Flurförderzeuge – Weiterbildung


(c) Alla Serebrina

Um Mitarbeiter für die Nutzung von Flurförderzeugen auszubilden, bedarf es einer Zusatz-Weiterbildung. Nach der Weiterbildung sind Ausbilder in der Lage, eigene Mitarbeiter oder Externe im Umgang mit verschiedenen Flurförderzeugen und Gabelstaplern für den innerbetrieblichen Transport von Waren zu schulen.

Was sind Flurförderzeuge?

Zu den Flurförderzeugen gehören Gabelstapler, aber auch Hubwagen oder Schlepper. Bei allen ist ein sicherheitsbewusster Umgang sehr wichtig, da jeder Fehler eine Gefährdung des Transportguts und der eigenen Gesundheit zur Folge haben kann. Um Staplerfahrer und Bediener von Flurförderzeugen im Umgang zu schulen, gibt es die Ausbildung zum Ausbilder von Flurförderzeug-Bedienern und Gabelstaplerfahrern.

Flurförderzeuge kommen überall dort zum Einsatz, wo schwere Lasten möglichst effizient transportiert werden müssen. Diese entlasten Mitarbeiter in ihrer Arbeit und können dank modernster Technik verschiedene Abläufe schneller und einfacher abwickeln. Ob das Transportieren von Paletten, das Heben von schweren Lasten auf eine höhere Ebene im Lager oder das Verschieben von schweren Gütern von einer Abteilung in eine andere – mit Flurförderzeugen geht alles deutlich effizienter.

Ausbildung zum Ausbilder von Flurförderzeug-Bedienern und Gabelstaplerfahrern

Die Ausbildung zum Ausbilder für Flurförderzeuganwender und Gabelstaplerfahrer besteht aus einem Mix aus Theorie-Seminaren und praktischer Anleitung. Ausbilder für Flurförderzeuge lernen, wie man anderen Personen den Umgang mit diesen Fahrzeugen professionell beibringt und dauert in der Regel nur wenige Tage. Geübt wird mit Gabelstaplern, aber auch mit Hubwagen und Schleppern. Von theoretischen Kenntnissen zur Technik bis hin zum Anwenden wichtiger Sicherheitsregeln ist in der Ausbildung alles dabei. Immer im Fokus steht das Vermeiden von unnötigen Sicherheitsrisiken, die bei der Arbeit am und mit einem Flurförderzeug auftreten können und eine Gefährdung aller Personen verhindern sollen. Mit dem Abschluss der Ausbildung zum Ausbilder von Flurförderzeug-Bedienern und Gabelstaplerfahrern können Staplerscheine künftig von den Betrieben selbst vergeben werden.

Theoretische und praktische Ausbildung

Die Ausbildung besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil. Die Theorie lässt sich je nach Schulungsanbieter entweder in Präsenzkursen oder Online-Seminaren erlernen. Für den praktischen Teil geht es direkt vor Ort an die entsprechenden Geräte, an denen die Ausbilder ihr praktisches Können im Umgang mit den verschiedenen Geräten und der Anleitung der Bediener beweisen müssen. Geprüft werden alle gelernten Inhalte schriftlich, praktisch sowie mündlich.

Ein Ausbilder für Flurförderzeuge kann im Anschluss an die bestandene Ausbildung qualifizierte Bediener von Flurförderzeugen extern sowie auch im eigenen Betrieb ausbilden, Prüfungen abnehmen und Weiterbildungen anbieten. Zum Aufgabenbereich des Ausbilders gehört neben der Ausbildung und Prüfung auch die Durchführung der jährlichen UVV-Unterweisung für Flurförderzeuge.

Aufgaben des Ausbilders:

  • Ausbildung der Bediener von Flurfahrzeugen (praktisch und theoretisch) extern und intern
  • Methodik und Didaktik
  • Durchführung von Prüfungen
  • Mitarbeiter-Weiterbildungen
  • Durchführung der jährlichen Unterweisung

Voraussetzungen für Ausbilder

Um Ausbilder für das Bedienen von Flurförderzeugen zu werden, sollte dieser die verschiedenen Fahrzeuge selbst korrekt bedienen können. Ein Staplerschein und mindestens zwei Jahre Erfahrung im Umgang mit Flurförderzeugen, aber auch ein Meisterbrief, ermöglichen die Teilnahme an der Ausbildung.

Weiterbildung ist Pflicht

Alle drei Jahre ist zudem eine Weiterbildung für Ausbilder erforderlich, um in der Bedienung von Flurförderzeugen auf dem neuesten Stand zu bleiben. So ist sichergestellt, dass sie die neuste Technik und rechtliche Vorgaben kennen und ihr Wissen korrekt an die Auszubildenden weitergeben.