Nick Nikitakis

Vassilios „Nick“ Nikitakis[1] (griechisch Βασἰλειος Νικητάκης, * 1955 in Thessaloniki) ist ein in Deutschland lebender Gitarrist, Bouzoukispieler und Songwriter griechischer Herkunft.

Leben

Nikitakis kam mit seinen Eltern 1960 nach Köln. Er trat bereits als Kind beim WDR und 1970 als Gitarrist am Schauspiel Köln auf; Mitte der 1970er Jahre spielte er als Gitarrist in den Jazzrock-Bands Brainstorm und Friendship sowie bei Guru Guru. Ab 1985 studierte er griechische Musik und Bouzouki. 1989 tourte er u. a. mit Charlie Musselwhite und arbeitete seit diesem Jahr mit drei Bands auf dem Gebiet des Bluesrock, des Rebetiko und der mediterranen Jazzfusion. Die drei Bands wurden 1997 zur Gruppe Nikitakis zusammengeschlossen.

1992 beteiligte er sich an der Aktion gegen Rechtsextremismus Arsch huh, Zäng ussenander; er komponierte den Titelsong der Aktion, für den Wolfgang Niedecken von BAP den Text schrieb. 1995 erschien sein Album Kitchen Songs, 1999 folgte The Blue Songs from Thessalonia. Im September 2013 erschien nach einer ausgedehnten USA-Reise sein in San Francisco aufgenommenes Studio-Album Jam Francisco, welches er in Zusammenarbeit mit seinen Töchtern produzierte und aufnahm.

Mit dem Bühnenprogramm und dem Album Les cycles de Theodorakis lieferte Nikitakis eine Hommage an den griechischen Komponisten Mikis Theodorakis. Auf seinem Album Nä wat ess dat schön spielte er mit Freunden populäre kölsche Volkslieder ein. 2004 veröffentlichte er das Buch Aigelstein ...un wenn die Musik nit wör (mit CD), das Geschichten enthält, die er bei seinen Auftritten zu seinen Songs erzählt. Als Studio- und Gastmusiker arbeitete er auch bei Werner Dies, Lydie Auvray, Peter Kraus, Reinhard Mey, den Bläck Fööss, den Höhnern und Jürgen Zeltinger.

Im Jahr 2021 erhielt Nikitakis den Verdienstorden den Landes Nordrhein-Westfalen Liste der Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Jens Meifert: Vor 25 Jahren: 100.000 Menschen auf dem Arsch-huh-Konzert am Chlodwigplatz. 30. Oktober 2017, abgerufen am 17. August 2021 (deutsch).