierungsbezirk Erbach. Diese Verwaltungsreform hatte jedoch nur knapp vier Jahre Bestand, denn am 12. Mai 1852 wurde die Zusammenlegung wieder aufgehoben. Dabei entstanden wieder der Kreis Lindenfels und der neue Kreis Wimpfen, die 1874 aber endgültig aufgelöst wurden und den Landkreisen Bensheim und Heppenheim zugeschlagen wurden. Nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage im nunmehrigen Volksstaat Hessen (ab 1918) und der 1937 durchgeführten Aufhebung der drei Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen brachte das Jahr 1938 eine Überprüfung der Kreisgrenzen. Am 1. November 1938 wurde in Hessen eine einschneidende Gebietsreform durchgeführt. In jeder der drei ehemaligen hessischen Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen wurde jeweils ein Kreis aufgelöst. In Starkenburg war davon der Kreis Bensheim betroffen, dessen Gebiet auf drei Nachbarkreise verteilt wurde. Der größte Teil wurde dem Kreis Heppenheim zugeschlagen, der auch die Rechtsnachfolgerschaft des Kreises Bensheim übernahm und gleichzeitig in Landkreis Bergstraße umbenannt wurde.[3] Das Gebiet der heutigen Gemeinden Alsbach-Hähnlein, Bickenbach und Seeheim-Jugenheim (ohne Malchen) kam zum Kreis Darmstadt, während das Gebiet der heutigen Gemeinden Biblis, Bürstadt, Groß-Rohrheim und Lampertheim an den Kreis Worms abgegeben wurde.[4]

Die nach 1945 erfolgte Grenzziehung der Besatzungszonen entlang des Rheins sorgte für eine Eingliederung der rechtsrheinischen Gebiete von Stadt und Landkreis Worms in den Landkreis Bergstraße.[5] Ebenfalls durch alliierte Verfügung wurde im Gegenzug das bisher als Exklave zum Landkreis Bergstraße gehörende Bad Wimpfen an den badischen Landkreis Sinsheim abgegeben, das nach Volksbefragung zum 1. Mai 1952 in den württembergischen Landkreis Heilbronn umgegliedert wurde.

Bei der Gebietsreform in Hessen[6] wurde der Landkreis Bergstraße in seinen Außengrenzen kaum verändert. Einzig die Gemeinde Laudenau ging am 1. Juli 1971 nach einer Bürgerbefragung an den Landkreis Erbach und wurde ein Ortsteil der Gemeinde Reichelsheim im Odenwald.[7]

Einwohnerstatistik

Bevölkerungspyramide für den Kreis Bergstraße (Datenquelle: Zensus 2011[8].)

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen in den Landkreisen Bensheim, Heppenheim und Bergstraße.[9]

Kreise Bensheim und Heppenheim
JahrKreis BensheimKreis Heppenheim
190055.91647.083
191065.76051.909
192572.86355.087
193378.91759.000

Landkreis Bergstraße

JahrLandkreis Bergstraße
1939097.105
1950170.373
1961186.562
1969226.100
1970223.991
1987240.111
1990248.500
2001264.695
2007264.380
2011[10]260.741
2015[11]264.893
2020[12]270.366

Konfessionsstatistik

Laut der Volkszählung 2011 waren 31,8 % der Einwohner evangelisch, 37,8 % römisch-katholisch und 30,4 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[13] Die Zahl der Katholiken und Protestanten ist seitdem gesunken. Ende 2019 hatte der Landkreis 30,2 % (81.532) evangelische Kirchenmitglieder bei insgesamt 270.340 Einwohnern.[14]

Politik

Kreistag

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[15] im Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[16][17][18][19]

Diagrammdarstellung von Wahlergebnis und Sitzverteilung
Kreistagswahl Bergstraße 2021
Wahlbeteiligung: 51,4 %
 %
40
30
20
10
0
37,5
19,9
18,3
8,1
7,2
4,7
3,0
1,3
n. k.
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+4,4
−4,0
+7,2
−7,8
+0,3
+4,7
−0,1
−3,4
−1,0
−0,3
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
f Freie Wähler Kreis Bergstraße e. V.
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe - Dunkel
Sitzverteilung im Kreistag Bergstraße 2021
Insgesamt 71 Sitze
Wahlvorschläge%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDUChristlich Demokratische Union Deutschlands33,12436,83042,33443,235
SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands23,91729,22334,02838,831
AfDAlternative für Deutschland15,911
GrüneBündnis 90/Die Grünen11,10819,41608,00607,306
FDPFreie Demokratische Partei06,90503,80305,60404,504
Freie WählerFreie Wähler Kreis Bergstraße04,70305,10404,60405,705
Die LinkeDie Linke[20]03,10202,20202,302
PiratenPiratenpartei Deutschland01,00101,301
FLBFreie Liste Bergstraße00,300
REPDie Republikaner02,30203,203
Gesamt100,071100,081100,081100,0[21]81
Wahlbeteiligung in Prozent47,649,346,052,0

Anmerkung: Kurz nach der Kommunalwahl 2021 wechselte eine Kreistagsabgeordnete der AfD zu den Freien Wählern Kreis Bergstraße. Dadurch hat die AfD nur noch fünf Abgeordnete, die Freien Wähler nunmehr vier Abgeordnete.[22]

Seit den Kreistagswahlen 2001 regierte eine Mehrheitskoalition aus CDU, FDP und FWG, die die zuvor regierende große Koalition ablöste. 2011 verlor diese Koalition die Mehrheit und wurde durch ein Bündnis von CDU und Grünen abgelöst, das wiederum 2016 seine Mehrheit verlor. Zwischen 2016 und 2021 bildeten CDU und SPD eine Mehrheitskoalition. Seit der Kommunalwahl 2021 besteht erneut eine Koalition aus CDU und Grünen.

Landräte

Christian Engelhardt, seit September 2015 Landrat des Landkreises Bergstraße
NameParteiAmtszeit
Walther NanzNSDAP1939 bis 1945 (ernannt)
Gustav Königparteilos1945 (ernannt)
Wilhelm DenglerSPD1945 bis 1946
Hans SteinmetzCDU1946 bis 1948
Wilhelm DenglerSPD1948 bis 1951
Ekkehard LommelSPD1951 bis 1976
Lothar BergmannSPD1976 bis 1982
Franz HartnagelCDU1982 bis 1985
Dietrich KaßmannSPD1985 bis 1997
Norbert HofmannSPD1997 bis 2003 (Direktwahl)
Matthias WilkesCDU2003 bis 15. Sept. 2015 (Direktwahl)
Christian EngelhardtCDUab 16. Sept. 2015 (Direktwahl)

Die Wahlzeit der Landräte ist im hessischen Kommunalwahlrecht geregelt und beträgt sechs Jahre. Die nächste Landratswahl findet im Jahr 2021 statt.

Hoheitszeichen

Als Hoheitszeichen führt der Landkreis Bergstraße ein Siegel, ein Wappen sowie eine Hiss- und eine Bannerflagge. Das Wappen wurde am 27. Oktober 1954 durch das Hessische Innenministerium genehmigt, die Flagge am 5. Juni 1955.

Wappen von Landkreis Bergstraße
Blasonierung: „Das gevierte Schild zeigt im 1. blauen Feld einen silbernen Zinnenturm auf silbernem Berg; im 2. silbernen Feld eine rote fünfblättrige Blüte mit goldenen Butzen; im 3. silbernen Feld das rote Lorscher Nagelspitzkreuz und im 4. blauen Feld den hessischen Löwen.“[23]
Wappenbegründung: Der silberne Zinnenturm stellt die Starkenburg dar, eine der ehemals wichtigsten Befestigungen der Region (heute Ruine). Die rote fünfblättrige Blüte steht für die Blütenvielfalt im Frühling. Das Nagelspitzkreuz ist das Wappen des Klosters Lorsch.

Flaggenbeschreibung: „Auf der weißen Mittelbahn des rot-weiß-roten Flaggentuches das Wappen des Kreises Bergstraße.“[24]

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Karte des Landkreises Bergstraße

Im sogenannten Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Bergstraße Platz 101 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Zukunftschancen“.[25] In der Ausgabe von 2019 lag er auf Platz 130 von 401.[26]

Die Bergstraße ist eine Tourismusregion. Bei dem recht milden Klima werden Tabak, Spargel und Wein angebaut. Bedeutende Sehenswürdigkeiten sind das Felsenmeer im Lautertal, die karolingische Königshalle des ehemaligen Klosters Lorsch (seit 1991 UNESCO-Weltkulturerbe), die Starkenburg bei Heppenheim, das Auerbacher Schloss sowie der Staatspark Fürstenlager bei Bensheim-Auerbach.

An der Bergstraße sind international agierende Unternehmen wie BASF (ehemals Ciba, Lampertheim), IXYS Semiconductor (Lampertheim), Langnese-Iglo (Heppenheim), SAP SI (Bensheim), Sirona (Bensheim), Suzuki (Bensheim) und Tyco Electronics (Bensheim) angesiedelt. In Biblis befindet sich das mittlerweile stillgelegte Kernkraftwerk Biblis.

Verkehr

Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 5 (Heidelberg–Darmstadt), 6 (Kaiserslautern–Heilbronn), 67 (Mannheim–Darmstadt) und 659. Ferner wird das Kreisgebiet von mehreren Bundesstraßen und Kreisstraßen erschlossen, darunter die B 3 (Heidelberg–Darmstadt), die B 37, B 38 (Saukopftunnel), B 44, B 47 und B 460.

ÖPNV-Liniennetzplan des Landkreises Bergstraße (April 2016)

Im Schienenverkehr ist der Landkreis Bergstraße durch die elektrifizierten Hauptstrecken Main-Neckar-Bahn (Frankfurt–Darmstadt–Mannheim/Heidelberg) und Riedbahn (Frankfurt–Biblis–Mannheim) angebunden. Im Fernverkehr wird der Bahnhof Heppenheim von einzelnen Intercity-Zügen sowie in Bensheim zudem im Zweistundenstakt mit ICE-Zügen bedient.[27] Des Weiteren existieren mit Nibelungenbahn und Weschnitztalbahn zwei dieselbetriebene Nebenbahnen sowie die Überwaldbahn, welche aktuell nur im Freizeitverkehr mit Solardraisinen[28] zwischen Mörlenbach und Wald-Michelbach befahren wird. Der Abschnitt Wald-Michelbach–Wahlen ist abgebaut und wird als Fuß- und Radweg genutzt.

Der öffentliche Personennahverkehr im Landkreis ist gemeinsam mit den anderen Landkreisen des Rhein-Neckar-Dreiecks im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) organisiert. Für Fahrten von/zu den angrenzenden Landkreisen in Hessen gilt ein Übergangstarif zwischen VRN und Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), in dem einige Fahrkarten des RMV anerkannt werden (Fahrten im Kreisgebiet) bzw. diese für Fahrten in den RMV-Raum gelöst werden können (Fahrten aus dem Landkreis).

Das Busliniennetz setzt sich gemäß Netzhierarchie im Nahverkehrsplan 2014–2018[29] aus Linien erster Ordnung („Konkurrenz zum motorisierten Individualverkehr“), Linien zweiter Ordnung („Alternative zum motorisierten Individualverkehr“), sowie einem Ergänzungsnetz („Ausbildungsverkehr und Grundversorgung“) zusammen. Eine Übersicht über das Liniennetz untergliedert nach Verkehrsmittel (Bus/Bahn) und Verkehrstagen bietet nebenstehender Liniennetzplan. In Bensheim, Bürstadt, Lampertheim und Viernheim existieren zusätzlich Stadtbuslinien.

Mit dem Bedarfshalt „Bensheim, Autohof“ war der Landkreis Bergstraße zeitweise mit Fernbussen erreichbar.[30]

Gemeinden

Groß-RohrheimZwingenberg (Bergstraße)BiblisViernheimLampertheimBürstadtEinhausen (Hessen)LorschBensheimLautertal (Odenwald)LindenfelsHeppenheim (Bergstraße)Heppenheim (Bergstraße)Fürth (Odenwald)GrasellenbachRimbach (Odenwald)MörlenbachWald-MichelbachBirkenau (Odenwald)AbtsteinachGorxheimertalHirschhorn (Neckar)NeckarsteinachMichelbuch (gemeindefreies Gebiet)Rheinland-PfalzBaden-WürttembergLandkreis Groß-GerauLandkreis Darmstadt-DieburgOdenwaldkreisMunicipalities in HP.svg
Über dieses Bild

(Einwohner am 31. Dezember 2020[31])

Städte

  1. Bensheim (40.791)
  2. Bürstadt (16.492)
  3. Heppenheim (Bergstraße) (26.218)
  4. Hirschhorn (Neckar) (3.410)
  5. Lampertheim (32.660)
  6. Lindenfels (5.084)
  7. Lorsch (13.831)
  8. Neckarsteinach (3.854)
  9. Viernheim (34.281)
  10. Zwingenberg (7.291)

Gemeindefreies Gebiet

  1. Michelbuch (Wohnbevölkerung gehört zur Stadt Neckarsteinach)

Weitere Gemeinden

  1. Abtsteinach (Sitz: Ober-Abtsteinach) (2.462)
  2. Biblis (9.135)
  3. Birkenau (9.852)
  4. Einhausen (6.458)
  5. Fürth (10.586)
  6. Gorxheimertal (Sitz: Unter-Flockenbach) (4.064)
  7. Grasellenbach (Sitz: Hammelbach) (4.130)
  8. Groß-Rohrheim (3.788)
  9. Lautertal (Odenwald) (Sitz: Reichenbach) (7.152)
  10. Mörlenbach (10.126)
  11. Rimbach (8.737)
  12. Wald-Michelbach (10.613)

Ehemalige Gemeinden

Die folgende Tabelle enthält alle ehemaligen Gemeinden des Landkreises Bergstraße sowie die Daten aller Eingemeindungen:[32]

Gemeindeeingemeindet
nach
Datum der
Eingemeindung
AffolterbachWald-Michelbach1. August 1972
AlbersbachRimbach1. Januar 1969
AschbachWald-Michelbach1. Oktober 1971
AuerbachBensheim1. April 1939
Bad Wimpfen, Stadtzum Landkreis Sinsheim26. November 1945
BeedenkirchenLautertal (Odenwald)31. Dezember 1971
BobstadtBürstadt31. Dezember 1971
BonsweiherMörlenbach31. Dezember 1971
BrombachFürth1. Oktober 1971
DarsbergNeckarsteinach1. Oktober 1971
Dürr-EllenbachAschbach1. April 1939
EllenbachFürth31. Dezember 1970
ElmshausenLautertal (Odenwald)31. Dezember 1971
ErbachHeppenheim (Bergstraße)1. Februar 1972
ErlenbachFürth31. Dezember 1971
EulsbachLindenfels31. Dezember 1970
FahrenbachFürth1. Juli 1970
FehlheimBensheim1. Juli 1971
GadernWald-Michelbach31. Dezember 1970
GadernheimLautertal (Odenwald)31. Dezember 1971
GlattbachLindenfels31. Dezember 1970
GorxheimGrundelbachtal31. Dezember 1970
Gras-EllenbachGrasellenbach31. Dezember 1971
GreinNeckarsteinach1. Oktober 1971
GronauBensheim31. Dezember 1971
Grundelbachtal1Gorxheimertal31. Dezember 1971
HambachHeppenheim (Bergstraße)31. Dezember 1971
HammelbachGrasellenbach31. Dezember 1971
HartenrodWald-Michelbach1. Dezember 1970
HochstädtenBensheim31. Dezember 1971
HofheimLampertheim1. Oktober 1971
HornbachBirkenau31. Dezember 1970
IgelsbachKirschhausen1. Dezember 1970
KallstadtBirkenau1. Juli 1970
KirschhausenHeppenheim (Bergstraße)1. Februar 1972
KnodenLautertal (Odenwald)1. August 1972
KocherbachAffolterbach1. Dezember 1970
KolmbachGadernheim31. Dezember 1970
KreidachWald-Michelbach31. Dezember 1970
KröckelbachFürth1. Oktober 1971
KrumbachFürth1. Oktober 1971
LangenthalHirschhorn (Neckar)1. April 1972
LangwadenBensheim1. Februar 1971
LaudenauReichelsheim, Lkr. Erbach1. Juli 1971
Lauten-WeschnitzRimbach31. Dezember 1971
LauternLautertal (Odenwald)31. Dezember 1971
LinnenbachFürth1. Juli 1971
LitzelbachGrasellenbach1. August 1972
LöhrbachBirkenau31. Dezember 1971
LörzenbachFürth1. Juli 1970
MackenheimAbtsteinach31. Dezember 1971
MitlechternRimbach31. Dezember 1971
MittershausenHeppenheim (Bergstraße)1. Juli 1971
NeckarhausenNeckarsteinach1. Oktober 1971
Nieder-LiebersbachBirkenau31. Dezember 1971
NordheimBiblis31. Dezember 1970
Ober-AbtsteinachAbtsteinach31. Dezember 1971
Ober-LaudenbachHeppenheim (Bergstraße)31. Dezember 1971
Ober-LiebersbachMörlenbach31. Dezember 1970
Ober-MumbachMörlenbach31. Dezember 1970
Ober-ScharbachScharbach1. Juli 1953
Ober-SchönmattenwagWald-Michelbach31. Dezember 1971
RaidelbachGadernheim31. Dezember 1970
ReichenbachLautertal (Odenwald)31. Dezember 1971
ReisenBirkenau31. Dezember 1970
RiedrodeBürstadt1. Juli 1971
RodauZwingenberg31. Dezember 1970
RohrbachOber-Mumbach1. April 1958
Rosengarten2Lampertheim1. Oktober 1971
SchannenbachLautertal (Odenwald)1. August 1972
Scharbach3Grasellenbach1. August 1972
SchlierbachLindenfels31. Dezember 1970
SchönbergBensheim1. April 1939
SchwanheimBensheim1. Februar 1971
SeidenbachErlenbach31. Dezember 1970
SeidenbuchLindenfels1. August 1972
SiedelsbrunnWald-Michelbach31. Dezember 1971
SonderbachHeppenheim (Bergstraße)1. Februar 1972
StaffelBeedenkirchen1. Januar 1970
SteinbachFürth1. Juli 1970
TröselGorxheimertal31. Dezember 1971
Unter-AbtsteinachAbtsteinach31. Dezember 1971
Unter-FlockenbachGrundelbachtal31. Dezember 1970
Unter-ScharbachScharbach1. Juli 1953
Unter-SchönmattenwagWald-Michelbach31. Dezember 1971
VöckelsbachMörlenbach31. Dezember 1970
WahlenGrasellenbach31. Dezember 1971
Wald-ErlenbachHeppenheim (Bergstraße)1. Februar 1972
WattenheimBiblis31. Dezember 1970
WeiherMörlenbach1. Juli 1971
WeschnitzFürth31. Dezember 1970
WinkelLindenfels31. Dezember 1970
WinterkastenLindenfels31. Dezember 1971
ZellBensheim1. April 1939
ZotzenbachRimbach31. Dezember 1971
1 Am 31. Dezember 1970 gegründet
2 1955 gegründet
3 Am 1. Juli 1953 gegründet

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen HP zugewiesen. Es steht für die Kreisstadt Heppenheim (Bergstraße) und wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Literatur

  • Wolfgang Einsingbach: Die Kunstdenkmäler des Landes Hessen: Kreis Bergstrasse. Im Auftrag des Hessischen Kultusministers herausgegeben vom Landeskonservator von Hessen. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1969, DNB 457322012.
  • Ulla Hess: Blüten, Reben, Drachenblut. Der Kreis Bergstraße. Diesbach Medien, Weinheim 2008, ISBN 978-3-936468-41-0.
  • Friedrich Kopetzky, Hans Todt: Kreis Bergstraße – Land an Rhein und Neckar. Kreisausschuß des Kreises Bergstraße in Heppenheim, 1986, DNB 871499223.
  • Kreisverwaltung des Kreises Bergstraße (Hrsg.): Kreis Bergstraße – Landschaft und Natur, Freizeit und Kultur, Wirtschaft und Soziales. Deutsche Landkreise im Portrait. Kommunikation & Wirtschaft, Oldenburg 2004, ISBN 3-88363-231-7.

Weblinks

Weitere Inhalte in den
Schwesterprojekten der Wikipedia:

Commons-logo.svgCommons– Medieninhalte (Kategorie)
Wikivoyage-Logo-v3-icon.svgWikivoyage– Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – Teil I. (PDF; 1,2 MB) Ausgegeben zu Wiesbaden am 14. Juli 1972. In: hessen.de. Land Hessen, 14. Juli 1972, S. 8, abgerufen am 25. Juli 2021 (siehe Wortlaut zum Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Bergstraße vom 11. Juli 1972).
  3. 175 Jahre BA – 175 Schlagzeilen. (PDF; 9,0 MB) Die Entstehung des Kreises Bergstraße. In: Morgenweb. Bergsträßer Anzeiger, 1. Januar 2007, S. 109, archiviert vom Original am 20. Dezember 2014; abgerufen am 9. Februar 2015.
  4. Land Hessen 1939 Verwaltungsstruktur, Stand 10. Mai 2008
  5. Verwaltungs-Einteilung 1939 und 1955. Geschichtlicher Atlas von Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  6. Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Bergstraße (GVBl. II 330–15) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 222 ff. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags).
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 358.
  8. Datenbank Zensus 2011, Kreis Bergstraße, Alter + Geschlecht
  9. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Kreis Bergstraße. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  10. Einwohnerzahlen im regionalen Vergleich. In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2019.
  11. Bevölkerung in den Verwaltungsbezirken am 30.06.2015 und Bevölkerungsveränderung im 2. Quartal 2015. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original am 24. März 2016; abgerufen am 31. Mai 2019.
  12. Bevölkerung der Kreise am 31. März 2020 In: Webauftritt des Hessisches Statistisches Landesamts. Format: XLSX.
  13. Kreis Bergstrasse Religion, Zensus 2011
  14. Statistik 2019, abgerufen am 21. August 2020
  15. wahlen.statistik.hessen.de
  16. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2016 und 2011
  17. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2011 und 2006
  18. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2006 und 2001
  19. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2001 und 1997
  20. Wahl 2006: WASG
  21. Die Tierschutzpartei errang 2001 0,5 % der Stimmen und keinen Sitz.
  22. Der Kreistag des Kreises Bergstraße (Übersicht der Webseite des Kreises Bergstraße mit Fraktionszusammensetzung, Stand 4. Oktober 2017); abgerufen am 8. November 2017.
  23. Genehmigung eines Wappens des Landkreises Bergstraße im Regierungsbezirk Darmstadt vom 27. Oktober 1954. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1954 Nr. 46, S. 1089, Punkt 1125 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags).
  24. Genehmigung einer Flagge des Landkreises Bergstraße im Regierungsbezirk Darmstadt vom 5. Juni 1955. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1955 Nr. 25, S. 616, Punkt 667 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags).
  25. Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original; abgerufen am 23. März 2018.}
  26. PROGNOS Zukunftsatlas. Handelsblatt, abgerufen am 10. Dezember 2019.
  27. ICE-Bahnhöfe Bensheim und Heppenheim..
  28. Draisine Überwaldbahn.
  29. Nahverkehrsplan Kreis Bergstraße 2014-2018. VRN;
  30. Bus ab Bensheim. Flixbus, archiviert vom Original am 12. April 2016;.
  31. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  32. Alle ehem. Gemeinden im Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).

Auf dieser Seite verwendete Medien

Landrat Christian Engelhardt.jpg
Autor/Urheber: Pressestelle KB, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Christian Engelhardt, seit September 2015 Landrat des Kreises Bergstraße
Logo MRN.svg
Logo der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar.
Coa Germany State Hessen History.svg
The Coat of arms of Hessen
Banner Kreis Bergstrasse.svg
Banner des Kreises Bergstraße, Hessen, Deutschland
Beschreibung des Wappens: „Geviert in Blau und Silber; 1 ein silberner Zinnenturm auf silbernem Berg, 2 eine rote fünfblättrige Blüte mit goldenen Butzen, 3 ein rotes Nagelspitzkreuz, 4 ein golden bewehrter, neunmal silbern und rot geteilter steigender Löwe.“
Beschreibung des Banners:„Das Banner zeigt auf einer weißen, von zwei roten Seitenstreifen im Verhältnis 1:3:1 eingefassten Bahn in der Mitte das Wappen des Kreises.“
Flagge Kreis Bergstrasse.svg
Flagge des Kreises Bergstraße, Hessen, Deutschland
Beschreibung des Wappens: „Geviert in Blau und Silber; 1 ein silberner Zinnenturm auf silbernem Berg, 2 eine rote fünfblättrige Blüte mit goldenen Butzen, 3 ein rotes Nagelspitzkreuz, 4 ein golden bewehrter, neunmal silbern und rot geteilter steigender Löwe.“
Beschreibung der Flagge:„Die Flagge zeigt auf einer weißen, von zwei roten Seitenstreifen im Verhältnis 1:3:1 eingefassten Bahn in der Mitte das Wappen des Kreises.“
Landkreis Bergstraße.jpg
Autor/Urheber: Original Map: OpenStreetMap contributors. Lowlighting and file creation: Kuebi = Armin Kübelbeck, Lizenz: CC BY-SA 2.0
Karte des Landkreises Bergstraße.
Bevölkerungspyramide Kreis Bergstraße 2011.png
Autor/Urheber: Max Lankau, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Bevölkerungspyramide des Kreises Bergstraße nach Zensus 2011.
Liniennetzplan ÖPNV Kreis Bergstraße April 2016.png
Autor/Urheber: Peca95, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Schematische Darstellung Liniennetz des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis Bergstraße ohne Ruftaxilinien. Stand April 2016
Locator map HP in Germany.svg
Autor/Urheber: TUBS, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Lage von Kreis Bergstraße in Hessen, Deutschland